Suchen

Schutzabdeckungen Maßgeschneiderte Schutzabdeckungen

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Ullrich Höltkemeier / Meike Herkersdorf

Arnold-Schutzabdeckungen bieten sicheren Schutz für Menschen und Maschinen. konstruktionspraxis sprach mit Geschäftsführerin Simone Weinmann-Mang, Enkelin von Arno Arnold, über den ersten Faltenbalg, moderne Schutzsysteme, die Funktionssicherheit von Neuentwicklungen und – den Tango.

Firmen zum Thema

Fix&Finish aus Strapano im eingebauten Zustand. -Diese Produktkombination bietet dem Arnoldkunden 5 Vorteile:-30 % Lmin Einsparung*,- 30% Gewichtseinsparung*,-höhere Dynamik* - vereinfachte Montage und Justierung**, vereinfachte Logistik **( Text ist austauschbar mit Bild „Fix&Finish aus Strapano“ und umgekehrt)*gegenüber handelsüblichen Schutzabdeckungen,** gegenüber Einzelkomponenten
Fix&Finish aus Strapano im eingebauten Zustand. -Diese Produktkombination bietet dem Arnoldkunden 5 Vorteile:-30 % Lmin Einsparung*,- 30% Gewichtseinsparung*,-höhere Dynamik* - vereinfachte Montage und Justierung**, vereinfachte Logistik **( Text ist austauschbar mit Bild „Fix&Finish aus Strapano“ und umgekehrt)*gegenüber handelsüblichen Schutzabdeckungen,** gegenüber Einzelkomponenten
(Bild: Arno Arnold)

Als Chefin des Herstellers von Maschinen-Sicherheitseinrichtungen Arno Arnold deckt Simone Weinmann-Mang fast alles ab: Personal, Marketing, Vertrieb und PR - immer mit Mut zur menschlichen Begegnung.

Es ist ein weltweit aktives Unternehmen mit rund 80 Mitarbeitern, das die Eheleute seit 1984 führen. Angefangen hatte das Unternehmen 1864 im Erzgebirgsort Carlsfeld als Musikinstrumentenbauer. Vor allem die nicht mit Akkordeons zu verwechselnden Bandonions errangen im vergangenen Jahrhundert Weltrang mit dem argentinischen Tango und bildeten zugleich die Grundlage des industriellen Erfolgs bis heute. Die Bälge als Windlade eigneten sich nämlich nicht nur zur Tonerzeugung, sondern auch hervorragend zur flexiblen Abdeckung von Führungsbahnen, Maschinenteilen und Gelenken in Industrie und Medizintechnik.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 7 Bildern

Vom Bandoneon zum Faltenbalg – welche Rolle spielt der Tango?

konstruktionspraxis war in Oberstshausen und sprach mit Geschäftsführerin Simone Weinmann-Mang über den ersten Faltenbalg, moderne Schutzsysteme, die Funktionssicherheit von Neuentwicklungen und – den Tango.

Simone Weinmann-Mang: „Sicherlich ist der Tango nicht das erste, woran man denkt, wenn man moderne Bearbeitungszentren mit unseren Schutzabdeckungen sieht. Trotzdem steckt der Tango in unserer DNA. Denn unser mittelständisches Unternehmen, das heute flexible Schutzabdeckungen für Industrieanlagen entwickelt und produziert, war einst weltbekannter Hersteller des Tangoinstrumentes Bandoneon. Ab 1864 stellte unsere Familie im Erzgebirge diese Instrumente her und erlangte damit schnell Weltruf.“

Berater, Entwicklungspartner, Projektbegleiter und Servicedienstleiter

„Arnold-Bandoneons galten als die Stradivari der Balginstrumente“, so die Geschäftsführerin. „Dann kam die Idee, das Mittelstück des Musikinstrumentes zu modifizieren und als Faltenbalg zum Einsatz in der Industrie weiterzuentwickeln. 1930 wurde Arnold das erste Patent eines harmonikaförmig gefalteten Balges als Schutzabdeckung – für Führungsbahnen an Werkzeugmaschinen – erteilt. Seit 1971 hört man in unserem Unternehmen nur noch selten Bandoneonklänge, meine Liebe zum Tango ist aber geblieben.“

Simone Weinmann-Mang führt weiter aus: „Bleche biegen, das ist heute keine Kunst mehr. Aber daraus alleine entsteht noch keine Schutzabdeckung, die maximalen Kundennutzen bietet. Wir verstehen uns zudem als Berater, Entwicklungspartner, Projektbegleiter und Servicedienstleiter. Arno Arnold ist ein Premiumhersteller von Schutzabdeckungen. Erst diese Kombination bietet unseren Kunden viele geldwerte Zusatznutzen.“

