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Schraubverbindung Maxi-Cosi-Montage lückenlos überwacht

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Die elektronisch gesteuerten Tensor-Werkzeuge von Atlas Copco Tools bringen Dorel Netherlands bei der Maxi-Cosi-Montage gleich dreifachen Nutzen.

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Gesteuerte Tensor-SL-Werkzeuge von Atlas Copco Tools stellen sicher, dass Ober- und Unterschale korrekt verschraubt werden. (Bild: Atlas Copco)
Gesteuerte Tensor-SL-Werkzeuge von Atlas Copco Tools stellen sicher, dass Ober- und Unterschale korrekt verschraubt werden. (Bild: Atlas Copco)

Die sicherheitskritischen Kunststoffverschraubungen ihrer Maxi-Cosi-Kindersitze montiert Dorel Netherlands mit elektronisch gesteuerten Tensor-Werkzeugen von Atlas Copco Tools. Die Schraubwerkzeuge sind Montage- und Prüfgerät in einem und bringen dem Kindersitzspezialist dreifachen Nutzen: Er kann die Anzahl der Verschraubungen reduzieren, verbessert die Fertigungsqualität und maximiert die Prozesssicherheit.

"Wir montieren rund 1,7 Millionen Kindersitze im Jahr, und zwar elf verschiedene Produkte in 20 Produktionslinien", sagt Rogier Grünewald, Qualitätsmanager bei Dorel Netherlands. Der Hersteller der Maxi-Cosi-Sitze arbeitet mit der Atlant-Gruppe als Fertigungspartner zusammen. Das Sozialunternehmen, das man in Deutschland unter der Kategorie "Behindertenwerkstatt" einordnen würde (in den Niederlanden spricht man vom "Sociale Werkplaats"), stellt eigenes Personal und Produktionsleitung; die Verantwortung für die Qualität obliegt Dorel.

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Drehzahl stufenlos an jeweilige Kunststoffqualität angepassen

Die Qualitätsanforderungen sind ebenso hoch wie in einer "normalen" Firma, versichert Grünewald. Sie zu erfüllen, sei kein Problem, meint der junge Ingenieur selbstbewusst: "Schließlich werden alle kritischen Montagefälle durch moderne Schraubtechnik von Atlas Copco Tools lückenlos überwacht." Wie in jedem anderen Unternehmen könnten auch hier an kritischen Schraubpunkten Montagefehler unterlaufen. "Aber bei uns bleibt keiner unentdeckt!" Die Steuerung der Tensorschrauber sei unbestechlich und decke jede Abweichung vom Soll werkerunabhängig auf. Zum Beweis präsentiert Grünewald an einer pastellgrün ausgepolsterten Babyschale den Aufbau der Maxi-Cosi-Klassiker. Deren Außenschale besteht vor allem aus Polypropylen (PP), das bei geringem Gewicht hohe Festigkeit und gute Dämpfungseigenschaften bietet und relativ leicht zu verschrauben ist. Jedenfalls mit den Tensor-SL-Werkzeugen. Deren Drehzahl kann stufenlos von 300 bis 1600 Umdrehungen pro Minute (min-1) an die jeweilige Kunststoffqualität angepasst werden. "Deshalb gibt es weder Temperaturprobleme im Material noch sogenannten Weißbruch", versichert Grünewald. Gewöhnliche Druckluftschrauber dagegen, die nur auf eine bestimmte Drehzahl ausgelegt seien, würden bei zu hohen Drehzahlen den Kunststoff zum Schmelzen bringen oder durch Überschießen des Drehmoments das Material beschädigen. In beiden Fällen sei der sichere Halt der Schraube fraglich.

Apropos Schraube: Dorel wendet das "Slim-Assembly-Prinzip" an, bei dem die Zahl der Schrauben konsequent auf die geringstmögliche Menge reduziert wird. "Schrauben sind ein Kostenfaktor. Wir beschränken uns auf wenige, aber dafür umso wichtigere Schrauben, die unabhängig vom Werker korrekt angezogen werden müssen", unterstreicht Grünewald, der aus diesem Grund Kontakt zu den Montagespezialisten von Atlas Copco Tools aufnahm.

Teil 2: Für extrem harte Kunsttsoffe: selbstfurchende Spezialschrauben

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