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Neue Diesel-Common-Rail-Systemfamilie

| Redakteur: Ute Drescher

Die neue Familie von Diesel-Common-Rail-Systemen von Delphi umfasst Magnetventil-Injektoren, Hochdruckpumpen, Steuergeräten (ECUs) und Rails. Der Autozulieferer hat diese Einspritztechnik speziell für den Einsatz von Dieselmotoren in Pkw und leichten bis mittleren Nutzfahrzeugen entwickelt.

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Die neue Injektorenfamilie besteht aus Magnetventil-Injektoren mit steigendem Leistungsniveau für verschiedene Fahrzeugsegmente und Regionen. Injektionsdruck bis 2.500 bar.
Die neue Injektorenfamilie besteht aus Magnetventil-Injektoren mit steigendem Leistungsniveau für verschiedene Fahrzeugsegmente und Regionen. Injektionsdruck bis 2.500 bar.
(Bild: Delphi)

Die neue Technik von Delphi wird im Laufe des Jahres erstmals in einem im Motor eines großen europäischen Autoherstellers zum Einsatz kommen. Das Einspritzsystem ist modular aufgebaut. Einzelne Komponenten lassen sich so mit geringem konstruktiven Aufwand oder Änderungen am Motor in bestehende Motorenfamilien zu integrieren.

Die neue Diesel-Common-Rail-Familie aus verschiedenen Komponenten zur Treibstoffeinspritzung erlaubt verbesserte Leistung durch einen auf bis zu 2.500 bar erhöhten Einspritzdruck und eine verbesserte Mehrfacheinspritzung dank Injektoren, die bis zu neun Injektionen pro Zyklus leisten können.

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Bessere Streuung der Injektion

Diese Innovationen führen zu einer besseren Streuung der Injektion und einer besseren Verbrennung. Das wiederum verringert den Treibstoffverbrauch sowie den Ausstoß von CO2 und anderer Emissionen. Ein klarer Fortschritt für den Umweltschutz. Zusätzlich eröffnet es Möglichkeiten das Geräusch der Verbrennung zu verringern bzw. das Motorengeräusch angenehmer zu gestalten.

Der Einspritzdruck ist einer der Schlüssel zur Verringerung der Schadstoffemission schon bei seiner Entstehung und natürlich für die Motorleistung. Doch hoher Druck kann auch kontraproduktiv wirken. Arbeiten Injektoren mit hohen Drücken führt das zur Spaltbildung zwischen Düsennadel und Düsenkörper. Diesen Nachteil galt es zu beheben. Als einer der wichtigsten Entwicklungsschritte bei der Weiterentwicklungen der Einspritzdüsen, gilt die Minimierung (nahezu fast auf Null) der sogenannten Leckölmenge im Injektor. Delphi Ingenieure platzieren intelligent ein Schieberventil-Adapter oder Hülse und verhindern so, dass sich bei hohem Einspritzdruck ein Spalt bilden kann. Zusammen mit anderen konstruktiven Lösungen lässt sich nun der Druck erhöhen ohne Anstieg der CO2-Emission. (jv)

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