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Gewebe Metallgewebe mit industriell verwebbaren Werkstoffen kombinieren

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Individuell entwickelte, intelligente Produkte aus Metall- und Hybridgeweben sollen weit über das Leistungsspektrum von normalem Gewebe hinausgehen. GKD zeigt einen Überblick.

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Mit Metallgewebe können viele Werkstoffe verwoben werden – hier eine Anwendung des Architektursystems Mediamesh, bei dem LED-Leisten eingewoben werden.
Mit Metallgewebe können viele Werkstoffe verwoben werden – hier eine Anwendung des Architektursystems Mediamesh, bei dem LED-Leisten eingewoben werden.
(Bild: GKD/Immotion)

Auf der Techtextil – Fachmesse für technische Textilien – zeigt GKD, Hersteller von Hochleistungsgewebe für Industrieanwendungen, die technologischen Möglichkeiten von Gewebekonstruktionen aus und mit Metall. In den Mittelpunkt stellt das Unternehmen dort die ganzheitliche Beratungs-, Entwicklungs- und Fertigungskompetenz. Neue Anwendungsbereiche und steigende Anforderungen an Produkte oder Prozesse erfordern leistungsstarke Alternativen zu bestehenden Lösungen. Mit einer großen Bandbreite an verwebbaren Materialien und Materialkombinationen und eigenentwickelten Highend-Webmaschinen will GKD für diese Aufgabenstellungen Lösungsansätze bieten.

Metallgewebe intelligente Faktoren verleihen

Basis ist in der Regel ein Grundgerüst aus Metall, das GKD anwendungsspezifisch mit jedem industriell verwebbaren Werkstoff kombiniert – mit Metall, Speziallegierungen oder Nichtmetallen wie Polymer, Keramik oder Glas, als Seil, Draht oder Faser.

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Durch Werkstoffkombination, Wahl der Bindungsart und Webtechnik verleiht GKD dem Grundgerüst intelligente Faktoren. Maßgeblichen Anteil hat daran die metallische Komponente, die im Vergleich zu Kunststoff eine Vielzahl an gesuchten Eigenschaften erschließt: Beispielsweise können so Abrasionsfestigkeit, elektrische oder Wärmeleitfähigkeit, Abschirmung elektrischer Felder, Zugfestigkeit, (Hoch-)Temperaturbeständigkeit, Sicherheitsreserven durch verbesserte mechanische Festigkeit oder Drapierbarkeit kombiniert und eingestellt werden. Zugleich ist Edelstahlgewebe UV-stabil und erfüllt Nachhaltigkeitsanforderungen wie Recycelbarkeit, Haltbarkeit, Reinigungsbeständigkeit und Feuerfestigkeit.

Zehn verschiedene Werkstoffkomponenten verweben

GKD verwebt jedes Material einzeln oder in Kombination sowie in allen Richtungen – also in der Kette ebenso wie im Schuss. Bis zu zehn Werkstoffkomponenten sollen so kombiniert werden können – Mono- und Multifile ebenso wie Fasern. Dafür verfügen die Webmaschinen über bis zu drei Kettsysteme. Im Schuss verarbeitet GKD mit gesteuertem Eintrag Monofile aus Kunststoff oder Metall in Drahtdurchmessern von 13 µm bis 5 mm.

Mit dieser Webtechnik können partiell und selektiv dicke, dünne oder auch unterschiedliche Materialien eingewebt werden. So webt das Unternehmen beispielsweise Elektroden in definierten Abständen, Heizdrähte für sektionale Erhitzung oder LED-Leisten ein, wie etwa bei dem Architektursystem Mediamesh. Dabei wählt GKD die anwendungsspezifisch optimale Bindungsart: einlagig, mehrlagig, dreidimensional oder multifunktionale Verbundsysteme, die Elektronik, Sensorik und weitere Eigenschaften in sich vereinen. Voraussetzung für die Umsetzung dieser Lösungen ist die im eigenen Haus weiterentwickelte Maschinentechnologie, die es erlaubt, auch Materialien mit unterschiedlichen Werkstoffparametern wie Dehnung, Zugfestigkeit oderDehngrenze zu verarbeiten.

Viele Möglichkeiten von aus Metall gewebten Konstruktionen

Mit Hilfe unterschiedlicher Webarten, Materialkombinationen und Maschinentechnologie will das Unternehmen Entwicklern, Produktdesignern oder Forschern viele Möglichkeiten für neuartige Verfahren oder Produkte erschließen. Ob es dabei um Diagnostik, Überwachung von Aggregatzuständen, Verschieben von Leistungsgrenzen oder Substitution endlicher Werkstoffe oder gängiger Beschichtungen geht: Anhand einer Vielzahl an praxisbewährten Lösungen kann das Unternehmen im Rahmen der Messe Techtextil die Möglichkeiten von aus Metall gewebten Konstruktionen darstellen. Stichworte sind hier beispielsweise induktives Laden von Batterien, Formgedächtnislegierungen im Leichtbau sowie die Integration von abschirmenden Komponenten in Verbundwerkstoffen.

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