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Neben der neuen Produkten wurde der Antriebsspezialist auch geprägt von stetiger Expansion und anhaltendem Umsatz- und Mitarbeiterwachstum. Die Erschließung des europäischen Raumes begann 1980 mit der ersten Tochtergesellschaft in München. 1981 übernahm das Obwaldner Unternehmen den US-Vertriebspartner von Interelectric Sachseln in San Francisco, womit der wachsenden Bedeutung des amerikanischen Marktes Rechnung getragen wurde. Die zweite Hälfte der Achtziger war schließlich geprägt von einer starken internationalen Expansion: Nicht nur in Europa, sondern vor allem auch im Fernen Osten kamen neue Vertriebspartner dazu.
Auch die Größe der Produktionsfläche wurde stark erhöht. Zu diesem Zweck eröffnete das Unternehmen 1989 eine Fabrik in Sexau in Deutschland und bezog 2004 ein Produktionsgebäude in Veszprém in Ungarn. Damit steht maxon motor heute eine Produktionsfläche von 16 000 m² in drei Ländern und ein Netz aus Vertriebsgesellschaften und Vertragshändlern in mehr als 30 Ländern zur Verfügung; rund 80 Prozent der gesamten Produktion wird in 55 Länder exportiert.
Unternehmensführung sorgt für Kontinuität und Stabilität
Mit Umsatz und Mitarbeiterzahlen verhielt es sich ähnlich: Rückläufigen Zahlen waren rar. Heute zählt das Vorzeigeunternehmen alleine in Sachseln über 1000 Mitarbeiter, weltweit fast 1900. Das letzte Geschäftsjahr wird voraussichtlich mit einem Umsatz von über CHF 300 Millionen als eines der besten in die Firmengeschichte eingehen.
"Die Innovationskraft und Nachhaltigkeit hat maxon motor vor allem zwei Persönlichkeiten zu verdanken, die Kontinuität und Stabilität nach Sachseln gebracht haben.", sagt Dr. Karl-Walter Braun, Hauptaktionär des Unternehmens: "Bodo Fütterer und Jürgen Mayer." Fütterer, ein ausgezeichneter Ingenieur aus Deutschland, war bereits Mitte der Fünfziger Jahre von Max Braun, Gründer des Elektrogeräte-Herstellers Braun GmbH, für die Rasierapparat-Entwicklung eingestellt worden und leitete diesen Bereich, bis er 1961 in die Schweiz kam.
Seit 2011 ist Eugen Elmiger Vorsitzender der Geschäftsleitung
1967 trat Jürgen Mayer, ebenfalls diplomierter Maschinenbau-Ingenieur, ins Konstrukteuren-Team von maxon ein. Über verschiedene Stationen übernahm er 1993 den Vorsitz der Geschäftsleitung respektive 2004 zusätzlich die Funktion als Delegierter des Verwaltungsrats, nachdem sich Bodo Fütterer aus der operativen Leitung und später aus dem Verwaltungsrat zurückzog.
Seit 2007 setzt sich die Geschäftsleitung aus Eugen Elmiger, Armin Lederer, Dr. Ulrich Claessen und Hauptaktionär Dr. Karl-Walter Braun zusammen, der in der Geschäftsleitung die Controlling-Funktion ausübt. Am 1. Januar 2011 ist Eugen Elmiger zum Vorsitzenden der Geschäftsleitung ernannt worden.
Mit Kindergarten und Mitarbeiterzeitschrift schon in den 1970er Jahren fortschrittlich
Neben Innovation, Zuverlässigkeit und Qualität ist auch der Fortschritt eines der Markenzeichen von maxon motor. So hat das Unternehmen aus Sachseln bereits 1972 eine eigene Kinderkrippe eröffnet, als dies von Politik und vielen Unternehmen noch als verwerflich abgetan wurde. Hinzu kam 1977 die Mitarbeiterpublikation "maxon post" und 1986 der Bau eines eigenen Sportplatzes. Seit 1998 führt maxon motor in Sachseln das Fabrikgespräch durch; eine Dialogplattform für Mitarbeitende und die regionale Bevölkerung. 2003 wurde maxon im Ranking einer Wirtschaftszeitung als eine der 25 beliebtesten Firmen geführt. Auch in Punkto Frauenquote zeigte sich der Antriebsspezialist fortschrittlich: Mit Dorothea Zünd wurde 2004 die erste Frau in den Verwaltungsrat gewählt.
Umweltschutz ist nicht erst seit dem breiten Aufkommen von Begriffen wie "Green-" oder "Blue-Technology" ein Thema in Sachseln. maxon motor pflegt seit jeher einen schonenden Umgang mit Ressourcen und der Umwelt. Die ISO-Umweltnorm ist in allen Unternehmensprozessen fest verankert und seit 2005 hält die Zentralbahn direkt vor dem Firmengelände. Darüber hinaus stellt maxon motor nicht nur effiziente Antriebssysteme her, sondern setzt, wo immer möglich, erneuerbare Energien ein. Beispielsweise sind Photovoltaik-Anlagen an den Produktionsstandorten in der Schweiz sowie in Deutschland in Betrieb. (mi)
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