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Innotrans 2018 Neue Spezialschmierstoffe für die Bahnindustrie

| Redakteur: Lilli Bähr

Auf der diesjährigen Innotrans präsentiert Klüber Lubrication seine speziell für die Bahnindustrie entwickelten Schmierstoffe.

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Auf der Innotrans 2018 stehen die Experten von Klüber Lubrication in Halle 21, Stand 415 für alle Fragen zum Thema Tribologie für Zug und Schiene zur Verfügung.
Auf der Innotrans 2018 stehen die Experten von Klüber Lubrication in Halle 21, Stand 415 für alle Fragen zum Thema Tribologie für Zug und Schiene zur Verfügung.
(Bild: Klüber)

Life-Cycle-Kosten spielen eine wesentliche Rolle in der Bahnindustrie. Insbesondere die Betriebskosten der Komponenten und Anlagen müssen kontinuierlich von den Bahnbetreibern optimiert werden. Klüber Lubrication will mit einer Vielzahl an speziell für die Bahnindustrie entwickelten Schmierstoffen dazu beitragen, Ölwechsel- und Nachschmierintervalle sowie die Lebensdauer von Komponenten zu verlängern und somit die Betriebskosten zu senken. Seine neuesten Entwicklungen präsentiert Klüber Lubrication auf der Innotrans.

Schmierung von Dichtungen an Zugtüren

Zu den Herausforderungen gehören beispielsweise Störungen an den Türen, eine der Hauptursachen von Zugverspätungen. Das neue Barrierta-L-25-DL-Dispers wurde speziell für die Schmierung von Dichtungen an Zugtüren entwickelt. Es basiert auf dem bewährten Dichtungsschmierstoff Barrierta-L-25-DL. Der neue Schmierstoff soll aber besser zu applizieren sein und auf der Dichtungsoberfläche eine um bis zu 50 % geringere Schichtdicke erreicht werden können. Dies ermöglicht Einsparungen sowohl an Arbeitszeit als auch an Materialkosten.

Die Spezialschmierstoffe von Klüber Lubrication sollen die Nachschmierintervalle deutlich verlängern.
Die Spezialschmierstoffe von Klüber Lubrication sollen die Nachschmierintervalle deutlich verlängern.
(Bild: Klüber)

Fließfett reduziert den Verschleiß zwischen Rad und Schiene

Bei Spurkranzschmierstoffen sind Haftfähigkeit, Wasserbeständigkeit und gute Sprühbarkeit wichtige Kriterien für die Leistungsfähigkeit des Schmierstoffs. Sie sind die Voraussetzung, damit der Schmierstoff bei hohen Geschwindigkeiten nicht vom Rad abgeschleudert oder bei Regen abgewaschen wird und auch bei hohen Umgebungstemperaturen seine volle Performance zeigt. Das neue Klüberrail-ALE-92-2000 wurde speziell für Regionen mit hohen Temperaturen und für starke Vibrationen optimiert. Das umweltverträgliche synthetische Fließfett reduziert wirkungsvoll den Verschleiß zwischen Rad und Schiene sowie das Kurvenkreischen.

Ölwechselintervalle halbieren – Reibwerte optimieren

Bei den Getriebeölen steht das speziell für Bahngetriebe entwickelte Getriebeöl Klübersynth-LEG-4-75-W-90 im Fokus. Mit ihm kann der Reibwert im Getriebe laut Unternehmen um bis zu 30 % reduziert werden. Zusätzlich spielt das Tieftemperatur-Bahngetriebeöl bei Temperaturen von bis zu – 60°C seine Stärken aus, zeigt aber auch bei einer Ölsumpftemperatur von 100°C seine volle Leistungsfähigkeit.

Zu den innovativen Lösungen, die das Unternehmen für die Bahnindustrie anbietet, gehört außerdem das vollsynthetische Klübersynth-GE-4-75-W-90. In Schienenfahrzeug-Getrieben sorgt es für einen hohen Schutz der Getriebekomponenten. Das Besondere an diesem Getriebeöl ist jedoch die chemische Zusammensetzung, die ein hohes Maß an Oxidations- und Scherstabilität bieten soll. Das führt laut Hersteller dazu, dass zeitintensive Ölwechselintervalle verlängert werden können und Züge damit länger für den Betrieb zur Verfügung stehen.

Eine Million Kilometer ohne Nachschmierung

Einen Meilenstein in der Schmierstoffentwicklung stellt Klübersynth-BHP-72-102 dar, ein hocheffizientes Fett für Fahrmotorenlager. In einem Gemeinschaftsprojekt mit den Verkehrsbetrieben Karlsruhe konnte laut Unternehmen nachgewiesen werden, dass damit Nachschmierintervalle von einer Million Kilometer und mehr möglich sind. Mit dem Erreichen dieser Marke konnte die Fahrzeugverfügbarkeit um 300 % erhöht werden, während die Kosten für Wartung und Instandhaltung reduziert werden konnten.

Innotrans 2018: Halle 21, Stand 415

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