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3D-Druck Materialise und HP ebnen Weg zum industriellen 3D-Druck

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Materialise und HP bauen ihre Zusammenarbeit aus – die Software von Materialise wird in HPs 3D-Druck-Lösungen eingebunden. Zudem ist HP nun zertifiziert, anatomische Modelle für medizinische Einsätze zu drucken.

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Materialise zertifiziert HP für den Druck anatomischer Modelle zu Diagnose- und chirurgischen Planungszwecken.
Materialise zertifiziert HP für den Druck anatomischer Modelle zu Diagnose- und chirurgischen Planungszwecken.
(Bild: Materialise)

Um die digitale Transformation der Fertigung zu beschleunigen, arbeiten HP und Materialise gemeinsam an verschiedenen Maßnahmen. So unterstützt der Materialise Build Processor das 3D-Druckerportfolio des HP Jet Fusion. Der Build Processor von Materialise bietet eine Verbindung zwischen der Magics 3D Print Suite und den 3D-Druck-Lösungen von HP. So soll eine erweiterte Datenaufbereitung sowie eine verbesserte Betriebsführung und Produktionsüberwachung möglich werden. In Kombination mit der Materialise Streamics Software sollen Anwender relevante Daten der Druckaufträge zur besseren Rückverfolgbarkeit speichern können. Der Build Processor für HP soll ab der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein.

Zudem erhalten Kunden sechs Monate kostenlos Zugang zur Materialise Magics Essentials Software, wenn sie einen HP Jet Fusion 3D-Drucker der 500/300 Serie kaufen. Mit der Testversion können die Anwender das Farb- und Texturhandling der Datenaufbereitung mit den Vollfarbspektrum-Funktionen der Jet-Fusion-Serie kombinieren. Die Software ermöglicht dem Nutzer viele Dateiformate einschließlich Farb- und Texturinformationen zu importieren, Texturen oder Farben auf markierte Bereiche anzuwenden und native Farbinformationen und Texturen während der Modellreparatur beizubehalten.

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Modelle für chirurgische Planungsprozesse drucken

Die Zusammenarbeit umfasst auch die Zertifizierung der Jet-Fusion-Lösungen. Durch die Zertifizierung sollen medizinische Experten die 3D-Drucker in Kombination mit der Mimics-Softwaretechnologie verwenden. So lassen sich vollfarbige anatomische Modelle für diagnostische und chirurgische Planungsprozesse drucken. Dies soll einen breiten Nutzen für die patientenspezifische Versorgung bieten. Möglich sind unter anderem kardiale, orthopädische und kranio-maxillofaziale Modelle mit Gefäßstruktur, die bisher nur schwer in 3D zu drucken waren.

„Materialise und HP arbeiten daran, potenzielle Herausforderungen für Gesundheitsdienstleister zu bewältigen, indem sie sicherstellen, dass ihre 3D-Druck-Aktivitäten vollständig kompatibel sind und die Qualitätsstandards für die Entwicklung und den Druck patientenspezifischer 3D-Anatomiemodelle erfüllen“, erklärt Lee Dockstader, Director of Vertical Market Development, HP 3D Printing and Digital Manufacturing. „Führende Krankenhäuser übernehmen integrierte 3D-Druck-Dienstleistungen in ihr medizinisches Angebot, da sie den Mehrwert erkennen, den diese im Rahmen einer personalisierten Patientenversorgung bieten. Diese Kooperation unterstützt die Schaffung von 3D-Druck-Kapazitäten direkt am Behandlungsort in Krankenhäusern, ein entscheidender Schritt zur Weiterentwicklung des 3D-Drucks im Gesundheitswesen.“

SEMINARTIPP Das Seminar „3D-Druck in der direkten digitalen Fertigung“ vermittelt die Technik, Eignung und Voraussetzung des 3D-Drucks und gibt den Teilnehmern einen Überblick über die Entwicklungen, Möglichkeiten und Grenzen.
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