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EN ISO 14120:2015 (D) Pendelprüfung belegt Normkonformität trennender Schutzeinrichtungen

| Redakteur: Ute Drescher

Nach dem neuen Anhang C zur EN ISO 14120:2015 (D) müssen Hersteller jetzt auch belegen, wie das jeweilige Schutzsystem auf einwirkende Kräfte reagiert. Mit Hilfe einer normkonformen Prüfeinrichtung kann RK Rose+Krieger seine Schutz- und Abtrennsysteme entsprechend klassifiziert.

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In der Pendelprüfung für Schutz- und Abtrennungssysteme nach EN ISO 14120:2015 (D) wird ermittelt, mit welcher kinetischen Energie sich ein Gegenstand (oder eine Person) in den Zaun bewegt.
In der Pendelprüfung für Schutz- und Abtrennungssysteme nach EN ISO 14120:2015 (D) wird ermittelt, mit welcher kinetischen Energie sich ein Gegenstand (oder eine Person) in den Zaun bewegt.
(Bild: RK Rose+Krieger)

Bislang wurden die Schutzzaunsysteme häufig aufgebaut, ohne sich groß darüber Gedanken zu machen, was geschieht, wenn eine Person in den Zaun stolpert oder fällt“, erklärt Jens Franke, Produktmanager für den Bereich Schutz- und Abtrennungssysteme bei RK Rose+Krieger. Mit in Kraft treten des Anhangs C der Norm EN ISO 14120:2015 (D) rückt nun jedoch genau diese Frage in den Fokus. Es gilt, nicht mehr nur zu begründen warum das Schutzzaunsystem einen definierten Abstand zur Maschine einzuhalten hat und wie groß dieser sein muss. Gemäß der überarbeiteten Norm muss der Hersteller jetzt auch belegen, wie das jeweilige Schutzsystem auf einwirkende Kräfte reagiert.

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Normen bestimmen Auslegung

Bei der Auslegung eines Schutz- und Abtrennungssystems musste der Hersteller also bisher die maßgeblichen Abstände zu den Gefahrenquellen seiner Anlage berücksichtigen. Welche Distanzen jeweils einzuhalten sind, gibt die DIN EN ISO 13857 für obere und untere Gliedmaßen vor. Eine optimale Umhausung wird durch eine Kombination aus entsprechend ausgeführter Füllung der Zaunelemente und dem Abstand der trennenden Schutzeinrichtung zur Gefahrenquelle erreicht.

Die erweiterte Norm – die EN ISO 14120:2015 (D) – legt die „allgemeinen Anforderungen an Gestaltung, Bau und Auswahl von feststehenden und beweglichen trennenden Schutzeinrichtungen“ fest. In ihrem neuen Anhang C regelt sie nun nicht nur den einzuhaltenden Abstand der Schutzzaunsysteme von den Fertigungsanlagen. Sie fordert zudem ab sofort von den Herstellern der Sicherheitssysteme eine genaue Beschreibung der Systemleistungen und den Nachweis, dass die Abtrennvorrichtungen der Einwirkung vorgegebener Kräfte – beispielsweise einer in die Trennelemente fallenden Person oder eines Gegenstands – standhalten und der Sicherheitsabstand nach DIN EN ISO 13587 dennoch eingehalten wird.

Ergänzendes zum Thema
Das Blocan-Schutz- und Abtrennungssystem

Der Systembaukasten des stabilen, baugenossenschaftlich zugelassenen Schutzzaunsystems umfasst

  • Aluminiumklemmprofile in verschiedenen Ausführungen zur Aufnahme unterschiedlicher Flächenelemente (aus Wellengitter, Polycarbonat, Acrylglas oder Trespa)
  • Klemmleisten für den festen Sitz der Gitter oder Scheiben
  • Aluminiumprofile als Stützen
  • Verbindungselemente zur Befestigung der Schutzzaunelemente an den Profilen

Die Pfosten selbst können je nach Anwendung mit speziellen Füßen fest auf dem Boden verankert oder direkt an die Maschinen angebunden werden. Dabei minimiert die Rasterbauweise des Schutz- und Abtrennungssystems den Planungs-, Konstruktions- und Montageaufwand.

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