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Universalgreifer Neue Greifer-Generation pneumatischer und elektrischer Universalgreifer

Redakteur: Jan Vollmuth

Schunk hat die neue „Generation Permanent“ vorgestellt: Sie umfasst neben dem pneumatisch angetriebenen Universalgreifer PGN-plus-P den elektrischen PGN-plus-E, der die Funktionen des pneumatischen Greifers auf den Bereich der mechatronischen Handhabung überträgt.

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(Bild: Schunk)

Drei technische Neuerungen zeichnen den Newcomer PGN-plus-P aus. Erstens, eine verbesserte Vielzahnführung. Indem das Stützmaß zwischen den sechs lasttragenden Schultern der patentierten Vielzahnführung vergrößert wurde, können höhere Momente aufgenommen und damit längere Finger eingesetzt werden. Um eine perfekte Passgenauigkeit zu gewährleisten, wird auch bei der neuen Greifergeneration jede einzelne Grundbacke aufwändig manuell geschliffen und individuell an das jeweilige Gehäuse angepasst.

Annähernd wartungsfrei

Zweitens, eine Dauerschmierung über durchgängige Schmierstofftaschen in der Führung. Gerade bei kurzen Hüben bewirkt das Prinzip der Minimalmengenschmierung eine besonders schnelle und gleichmäßige Schmierstoffverteilung, so dass der Greifer annähernd wartungsfrei ist und sich die Lebensdauer weiter verlängert.

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Drittens verfügt der Schunk PGN-plus-P über eine vergrößerte Fläche des Antriebskolbens, wodurch die Greifkraft steigt und höhere Werkstückgewichte gehandhabt werden können. Im ersten Schritt gibt es den neuen Greifer-Benchmark in den Baugrößen 50 bis 125. Eine Erweiterung auf alle bestehenden PGN-plus Größen ist geplant.

Erster digital angesteuerter Mechatronikgreifer

Mit dem Schunk PGN-plus-E wiederum, dem weltweit ersten digital angesteuerten Mechatronikgreifer mit patentierter Vielzahnführung, überträgt Schunk das Leistungspaket seines neuen pneumatischen Greifers Schunk PGN-plus-P unmittelbar auf den Bereich der elektrischen Handhabung. Wie sein Vorbild verfügt auch der Schunk PGN-plus-E über eine modifizierte Vielzahnführung zur Aufnahme hoher Momente, über durchgängige Schmierstofftaschen in der Führungskontur sowie über die bewährte Schrägzugkinematik mit einer hohen Flächenabdeckung in allen Hublagen. Angetrieben wird der mechatronische Universalgreifer von einem bürstenlosen DC-Servomotor. Damit sind eine dauerhaft hohe Prozessstabilität und eine lange Lebensdauer bei minimalem Wartungsaufwand gewährleistet.

Unkomplizierter Wechsel auf elektrische Komponenten

Den Wechsel von pneumatischen auf elektrische Komponenten macht der mechatronische Universalgreifer besonders leicht: Zum einen verfügt er über das identische Anschraubbild wie sein pneumatisches Pendant, zum anderen wird der 24-V-Greifer einfach über digitale I/O angesteuert. Über einen weiteren M8-Standardanschluss können außerdem bis zu zwei Greifpositionen abgefragt werden. Die erforderliche Regelungs- und Leistungselektronik ist bereits vollständig in das kompakte Modul integriert, so dass kein Platz im Schaltschrank beansprucht wird – ein deutlicher Unterschied zu den meisten Mechatronikmodulen am Markt, deren Steuerungen viel Raum und zum Teil sogar zusätzliche Schaltschränke erfordern. Für die Inbetriebnahme sind weder fundiertes mechatronisches Know-how noch eine zusätzliche Programmierung nötig. Damit ist der Universalgreifer ein Meilenstein auf dem Weg zu effizienten, einfach nutzbaren elektrische Handhabungslösungen. Die Greifkraft des Schunk PGN-plus-E lässt sich in vier Stufen einstellen. Den Greifer gibt es ab Frühjahr 2016 zunächst in der Baugröße 80. Weitere Baugrößen sind geplant. (jv)

Motek 2015: Halle 5, Stand 5201

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