Thomas Kreutzer, Leiter Konstruktion und Entwicklung bei Arno Arnold zur Frage Welchen modernen Maschinenschutz bietet Arno Arnold heute an?: „Das Funktionsprinzip des Faltenbalg entspricht immer noch der Idee einer längenveränderlichen Abdeckung zum Schutz hochwertiger Maschinenelemente. Moderne Materialien und Konstruktionsverfahren in Verbindung mit neuen Produktionstechnologien haben zu Produktweiterentwicklungen geführt, die hohen Anforderungen gerecht werden. Jedes Jahr belegen zahlreiche Anmeldungen von Patenten, Gebrauchsmustern und Schutzrechten unsere Innovationkraft.“

Sicheren Schutz für Menschen und Maschinen

Kreutzer weiter: „Beispiele erfolgreicher Entwicklungen der letzten Jahre sind ArnoClix, ein System zur formschlüssigen Anbringung von Dachabdeckungen, Catena, ein selbsttragendes Führungssystem, das Kranbeladungen von Maschinen erleichtert und Strapano, eine faltenbalgfreie Schutzabdeckung. Als Systemlieferant können wir außerdem auch auf ausgefallene Änwenderwünsche uneingeschränkt eingehen.

Strapano heißt das jüngste Beispiel für passgenaue Schutzverkleidungen. Die Entwicklung bietet alle Vorteile einer Abdeckung mit Teleskopblechen, verzichtet im Aufbau aber vollständig auf einen Faltenbalg.“

Die zu bewegenden Massen sind geringer, was die prozesssicher erreichbare Beschleunigung der Achsen erhöht, die Positioniergenauigkeit der Kinematik verbessert und den Energieverbrauch verringert. Gleichzeitig ist die balgfreie Entwicklung einfach und modular aufgebaut und lässt sich leicht modifizieren und erweitern.

Konstruktionsleiter Thomas Kreutzer erklärt: „Für Hersteller wie auch Endkunden hat dieses System weitreichende Vorteile: Im Vergleich zu marktüblichen Faltenbälgen spart Strapano beim Zusammendruck um bis zu 30% Platz ein. Strapano besteht aus Federstahl, Trägermaterial und den aus einem eigensteifen, thermoplastischen Elastomer gefertigten Funktionselementen, die einen hohen Anpressdruck der Teleskopbleche gewährleisten. Vergleicht man die robuste Leichtbauweise von Strapano mit der massigen Ausführung einer Teleskopstahlabdeckung können bis zu 90% an Eigengewicht eingespart werden. Daraus resultiert eine höhere Dynamik und Genauigkeit im Bearbeitungsprozess.“

Strapano Abdeckungen haben sich bereits in vielen Maschinen und Bearbeitungszentren unter harten Bedingungen bewährt. Wolf Mang: „Unser Ziel ist es, zur EMO eine Schutzabdeckung mit einem Lmin-Falte unter 1,99 mm, zu zeigen.“

Konstruktionshandbuch auf Papier, Digital und App

Das beliebte Nachschlagewerk informiert in deutscher und englischer Sprache leicht verständlich über wichtige Fachtermini, die Gestaltungsmöglichkeiten und Funktionen moderner Schutzabdeckungen einschließlich der Schnittstellen zur Anbindungen an die Maschinen. Darüber hinaus informiert das Arnold Konstruktionshandbuch über Materialien für alle Arten von flexiblem Maschinenschutz sowie sechs Seiten mit anschaulichen Bildern von realisierten Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen in verschiedenen Maschinenapplikationen.

Jetzt gibt es diese Infos auch auf einer kostenlosen App. Als besonderes Extra kann der Anwender mit Hilfe von hinterlegten Rechnern die wesentlichen Daten eines Faltenbalges Classic, eines Faltenbalges mit Blechen Duplet und des Lmin minimierenden Systems Strapano berechnen.

Und Frau Weinmann-Mang zum Abschluß: „In unserem Technologiezentrum verfügen wir über verschiedene Prüf-, und Testmaschinen. Hier unterziehen wir alle Neuentwicklungen aufwendigen Eignungsprüfungen und Lebensdauertests. Außerdem prüfen wir hier ständig eine Vielzahl neuer Materialien auf Eigenschaften wie Hitzebeständigkeit und Robustheit. Mithilfe unserer Prüfmaschinen können wir Kundenapplikationen und spezifische Anwendungen sehr gut simulieren.“

* Dipl.-Ing. Ullrich Höltkemeier, Co-Publisher konstruktionspraxis

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:42227412)