Sicherheits-Laserscanner

Optische Absicherung der Arbeitsräume an Rohrbiegemaschinen

Die blitzschnellen Bewegungen automatischer Rohrbiegemaschinen gefährden die Maschinenbediener im Arbeitsraum. Schutz bieten Sicherheits-Laserscanner von Leuze.

| Redakteur: Jan Vollmuth

Die blitzschnellen Bewegungen von automatischen Rohrbiegemaschinen erinnern an die sogenannten Popping-Bewegungen beim Breakdance. Von ihnen geht eine große Gefahr für den Maschinenbediener aus.
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Die blitzschnellen Bewegungen von automatischen Rohrbiegemaschinen erinnern an die sogenannten Popping-Bewegungen beim Breakdance. Von ihnen geht eine große Gefahr für den Maschinenbediener aus. (Bild: Leuze)

Die blitzschnellen Bewegungen automatischer Rohrbiegemaschinen gefährden die Maschinenbediener im Arbeitsraum. Schutz bieten Sicherheits-Laserscanner von Leuze.

Die schnellen und perfekten Moves machen die Faszination am Breakdance aus. Dabei vermitteln die markanten „Popping“-Bewegungen den Eindruck ferngesteuerter, blitzschneller Roboter. Frappierend ähnlich ist auch der Bewegungsfluss beim Rohrbiegen. Aus einem schnell und perfekt schwenkenden Biegekopf windet sich raffiniert ein scheinbar frei im Raum biegendes Rohr. Die kurzen und impulsiven Bewegungen, die sogenannten Pops, haben im Arbeitsbereich von teil- oder vollautomatischen Rohrbiegemaschinen jedoch nur geringen Unterhaltungswert. Sie stellen vielmehr eine erhebliche Gefährdung für die Maschinenbediener dar.

Passgenau konstruierte Leitungen

Bei dem Unternehmen SMA Metalltechnik in Backnang zuckt und ruckt gleich eine ganze Halle voll solcher „Breakdancers“. Kein Wunder: Das Unternehmen entwickelt und produziert seit über 20 Jahren Rohrleitungen aus Aluminium. Die passgenau konstruierten, geformten, gebogenen und gelöteten Leitungen führen unterschiedlichste Medien wie Wasser, Öl, Benzin, Kältemittel oder Luft von A nach B. Neben Heizung, Kühlung und Klimatechnik finden die verschiedenen Produkte von SMA vor allem in der Automobilindustrie sowie im Maschinenbau Verwendung.

„Über die vielen Jahre ist ein unterschiedlich strukturierter Maschinenpark mit verschiedensten Sicherheitskonzepten entstanden“, erzählt Kurt Wiesenauer, der Leiter der Instandhaltung bei SMA. Die meisten dieser Anlagen erfordern aus diversen Gründen das manuelle Einlegen der Rohr-Rohlinge in die jeweiligen Spannvorrichtungen: Ein Mitarbeiter muss in den Arbeitsraum eintreten, eventuell das fertig gebogene Rohr entnehmen, einen neuen Rohling einlegen, den Arbeitsraum verlassen und den Zyklus mittels Zweihandbedienung auslösen.

Auf der Suche nach einem einfachen wie flexiblen Sicherheitskonzept

„Somit wird das Eindringen in den Arbeitsraum zum Zeitfaktor“, erklärt Wiesenauer, der schon aus diesem Grund nach einem einfach zu installierenden und wirksamen, gleichzeitig aber auch flexiblen Sicherheitskonzept gesucht hat: es soll einfach zu installieren sein, um damit auch die bestehenden Anlagen mit ihren jeweiligen Gegebenheiten ohne mechanische Auf- oder Umbauten leicht nachrüsten zu können. Und es soll wirksam sein, so dass sichergestellt ist, dass eine Maschine nicht durch eine zweite Person in Betrieb gesetzt werden kann solange sich innerhalb des Schutzbereichs ein Mitarbeiter aufhält.

Die geforderte Flexibilität bezieht Wiesenauer vor allem auf die geometrische Anpassung der Schutzbereiche, besonders wenn durch andere bzw. neue Produkte die zu schützende Zutrittsfläche angepasst werden müsste.

Der Start der Maschine erfordert das beidhändige Freischalten

Eine perfekte Lösung zur Absicherung aller automatischen Rohrbiegemaschinen fand Wiesenauer in den Sicherheits-Laserscannern von Leuze Electronic. Die Geräte der Produktfamilie Rotoscan RS4 stellen eine besonders flexible Variante der optischen Gefahrbereichssicherung dar. Sie erfüllen zugleich die Aufgabe der so genannten Hintertrittsicherung: Der Bediener der Maschine kann erst durch ein beidhändiges Freischalten außerhalb des Schutzfelds einen Biegezyklus starten. Die große Flexibilität der Sicherheits-Laserscanner resultiert aus den unabhängigen Schutz-/Warnfeld-Paaren sowie der Möglichkeit zur Umschaltung zwischen diesen Paaren. Die Sicherheits-Laserscanner ermöglichen durch ihre kompakte Bauart eine sehr flexible Montageposition.

Als Flächenscanner handelt es sich bei den Rotoscan RS4 Sicherheits-Laserscannern um berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen vom Typ 3, die zuverlässig Körper, Bein, Arm oder Hand in beliebig konfigurierbaren Schutzfeldkonturen erkennen.

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