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InnoTrans 2008 News von der Leitmesse der Verkehrstechnik

| Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Fachbesucher aus über 100 Ländern kamen zur InnoTrans nach Berlin. Hier einige interessante Neuigkeiten für den Konstrukteur.

Firmen zum Thema

( Archiv: Vogel Business Media )

Siemens-System überwacht Oberleitungen in kritischen Bereichen

Die Division Mobility von Siemens hat auf der InnoTrans ihr Catenary Monitoring System Sicat CMS vorgestellt, dass Oberleitungsanlagen punktuell an Bahnübergängen, Haltestellenbereichen oder in Tunneln kontinuierlich überwacht. Bei Störungen wird unmittelbar ein Alarm ausgelöst und an die Leitstelle übermittelt. Ergänzend zum bestehenden Oberleitungsschutz können Fehlerort und –art genauer und schneller ermittelt und einspeisende Unterwerke, falls erforderlich, selektiv abgeschaltet werden. Nachdem Prototypen des Systems erfolgreich auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken HSL-Zuid in den Niederlanden und Segovia-Valladolid in Spanien getestet wurden, befindet sich die erste Serienanlage seit dem Frühjahr auf der Strecke zwischen Madrid und Valladolid im Einsatz, um die für den Betreiber sensiblen Bereiche von Bahnhöfen sowie in den beiden Tunneln San Pedro und Guadarrama zu überwachen. Siemens Mobility Tel. +49(0)9131 746032

Innovatives Drehgestell als Grundstock für neue Güterwagengeneration

Der französische Waggonhersteller Arbel Fauvet Rail (AFR) nutzte die InnoTrans, um sein neues Drehgestell AFR 22 vorzustellen. Es hat deutlich weniger Bauteile und ist 650 Kilogramm leichter als das Vorgängermodell Y25. Das ermöglicht eine bis zu 1,3 Tonnen höhere Nutzlast pro Waggon. Wahlweise wird eine Version mit Integralbremse angeboten, die eine bis zu 20-prozentige Reduzierung der Wartungskosten ermöglicht. Das AFR 22 ist in Frankreich bereits an 22 Waggons vier verschiedener Typen im Einsatz und soll Grundlage einer neuen Generation von Güterwagen bilden. Arbel Fauvet Rail (AFR) Tel. +33(0)327 934912

Passagiere in Echtzeit informiert

(Archiv: Vogel Business Media)

Tait Europe Hersteller von Funk-Kommunikationstechnik präsentierte eine besondere Entwicklung, die die Passagier-Information in Echtzeit entscheidend verändern soll. Das Hybrid-Funkgerät ermöglicht es, in einer einzigen Einheit Echtzeitdaten und/oder Sprachkommunikation über Funk, GPRS/GSM oder WiFi zu transportieren. Das Gerät enthält auch einen integrierten Prozessor, der eine große Anzahl weiterer Anwendungen ermöglicht. Dieses Konzept soll die Qualität der Informationen sowohl für die Fahrgäste als auch für die Fahrzeugbetreiber verbessern. Tait Europe Ltd - Germany Office Tel. +49(0)912 8912 912

Fraunhofer-Institut zeigt innovatives Schienenmessrad

Wie die Konstruktion von Schienenfahrzeugen mit Hilfe eines Schienenmessrades gezielt verbessert werden kann, zeigt das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF auf der InnoTrans. Mit traditioneller Messtechnik lassen sich Vertikal- und Seitenkräfte nur schwer unterscheiden. Auch Längskräfte sowie Antriebs- und Bremsmomente konnten bisher nicht während der Fahrt ermittelt werden. Mit dem Messrad LBF.R-Wheelos werden statt der herkömmlichen zwei gleich sechs Dimensionen gemessen. Dazu fräsen die Forscher gezielt Löcher in das Rad und lassen so eine Art Speichenstruktur entstehen. Mit den auf diese Weise gewonnenen Daten können schädigungsrelevante Manöver identifiziert und bewertet, Fahrzeuge künftig zuverlässiger entwickelt sowie Schienen, Weichen und Kurven zielgerichteter gewartet werden. Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF Michael Kieninger Tel. +49(0)6151 705 267

