Fluorkautschuk Neuer Fluorkautschuk widersteht aggressiven organischen Säuren

Redakteur: Lea Ziegler

Viton VTR-9307 ist ein neuer, bisphenolisch vernetzbarer Fluorkautschuk-Precompound von Chemours für die Herstellung von Fluorelastomer(FKM)-Teilen, die langzeitig heißen, sauren Gase und Kondensaten widerstehen.

Firmen zum Thema

Im Vergleich zweier mineralgefüllter Elastomere zeigt der auf dem neuen Viton VTR-9307 Fluorkautschuk-Precompound basierende Typ nach 168 h Lagerung in 100 °C heißer 1N-Essigsäure einen deutlich besseren Eigenschaftserhalt als ein herkömmliches, bisphenolisch unter Verwendung von Metalloxid-Aktivatoren vernetztes Vulkanisat.
Im Vergleich zweier mineralgefüllter Elastomere zeigt der auf dem neuen Viton VTR-9307 Fluorkautschuk-Precompound basierende Typ nach 168 h Lagerung in 100 °C heißer 1N-Essigsäure einen deutlich besseren Eigenschaftserhalt als ein herkömmliches, bisphenolisch unter Verwendung von Metalloxid-Aktivatoren vernetztes Vulkanisat.
(Bild: Chemours)

Das neue Produkt verbindet hohe Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit mit zusätzlicher Säurebeständigkeit für Anwendungen wie AGR-Sensoren und die Rückleitung von Kurbelgehäusegasen (Positive Crankcase Ventilation, PCV), Diesel- Partikelfilter, Dichtungen für Ladeluftkühler, Saugrohre, AGR-Kühler oder Schnellverschlüsse sowie O-Ringe und Manschetten für Elemente der Luftführung. Bisher waren hierfür peroxidisch vernetzen FKM erforderlich.

Die Vorteile von Viton VTR-9307 basieren auf einer neuen, von Chemours entwickelten Technologie. Das Produkt erfordert nicht den Einsatz herkömmlicher Metalloxid-Aktivatoren. Daher kommt es auch nicht zu dem extremen Quellen, das diese Substanzen unter Einwirkung von organischen Säuren verursachen.

Auf Basis von Viton VTR-9307 hergestellte Elastomere quellen unter solchen Bedingungen in nur sehr geringem Maße (z. B. <5 % in 1N-Essigsäure). Ihre mechanischen Eigenschaften, wie Reißfestigkeit und -dehnung, Härte und Druckverformungsrest, die auf ähnlich hohem Niveau liegen wie die der peroxidisch vernetzten FKM, bleiben auch nach langzeitiger Einwirkung organischer Säuren weitgehend unbeeinflusst.

Metalloxid-Aktivatoren verbessern die Vernetzung der Vulkanisate

Grundsätzlich erfordern Viton VTR-9307 Fluorkautschuk-Precompounds keine klassischen Metalloxid-Aktivatoren. In geringen Mengen (~ 0,5 bis 1,5 phr) zugegeben, verbessern diese aber die Vernetzung und Eigenschaften wie den Druckverformungsrest und die Hitzebeständigkeit der Vulkanisate. Die Säurebeständigkeit und die Reißdehnung der Vulkanisate bleiben dabei weitgehend unbeeinflusst.

Dazu Jean-Marc Imbert, Global Product Manager, Fluoroelastomers bei Chemours: „Dieser neue Viton Fluorkautschuk-Precompound bietet eine kosteneffiziente Lösung gegenüber peroxidisch vernetzten FKM, die heute in vielen anspruchsvollen Anwendungen, insbesondere in der Automobilindustrie, im Einsatz sind.“

Chemours ist ein Tochterunternehmen von DuPont, das zum 1. Juli 2015 als Spin-off in ein neues, eigenständiges Unternehmen umgewandelt wurde. (lz)

(ID:43493818)