Energiekette

Mehr Mobilität bei Maschinenumbauten mit Energieführungsketten aus Stahl

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Energieketten als die Lösung

Als einzig mögliche Lösung kristallisierte sich der Einsatz einer Energieführungskette heraus. Nach ersten, groben Vorplanungen, welche die ungefähre Anzahl und Querschnitte der zu bewegenden Leitungen ergaben, wurde dem Siegener Hersteller Kabelschlepp die Projektierung und Lieferung übertragen.

Von Kabelschlepp wurde vor mehr als 50 Jahren die Energieführungskette aus Stahl entwickelt und im Laufe der Jahre immer weiter perfektioniert. Parallel dazu entstanden neue Produktlinien wie besonders leichte, stabile und geräuscharme Energieführungssysteme aus Kunststoff, dreidimensional bewegliche Systeme für Knickarm-Roboter sowie eine Reihe von Produkten zum Schutz von Kabeln und Leitungen vor Verschmutzung, Beschädigung und anderen Umwelteinflüssen.

Aufgrund der Vorplanungsergebnisse war vorgesehen, alle benötigten Energieträger (Strom-, Steuer-, Wasser- und Druckluftleitungen) in einer Energiekette unterzubringen. Im Zuge der Feinplanung stieg dann aber der tatsächliche Energiebedarf so stark an, dass man sich entschloss, eine zweite Energieführungskette vorzusehen und die Kettenbreite – abweichend von der ursprünglichen Planung – drastisch zu vergrößern.

Gleichzeitig mussten die Medienleitungen für Druckluft und Wasser aus der Kettenplanung herausgenommen werden, da durch den begrenzten Bauraum rund um die Anlage die Energieführungsketten nicht beliebig vergrößert werden konnten.

„Bei allen sich ändernden Anforderungen wurden wir von den Kabelschlepp-Spezialisten wirklich hervorragend unterstützt,“ lobt Menno Gerhard die Zusammenarbeit.

Am Ende der Planungsphase standen dann zwei Stahlkettentypen fest: eine größere vom Typ S3200 mit einer Breite von 1.200 und einer Höhe von 300 Millimetern (mm) und eine „kleinere“ von Typ S2500 von 1.100 mm Breite bei 220 mm Höhe. Die größere Kette mit rund 15 Metern Länge ist mit einer Zusatzlast von 140 kg/m bestückt, insgesamt werden hier 38 Leitungen von zirka 5 bis 50 mm Durchmesser geführt. Das Gesamtgewicht dieser Kette beträgt ca. 3.900 kg.

Schutz vor Brandschäden

In der kleineren, unteren Kette liegen 45 Kabel mit Durchmessern von bis zu 70 Millimetern sowie eine Gasleitung mit 100 mm Durchmesser. Diese untere Kette ist durch eine biegeflexible Edelstahlband-Abdeckung (im Bild ohne Abdeckung gezeigt) geschützt, da sonst bei absichtlich hervorgerufenen Abrissen Papierabschnitte in die Kette fallen, sich zwischen den Kabeln festsetzen und durch die hohen Umgebungstemperaturen in Brand geraten könnten. Um dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, griff man auf eine mit robusten Alu-Deckeln geschlossene Variante zurück. Die untere Kette ist vorgespannt und freitragend. Die größere Kette vom Typ S3200 ist mit drei Stützrollen ausgerüstet. (Jetzt wird es noch interessanter. Lesen sie weiter auf der nächsten Seite)

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