Thermit-Schweißverfahren mit kurzer Vorwärmung

(Archiv: Vogel Business Media)

Dank seiner kurzen Ausführungsdauer und Flexibilität bei sehr hoher Zuverlässigkeit und Robustheit ist der SkV THERMIT-Schweißprozess das aluminothermische Standard-Schweißverfahren. SkV-Elite heißt: bessere Wärmeausnutzung und damit erhöhte Schweißsicherheit durch höhere Ausführungssicherheit, leichteres Abdichten mit Sand oder Paste, beste mechanische und Verschleiß-Eigenschaften durch Optimierung der Erstarrungsabläufe sowie ein Formhalteblech für alle Profile. „GREEN TRACK“, eine Kombination aus umweltfreundlicher Abfallsammelwanne und Wasserableitsystem im Eisenbahngleis, und das Schallhemmungssystem „GREEN BRIDGE“ zur lückenlosen Abdeckung von Eisenbahnbrücken sind zwei weitere interessante Produkte, welche die Goldschmidt-Thermit-Gruppe vertreibt. Goldschmidt Thermit Tel. +49(0)341 355918 0

Wiederaufbereitung und Instandhaltungsmanagement

(Archiv: Vogel Business Media)

Auf der diesjährigen InnoTrans präsentierte FAG Industrial Services (F’IS) Produkt- und Servicelösungen für die Instandhaltung in der Schienenverkehrstechnik. FAG Anwärmgeräte PowerTherm arbeiten nach dem Induktionsprinzip und ermöglichen eine effiziente und energiesparende Lagermontage. Mit der Induktionsmethode kann gegenüber herkömmlichen Verfahren (Wärmeofen, Heizplatte und Ölbad) eine erhebliche Zeitersparnis erzielt werden. Dadurch kann der Kunde in vielen Fällen Stillstandszeiten reduzieren. Zusätzlich arbeiten diese umweltschonenden Geräte wahlweise temperaturgesteuert oder zeitgesteuert und sind vor allem für eine sichere Serienmontage geeignet.

Ein weiterer Schwerpunkt am Schaeffler Messestand ist die Wiederaufbereitung von TAROL-Radsatzlagereinheiten. Durch eine regelmäßige, qualitativ hochwertige Wartung und Instandsetzung dieser stark belasteten Fahrzeugteile wird deren Lebensdauer deutlich verlängert. Aufgrund des zügigen Ablaufs des Wartungsprozesses profitiert der Kunde darüber hinaus von geringen Ausfallzeiten. Die Wartung selbst umfasst neben der sorgfältigen Reinigung aller Lagerkomponenten die dimensionelle und funktionale Überprüfung der gesamten Lagereinheit. Zusätzlich zur Anpassung des Axialspiels erfolgt eine Neubefettung. Verschleißteile werden im Einzelfall ersetzt. Außerdem wird in Abhängigkeit vom Kundenwunsch jedes Lager in einer Datenbank erfasst. Das Serviceangebot gilt für alle Radsatzlager sowie Zylinder-, Pendel- und Kegelrollenlager.

FAG Industrial Services (F’IS) Tel. +49(0)2407 9149 0

PUR-Systeme im Gleisbau

Bayer MaterialScience zeigte in Berlin dasvielfältige Einsatzmöglichkeiten für Polyurethan (PUR)-Systeme und thermoplastische Kunststoffe rund um das Thema Schienenverkehr. Einen Schwerpunkt dabei bilden viel versprechende Entwicklungen mit PUR-Systemen im Gleisbau, die Bayer MaterialScience in enger Zusammenarbeit mit Partnern realisiert hat. Zu den Produkt-Highlights zählt zum Beispiel das innovative und dauerflexible Flüsterschottersystem Durflex, das flüssig in die Hohlräume zwischen den Schottersteinen eingebracht wird und diese beim anschließenden Aufschäumen vollständig ausfüllt. Geräusche von rollenden Straßenbahnen lassen sich mit dem PUR-Schienen-Vollvergusssystem Büfaflex wirkungsvoll dämmen. Bayer MaterialScience Tel. +49(0)214 3025363

Lagerungstechnik und Service für Schienenfahrzeuge

(Archiv: Vogel Business Media)

