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3D-Druck

Organisches Liegerad aus 3D-Drucker gefertigt

| Redakteur: Katharina Juschkat

Studenten der Hochschule Emden/Leer haben ein organisches Liegerad konstruiert, um bei dem Akkuschrauberrennen in Hildesheim teilzunehmen. Alle zwei Jahre treten bei dem Rennen Fahrzeuge gegeneinander an, die nur von einem Akkuschrauber angetrieben werden und mindestens eine Person tragen können.

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Bei dem Akkuschrauberrennen in Hildesheim sollten 50 cm zwischen den Achsen der Fahrzeuge mit einem Bauteil aus dem 3D-Drucker überbrückt werden.
Bei dem Akkuschrauberrennen in Hildesheim sollten 50 cm zwischen den Achsen der Fahrzeuge mit einem Bauteil aus dem 3D-Drucker überbrückt werden.
(Hochschule Emden/Leer)

In Hildesheim treten alle zwei Jahre beim Akkuschrauberrennen selbstkonstruierte Fahrzeuge gegeneinander an. Das Wettrennen wird von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst ausgerichtet. Das Prinzip ist schnell erklärt: Fahrzeuge, die nur von einem gewöhnlichen Akkuschrauber angetrieben werden und auf denen mindestens eine Person mitfahren kann, treten gegeneinander an und können in den Kategorien Geschwindigkeit, Publikum und Fachjury gewinnen. Die Gestaltung der Flitzer steht jedes Mal unter einem speziellen Motto. Dieses Jahr drehte sich alles um den 3D-Druck. Deshalb musste bei den Fahrzeugen eine Distanz von mindestens 50 cm zwischen den Achsen allein tragend mit einem Bauteil aus dem 3D-Drucker überbrückt werden.

Das Team „Ostfreezers“ aus dem Studiengang Maschinenbau und Design von der Hochschule Emden/Leer ist mit einem 3D-gedruckten Liegerad beim 9. Akkuschrauberrennen in Hildesheim angetreten. Dreimal in Folge haben Studierende aus Emden zuvor den ersten Platz gemacht. Diesmal konstruierten die Studenten nach dem Motto des Rennens ihr organisches Rad mithilfe eines 3D-Druckers.

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Tragfähiger, organischer Rahmen mit SLS-Technik gedruckt

Anlässlich des Rennens in Hildesheim hat eine Projektgruppe um Prof. Dr. Achim Wilke und mit Unterstützung des wissenschaftlichen Mitarbeiters Jonas Schwarz das neue Rennfahrzeug entwickelt. Die Forderung des Wettbewerbs, mindestens 50 cm des Fahrzeugs mit 3D-Druck-Materialien herzustellen, hat das Team noch durch eigene Anforderungen erweitert: Die Studierenden bekamen im Designprojekt die Aufgabe, für das komplette Fahrzeug ein tragfähiges, möglichst organisches Rahmendesign zu entwickeln, das anschließend komplett mit SLS-Technik gedruckt werden sollte. Mit der Firma Materialise aus Belgien konnte ein Kooperationspartner gewonnen werden, der die großen Bauteile fertigte. „Wir kombinieren diesmal organisches Design mit moderner Fertigung“, erklärte Wilke, der das Emder Rennteam begleitet. Organische, also runde und gitternetzartige Strukturen im 3D-Druck zu schaffen, sei eine besondere Herausforderung.

Vorab hatten die Studierenden als Bestandteil der Ausbildung zum Designingenieur verschiedene Software-Schulungen durchlaufen. Nach dem erfolgreichen 3D-Druck wurden die Teile zusammengeklebt und mit den Fahrwerkkomponenten ergänzt. Trotz sorgfältiger Planung sind die Studenten im Viertelfinale ausgeschieden. (kj)

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