EMO 2015 Neue Rezeptur für Mineralgussbetten reduziert Verformungen um 50 %

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Durcrete hat mit Hilfe spezialbehandelter Gesteinskörnungen eine neue Rezeptur für Mineralgussbetten entwickelt. Der Nanodur-Beton E80 weist einen E-Modul von über 80.000 N/mm² auf und ist damit um 50 % verformungsstabiler und steifer als die bisher bekannten klassischen Mineralgussrezepturen auf Epoxidharz- oder Zementbasis.

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Nanodur-Beton E80 - eine neue Klasse bei den Mineralgusswerkstoffen. Hier ein Schnittbild.
Nanodur-Beton E80 - eine neue Klasse bei den Mineralgusswerkstoffen. Hier ein Schnittbild.
(Bild: Ducrete)

Die Neuentwicklung von Ducrete ermöglicht es, dass Maschinenverformungen deutlich reduziert werden und die Maschinen noch genauer arbeiten. Da Durcrete als Bindemittel das Spezialbindemittel Nanodur von Dyckerhoff verwendet, ist dieser hohe Verformungswiderstand auch bei Temperaturen von über 100°C vorhanden.

Extrem verformungsstabil

Das Geheimnis dieser Innovation ist der Austausch von Naturgestein durch die industriell vergütete Gesteinskörnung Durigid, die durch einen Sinterprozess verfestigt wird. Resultat: Erhöhung von E-Modul des Werkstoffes und Abriebfestigkeit des Festbetons. Die leichte Gießbarkeit, die lösemittelfreie Produktion sowie die selbstverdichtenden Eigenschaften der Mischung bleiben erhalten. Durcrete vertreibt den neuen Werkstoff unter dem Produktnamen Nanodur-Beton E80. Der kalt erhärtende Guss ist extrem verformungsstabil und bildet eine neue Klasse bei den Mineralgusswerkstoffen. Trotz der veredelten Ausgangsstoffe liegen die Materialkosten der zementbasierten Gussmischung unter den Materialkosten von Epoxidharz gebundenem Mineralguss.

Basis für Genauigkeit

Anwender für den innovativen Werkstoff sind Maschinenbauer, bei denen Formstabilität und Schwingungsdämpfung unabdingbar für die erforderliche Genauigkeit ist. Zum Produktprogramm von Durcrete gehören Fräs- und Schleifmaschinengestelle genauso wie Messportale oder Manipulationseinheiten für Roboter. Die neue Technologie kann auch für Maschinenfundamente eingesetzt werden. Die Abmessungen der massigen Bauteile können auf diese Weise verkleinert und somit Kosten bis hin zu Aushubarbeiten verringert werden. (mz)

EMO 2015: Halle 1, Stand A05

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