In enger Zusammenarbeit mit Herstellern und Betreibern entwickelt und produziert der Geschäftsbereich Bahn der Schaeffler Gruppe Industrie (INA/FAG) Lösungen für jede Lageranwendung in Schienenfahrzeugen. Zum Produktportfolio gehören Radsatzlager inklusive Gehäuse sowie Lager und Komponenten für Fahrmotoren und Getriebe, für Wagengelenke und Neigetechnik sowie für Türen und zahlreiche andere Anwendungen. Auf selbst entwickelten Prüfständen wird die Zuverlässigkeit der Lager unter extremen Bedingungen getestet. Das Prüffeld Bahn am FAG-Standort Schweinfurt ist eine vom Eisenbahnbundesamt anerkannte und zertifizierte Prüfstelle für Lagerungen von Schienenfahrzeugen. Zusätzlich ist es autorisiert, nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 Prüfungen im Bereich „Leistungsvermögen von Radsatzlagern – Bahnanwendungen“ durchzuführen. Das Managementsystem des Geschäftsbereichs Bahn der Schaeffler Gruppe Industrie erfüllt zudem die Anforderungen des neuen internationalen Bahnstandards IRIS (International Railway Industry Standard) und wurde zum 1. August 2008 vom TÜV Süd entsprechend zertifiziert. Das zugehörige Audit umfasste den Geschäftsbereich Bahn mit Vertrieb, Entwicklung, Konstruktion und Anwendungstechnik, die Produktion von Kugel- und Pendelrollenlagern sowie Zentralfunktionen wie Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement.

Moderne Schienenfahrzeuge bieten hohen Fahrkomfort, erzeugen wenig Lärm und sind gleichzeitig wirtschaftlich bei größter Leistungsfähigkeit. Die Wälzlager der Schaeffler Gruppe Industrie in Getrieben, Fahrmotoren und Tatzlagerungen leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Wälzlager in Getrieben lagern die Welle und unterstützen die Kraftübertragung. Dabei müssen sie extremen Belastungen bei komplexen Umwelteinflüssen Stand halten. Die für Getriebe hauptsächlich verwendeten Lagerarten sind Kegelrollen-, Vierpunkt- und Zylinderrollenlager. Auch Rillenkugellager, Pendelrollenlager und Schrägkugellager werden verbaut. Die Lageranordnung erfordert Flexibilität. Sie richtet sich nach dem Getriebedesign und den Betriebsbedingungen. Wälzlager für Fahrmotoren müssen sehr hohe Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit und Langlebigkeit erfüllen. Die Fahrmotorenlager der Schaeffler Gruppe Industrie werden speziell für diese Anforderungen konstruiert und ausgelegt. Dabei kommen bevorzugt Zylinderrollenlager und Rillenkugellager zum Einsatz. Schaeffler Gruppe Industrie (INA/FAG) Tel. +49(0)9132 82 0

Kompensatoren als perfekte Verbindungen für Schienenfahrzeuge

(Archiv: Vogel Business Media)

Auf der InnoTrans 2008 waren die MöllerWerke mit neuen hochwertigen technischen Lösungen und Erzeugnissen für den Schienenfahrzeugbau vertreten. Neben den Fahrmotorbelüftungsbälgen, die seit längerer Zeit ein überaus großes Interesse bei dem Fachpublikum finden, sind die Kompensatoren weitere innovative spezielle Komponente für Schienenfahrzeuge. Unter dem Motto: „Perfekte Verbindungen“ werden diese Kompensatoren, Fahrmotorbelüftungsbälge sowie Druck- und Ansaugschläuche für Verbrennungsmotoren auf der InnoTrans gezeigt.

Innovative Weiterentwicklung von Materialien ist eine der vorherrschenden Aufgaben in der über 200- jährigen Geschichte des Familienunternehmens. Sie bestimmen maßgeblich die Eigenschaften des Produkts. Aus diesem Grund bieten Kompensatoren der MöllerWerke, die unter dem Markennamen möllerbalg vertrieben werden, den Kunden vielfältige Vorteile.

