Werkstoffverbund Neues Verfahren ermöglicht komplex geformte Hybridstrukturen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Das Pul-Press-Verfahren von Evonik soll Verbundbauteile ermöglichen, die aus einem Schaumstoffkern bestehen, welcher komplett von einem Compositegewebe umgeben ist.

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Ein im PulPress-Verfahren hergestelltes Verbundbauteil. Das Verfahren kombiniert das Pressen und das Strangziehen.
Ein im PulPress-Verfahren hergestelltes Verbundbauteil. Das Verfahren kombiniert das Pressen und das Strangziehen.
(Bild: Evonik)

Das neue Verfahren kombiniert bewährte Fertigungstechniken: das Pressen und das Strangziehen. Im Zusammenspiel gelingt die automatisierte, kontinuierliche Herstellung von Verbundbauteilen. Dabei wird ein Kern aus dem Hochleistungsstrukturschaum Rohacell von Fasern umflochten, die anschließend mit Harz imprägniert werden. Das Gesamtsystem wird dann unter hoher Temperatur und Druck in die gewünschte Form gepresst. Dabei können auch komplexe Geometrien umgesetzt oder Einsätze für Gewinde und Armaturen integriert werden. Das neue Herstellungsverfahren überzeugt laut Evonik durch seine Designfreiheit, die Kosteneffizienz und das Crash-Verhalten der damit hergestellten Verbundbauteile. So sollen die Bauteile um 75 % leichter als herkömmliche Stahlstrukturen werden und im Vergleich zu Verbundbauteilen, die mit etablierten Verfahren wie der Harzinjektion hergestellt werden, Kosteneinsparungen von bis zu 60 % bieten. (qui)

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