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Signalisieren Meldesystem sorgt für eindeutige und effiziente Prozesse

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Um ungeplanten Stillstandzeiten entgegen zu steuern sowie latente Kapazitätsreserven aufzuspüren, setzt TRW Automotive aus Blumberg auf ein Maschinendaten-Erfassungssystem von Werma. Der schwäbische Signalgerätehersteller hat bereits vor einigen Jahren das TRW-Werk mit dem „Wireless Information Network“ (kurz: WIN) ausgestattet und weitet die Zusammenarbeit stetig aus.

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TRW Automotive setzt in der Produktion auf Signalgeräte von Werma.
TRW Automotive setzt in der Produktion auf Signalgeräte von Werma.
(Bild: Werma)

„Als ich hier angefangen habe“, erklärt Fertigungsentwickler Bernd Müller „fehlte es oft an Transparenz in der Produktion, denn das TRW-Werk in Blumberg wurde immerzu erweitert“. Unterschiedliche Gebäude kamen im Laufe der Jahre hinzu und es wurde immer schwieriger den Überblick über zahlreiche Maschinenzustände zu behalten. Ein Problem stellte dabei auch der große Umfang an verschiedenen Maschinensteuerungen, bedingt durch die Baujahre, dar.

Anfang 2010 wurde Bernd Müller dann auf Werma aufmerksam. Der Signalgerätehersteller aus Rietheim-Weilheim hat sich auf ein einfaches Maschinendaten-Erfassungssystem spezialisiert. Das „Wireless Information Network“ hat Bernd Müller sofort überzeugt und er führte es zeitnah ein.

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Einstieg: Überwachung von Schwerpunktmaschinen

Heute, nach 23 Jahren Betriebszugehörigkeit, ist Bernd Müller eine feste Größe im Bereich der Fertigung. Er kennt sich mit Maschinenüberwachung bestens aus und weiß auch, dass es viele extrem kostspielige und komplizierte Systeme auf dem Markt gibt. Hinzu kam die Herausforderung, eine kabellose Überwachung zu finden, weil es in den älteren Gebäuden oft nur mit großem Aufwand möglich ist, nachträglich Kabelleitungen zu verlegen. Mit dieser Anforderung hatte es Werma Signaltechnik in die Zielgerade bei TRW geschafft.

Angefangen hat der Automobilriese mit der Überwachung von zehn Schwerpunktmaschinen mit zehn Sendern zur Zustandsüberwachung. Mit WIN konnte der Kunde sich innerhalb weniger Minuten einen genauen Überblick über deren Zustände verschaffen. Das funkbasierte System war ohne Vorkenntnisse schnell per „Plug & Play“ installiert und konnte sofort in Betrieb genommen werden.

In kürzester Zeit kristallisierte sich heraus, dass WIN alle Anforderungen an Flexibilität, Modularität und Erweiterbarkeit von TRW erfüllte. Per Funk wurden Signale an einen zentralen PC übermittelt - eine komplexe Schnittstelle zu den Maschinen selber war nicht notwendig, da als Basis die vorhandene Signalsäule diente.

Installation ohne Programmierkenntnisse

„Besonders positiv aufgefallen ist mir die mitgelieferte WIN-Software, die sicher durch die einzelnen Schritte zum eigenen Wireless-Netzwerk führt“, erzählt Elmar Giner. Der Datenbank-Experte ist bei der Firma TRW in der IT-Abteilung beschäftigt und von dem Routingmodul der Software begeistert. Dieser zeigt mithilfe einer Baumstruktur die Qualität und den Aufbau der Funkverbindungen zwischen den einzelnen Komponenten an. Diese Ansicht visualisiert dem Nutzer auch, wo er Funkverbindungen verstärken sollte, damit das WIN-Netzwerk sicher funktioniert und Daten problemlos übertragen kann.

Als IT-Spezialist legt Giner großen Wert auf Transparenz in der Fertigung. Die WIN-Software ermöglicht es, auf einen Blick alles am PC zu überwachen. Kinderleicht kann man Fehler suchen, Produktivitäten analysieren und somit die Effizienz steigern. Eine einfache, übersichtlich gestaltete Menüführung in der Software erleichtert die intuitive Bedienung und Maschinenüberwachung.

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