Zur technischen Erklärung werden neben der typischen Funktion des Kompensators als flexibles Verbindungselement mechanische Bewegungen und Schwingungen zwischen den festen Anschlüssen aufgenommen und thermische Spannungen im System ausgeglichen. Durch asymmetrische Geometrien und Verbindungsgestaltungen können so auch extremste Einbauvarianten erstmals realisiert werden. Die Verbindung mit dem Kanalsystem erfolgt mit anvulkanisierten, selbstdichtenden Flanschen. MöllerWerke Tel. +49(0)521 4477 0

Skoda präsentiert neue Universallokomotive 109 E

(Archiv: Vogel Business Media)

Skoda stellt mit der Universallokomotive 109 E ein neues Produkt vor, das es mit den Maschinen von Alstom, Bombardier oder Siemens aufnehmen soll. Die vielseitige E-Lok – gezeigt wird der erste Prototyp – eignet sich für Passagier- und Güterzüge auf Hauptstrecken gleichermaßen und kann diese bis zu 200 Stundenkilometer schnell befördern. Interoperabilität im grenzüberschreitenden Verkehr ist durch die Einsatzmöglichkeit mit drei verschiedenen Stromsystemen gewährleistet. Die ersten 20 Lokomotiven kommen ab Ende 2009 bei der Tschechischen Staatsbahn zum Einsatz. Weiterhin zeigt Skoda einen neuen Niederflurstraßenbahntyp, von dem die Prager Verkehrsbetriebe 250 Einheiten geordert haben, weitere gehen leicht modifiziert in die lettische Hauptstadt Riga. Vier auf die Gesamtlänge von 30 Metern verteilte Drehgestelle stellen eine technische Besonderheit der „ForCity“-Tram dar und ermöglichen ihren Einsatz auf Strecken mit besonders engen Kurven. Skoda Tel. +420-378186251

Rohr- und Schlauchschellen für die Verkehrstechnik

(Archiv: Vogel Business Media)

Auf der InnoTrans hat STAUFF, Hersteller von Rohr-, Schlauch- und Kabelbefestigungen, Sonderschellen für den Waggonbau präsentiert. In Ergänzung zum Standard-Befestigungsprogramm werden Sonderschellen individuell konstruiert und gefertigt .Das Unternehmen entwickelt in enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden maßgeschneiderte Schellen, die auch ungewöhnliche Anforderungen erfüllen. Für den Brandschutz beispielsweise können die Schellenkörper aus den schwer entflammbaren Werkstoffen PP6853, PAV0, PA-FF und PPDA (Brandschutz nach BS 6853, UL94, NF F16-101, DIN 5510, Teil 2) gefertigt werden. Ein Großteil des Standard-Befestigungsprogramms ist bereits in diesen schwer entflammbaren Werkstoffen erhältlich. Walter Stauffenberg Tel. +49(0)2392 916 0

Höhen- und Drucksensor in Luftfeder integriert

(Archiv: Vogel Business Media)

Einen berührungslos arbeitenden Höhen- und Drucksensor, der in die Luftfeder integriert wurde, präsentierte ContiTech Air Spring Systems auf der InnoTrans in Berlin. Die Luftfederung setzt sich bei der Sekundärfederung moderner Reisezugwagen zunehmend durch, weil luftgefederte Fahrwerke optimalen Fahrkomfort bieten. Der komfortbestimmende Vorteil der Luftfederung besteht darin, dass sich ihre Federungseigenschaften entsprechend des Beladungszustandes anpassen. Dabei wird die Federhöhe durch Be- und Entlüftung der Federbälge auf einem konstanten Wert gehalten. Zurzeit erfolgt die Regelung des Fahrniveaus mit Hilfe von Pneumatikventilen, die über ein Hebelgestänge zwischen dem Drehgestellrahmen und dem Wagenkasten betätigt werden.

ContiTech Air Spring Systems schafft mit dem integrierten Höhen- und Drucksensor die technische Voraussetzung für den Einsatz elektronisch geregelter Luftfedersysteme mit

elektrisch betätigten Ventilen. Damit können zukünftige Schienenfahrzeuge die Vorteile nutzen, von denen luftgefederte Straßenfahrzeuge schon lange profitieren: geringerer Luftverlust, genauere Ausregelung des Fahrniveaus, Einstellung veränderlicher Sollniveaus. Die konventionelle Niveauregelung verursacht erhöhte Luftverluste, weil sie dauernd aktiv ist und während der Fahrt auch dynamische Änderungen des Niveaus ausregelt. Um diesen Effekt zu vermindern, haben die mechanisch betätigten Pneumatikventile um ihre Nulllage eine „passive Zone“, in der die Luftfeder weder be- noch entlüftet wird.

Die elektronische Regelung verringert die Anzahl der Stellvorgänge erheblich, weil sie das Fahrniveau nur nachregelt, wenn sich durch das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste die Beladung geändert hat. Im Gegensatz zur konventionellen Regelung, die nur den Sollwert der Fahrhöhe einstellt, der durch das Hebelgestänge festgelegt wird, kann die elektronische Regelung verschiedene Sollwerte anfahren, um das Niveau des Fahrzeugs an unterschiedliche Bahnsteighöhen anzupassen. Der von ContiTech vorgestellte Ultraschallsensor ist in die Luftfeder integriert und liefert die Ist-Werte der Federhöhe und des Balgdruckes an das elektronische Steuergerät, das die Magnetventile zum Be- beziehungsweise Entlüften des Systems betätigt. ContiTech Tel. +49(0)938 0

ABB erhält Grossauftrag von E.ON über 80 Millionen Euro

ABB hat von E.ON Kraftwerke den Auftrag erhalten, hoch entwickelte Bahnstrom-umrichteranlagen für die Energieübertragung vom 50-Hz-Netz ins 16,7-Hz-Netz der Deutschen Bahn zu erstellen. Mit einer Leistung von 413 Megawatt handelt es sich um die grösste Anlage dieser Art, die weltweit je gebaut wurde. Die Umrichteranlage wird neben dem neuen 1100-MW-Steinkohlekraftwerk von E.ON erstellt, das derzeit in Datteln entsteht und unter anderem die Deutsche Bahn mit Energie versorgen soll. Diese Energie wird über die ABB-Anlagen in die richtige Spannung und Frequenz für das 16.7-Hz-Hochspannungsnetz der Bahn umgeformt.

ABB ist ebenso für das gesamte Engineering zuständig, also für die Auslegung des Umrichtersystems, die Spezifikation aller Komponenten und die Erstellung der Software für Steuerung, Regelung und Schutz wie für Bauplanung, Montage und Inbetriebsetzung. Die Lieferung umfasst vier schlüsselfertige Umrichterblöcke zu jeweils 103 MW, so dass total 413 MW elektrische Leistung installiert werden. Dank der inhärenten Überlastfähigkeit kann sogar bei Ausfall eines Umrichterblocks die Nennleistung von 413 MW übertragen werden. ABB Schweiz, Niklaus Umbricht, Leistungselektronik, Turgi niklaus.umbricht@ch.abb.com

Drei-Schicht-Wellrohren für industriellen Kabelschutz

(Archiv: Vogel Business Media)

An der InnoTrans 2006 stellte PMA die PMAFIX Pro-Serie vor, das erste Zwei-Komponenten-Anschlusssystem für den Kabelschutz. Das System setzte neue Maßstäbe im Kabelschutz und umfasst im Standardprogramm gerade, 45°- und 90°-Verschraubungen, sowie Zugentlastungs- und Innengewindeverschraubungen. Alle Typen gewährleisten die IP68- und IP69K-Schutzart auch in dynamischen Anwendungen. IP69K (Wasserstrahl bis 100 bar) wird durch 360°-Stützlippen erreicht, die am Anfang des Dicht- und Verriegelungs-elements den Wasserstrahl brechen, bevor er die eigentliche Dichtung erreicht. Zwei Jahre später macht PMA nun den nächsten Schritt in der Entwicklung von Kabelschutzprodukten mit der Produktreihe PMAFLEX Pro. Diese Produkte basieren auf der Co-Extrusions-Technologie, welche die Herstellung von Dreischicht-Wellrohren erlaubt. Dadurch können die gewünschten Eigenschaften unterschiedlicher Materialien von Innen- und Außenschicht kombiniert werden, um bisher nicht erreichbare Qualitätsmerkmale zu ermöglichen. PMA Deutschland Tel. +49(0)9525 88 120

Knorr-Bremse auf der InnoTrans 2008

(Archiv: Vogel Business Media)

Neben Bremssystemen bietet Knorr-Bremse auch eine breite Palette an On-Board-Systemen für Schienenfahrzeuge. Sie umfasst Türsysteme von IFE Automatic Door Systems für den Nah- und Fernverkehr, Klimaanlagen der Marke Merak sowie Leistungselektrik von Microelettrica. Im Bereich Infrastruktur ist Knorr-Bremse mit Bahnsteigtürsystemen der Marke Westinghouse Platform Screen Doors und Eisenbahnsicherungstechnik von Zelisko vertreten. Mit dem weltweiten Wachstum der wirtschaftlichen Ballungszentren steigt in den Metropolen das Transportaufkommen und macht einen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, vor allem des öffentlichen Nahverkehrs, erforderlich. Knorr-Bremse stellt sich den Herausforderungen der Urbanisierung mit modernen und zuverlässigen Brems- und On-Board-Systemen.

Dazu gehören unter anderem die Bremssteuerung EP2002 für Metros, die mechatronische und elektronische Elemente in einer äußerst kompakten Bauweise vereint. Die Steuerung kann über dezentral am Drehgestell angebrachte Module erfolgen. Als Neuentwicklung wird auf der InnoTrans EP Compact Lite vorgestellt, eine Bremssteuerungseinheit für Metros mit zentraler C-Druck-Erzeugung.

Darüber hinaus profitiert der Nahverkehr von weiteren aktuellen Entwicklungen: Der besonders leichte und kompakte Schraubenkompressor SLK6 ist mit seinem niedrigen Gewicht, der bislang unerreicht flachen Bauweise und den niedrigen Schall- und Vibrationswerten hervorragend für den Einsatz in Metros und Straßenbahnen geeignet. Beim Hebelsattel HC1P45 Plus handelt es sich um einen hydraulischen Bremskrafterzeuger mit Federkraftspeicher in Hebelbauweise, der eine hohe Kraftdichte bei kleinem Einbauraum aufweist. Knorr-Bremse Tel. +49(0)89 3547 0

Luft-Luft-Wärmetauscher für die Bahntechnik

(Archiv: Vogel Business Media)

Rittal stellte auf der InnoTrans einen neuen energieeffizienten Luft-Luft-Wärmetauscher in bahnfester Ausführung vor. Das Unternehmen ist weltweit der einzige Hersteller, der solche Geräte in Serie fertigt. Die Wandanbaugeräte erfüllen konsequent die Anforderungen der Bahntechnik hinsichtlich Konstruktion (EN 50155), Oberflächenqualität (DB TL 918340), Brandschutz (EN 45545) sowie Schock- und Vibrationsfestigkeit (EN 61373).Darüber hinaus erfüllen die lackierten Oberflächen in RAL 7035 S die Produktanforderungen der Deutschen Bahn hinsichtlich der Beschichtung von Oberflächen im Innenbereich von Bahnfahrzeugen. Die neuen Wärmetauscher sind zudem für den zukünftigen Brandschutz nach EN 45545 (Brandschutzbestimmungen für den Schienenverkehr) vorbereitet. Halogenfreie Anschlusskabel verhindern im Brandfall gesundheitsschädliche Rauchentwicklungen.

Die Rittal Luft-Luft-Wärmetauscher sind in den vier Leistungsklassen 27, 47, 66 und 98 W/K sowie in den Bemessungsbetriebsspannungen 24 V (DC) und 110 V (DC) als komplett anschlussfertige Einheiten erhältlich. Dabei stehen drei Befestigungsmöglichkeiten zur Auswahl: Anbau außen, Anbau innen und variabler Teilanbau mittels spezieller Einbaurahmen.

Voraussetzung für den Einsatz von Luft-Luft-Wärmetauschern ist eine Umgebungs-temperatur, die unter der gewünschten Schaltschrank-Innentemperatur liegt. Staub und aggressive Umgebungsluft können durch zwei voneinander getrennte Luftkreisläufe – die jeweils über getrennt steuerbare Außen- und Innenlüfter verfügen – nicht in den Schaltschrank eindringen. Grobstaubverschmutzungen des Außenkreislaufes lassen sich durch Verwendung der optionalen Metallfilter reduzieren. RITTAL Tel. +49(0)2772 505 0

Neue Bahnbroschüre: Electronic Packaging Solutions für den Schienenverkehr

(Archiv: Vogel Business Media)

Auf knapp 30 Seiten präsentiert Schroff seine Produkte und Lösungen für die Bahntechnik in einer neuen Broschüre. Jahrzehntelange Erfahrung und umfangreiche Anwendungskenntnisse im Bereich der Bahntechnik sind die Grundlage für angepasste Komplettlösungen, die den strengen Sicherheitsanforderungen der Bahn sowie den entsprechenden internationalen Zertifizierungen stand halten.

In der neuen Broschüre werden die unterschiedlichen Einsatzbereiche der Schroff-Produkte im Bahnbereich vorgestellt. Sowohl mobil auf dem Fahrzeug, vandalismussicher an der Bahnstrecke als auch in oder an Bahnhöfen, in Stellwerken und Rechenzentren, überall bietet Schroff mit seinen Wandgehäusen, Indoor- und Outdoorschränken, Kühllösungen, Baugruppenträgern und 19“-Einschüben, Embedded-Systemen, Stromversorgungen, Backplanes sowie Frontplatten und Kassetten maßgeschneiderte Komponenten und Systemlösungen.

Durch ein professionelles Qualitätsmanagement, Zertifizierungen und Normkonformität bietet Schroff die geeigneten Voraussetzungen, um die Sicherheit im Bahnverkehr zu gewährleisten. Neben aktuellen Anwendungsbeispielen werden die Produktplattformen und Systemlösungen im Detail vorgestellt.

Zeitgleich mit dem Erscheinen der neuen Broschüre geht Schroff mit seinem neuen Bahnportal im Internet online. Das Portal ist unter in deutscher englischer, französischer und russischer Sprache für die Kunden verfügbar und gibt einen guten Überblick über die Produkte und Kompetenz von Schroff in der Bahntechnik. Schroff Tel. +49(0)7082 794 0

ST Spring Terminals - Zugfederanschlussklemmen

(Archiv: Vogel Business Media)

Zugfederklemmen von Phoenix Contact sind für die universelle federnde Leiterkontaktierung entwickelt worden. Die Kontaktkraft ist bedienerunabhängig und erzeugt eine vibrationssichere, gasdichte und langzeitstabile Verbindung. Mit einem Standard-Schraubendreher wird die Klemmstelle geöffnet. Nach Einlegen des Leiters in den Klemmraum wird der Schraubendreher entfernt und der Leiter automatisch kontaktiert. Die komfortable Bedienung wird durch den Frontanschluss erreicht. Dies bedeutet, Leiter und Schraubendreher kommen parallel aus derselben Richtung. Kupferleiter aller Arten bis 35 mm² können ohne Vorbehandlung geklemmt werden. Auch der Einsatz eines Spleißschutzes in Form von Aderendhülsen ist realisierbar. Phoenix Contact-Zugfederklemmen bieten einen großen Fassungsraum, d. h. auch Leiter mit Aderendhülse können im Nennquerschnitt verdrahtet werden.

Alle Metallteile der Zugfederklemmen sind aus korrosionsfreien Materialien gefertigt. Die stromführenden Metalle bestehen aus hochwertigen Kupferlegierungen. Besonders vorteilhaft ist die geringe Erwärmung infolge der guten elektrischen Leitfähigkeit. Die Isoliergehäuse der Zugfederklemmen werden aus recycelbarem Polyamid 6.6 hergestellt. Dieser elastische und schlagzähe Kunststoff ist halogenfrei und UV-beständig. Weitere Kennzeichen sind die gute Tropen- und Termitenfestigkeit, hohe chemische Beständigkeit und die hervorragenden Alterungseigenschaften. Polyamid 6.6 kann für Gebrauchstemperaturen bis 130 °C eingesetzt werden und ist für die Brennbarkeitsklasse V0 nach UL 94 zertifiziert. Phoenix Contact Tel. +49(0)5235 3 00

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