Verbindung Luer-Lock Verbindungprinzip öffnet Türen in die Medizintechnik

Redakteur: Brigitte Michel

Der nach dem deutschen Instrumentenmacher Wülfing Luer benannte Luer-Lock Anschluss ist eine standardisierte genormte Verbindungsart, die es nur in einer einzigen Ausführung gibt. Der dichte Formschluss dieser weltweit verbreiteten Verbindungsart wird über einen 6 % Konus realisiert und lässt sich gut in der Medizintechnik anwenden.

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Kanüle und Drucksensor mit Luer-Lock verbunden.
Kanüle und Drucksensor mit Luer-Lock verbunden.
(Bild: Viscotec)

Der nach dem deutschen Instrumentenmacher Wülfing-Luer benannte Luer-Lock Anschluss ist eine standardisierte genormte Verbindungsart, die es nur in einer einzigen Ausführung gibt. Der dichte Formschluss dieser weltweit verbreiteten Verbindungsart wird über einen 6 % Konus realisiert. Den Innenkegel bezeichnet man als den weiblichen Part, den Außenkegel im Umkehrschluss als das männliche Pendant. Ist der männliche Part noch mit einer Überwurfmutter mit Gewinde ausgelegt, bezeichnet man dieses System als Luer-Lock. Gegen ein versehentliches mechanisches Lösen der Verbindung sorgt diese zusätzliche Arretierungsmöglichkeit - dabei reicht eine 180° Drehung zum Fixieren und Lösen. Beide Anschlussstellen des Drucksensors Flowplus sind beispielsweise als Luer-Verbindungen ausgeführt und bieten somit optimale Einsatzmöglichkeiten in der Medizintechnik. Mit diesem Luer-Lock Prinzip lassen sich in der Medizintechnik alle Verbindungssysteme an Spritzen, Kanülen, Infusionsschläuchen, Kathetern oder Infusionsnadeln miteinander kombinieren. Gerade in der Medizintechnik ist die Sicherheit oberstes Gebot und muss beim Bedienen von medizinischen Geräten jederzeit und an jedem Ort gewährleistet sein. Diese weltweite Kompatibilität zu verschiedensten Medizinproduktherstellern und die internationale Standardisierung machen den Drucksensor so universell einsetzbar. Mit seiner Miniaturbauform und der Vorteile der Luer-Lock Verbindung, lässt er sich ganz einfach in medizinische Anwendungen implementieren und anwenden. Dazu kommt der funktionsbeschichtete Strömungskanal, der aus einem FDA-konformen Elastomer (FFKM) ausgelegt ist. Somit hat das drucküberwachte Medium ausschließlich Kontakt mit dem Elastomer und nicht wie bei gängigen Drucksensoren mit einer metallischen, oder nichtmetallischen Membran. Wenn in der Medizintechnik Prozesse überwacht und kontrolliert werden müssen, beispielsweise das kontinuierliche Fördern von flüssigen Substanzen, übernimmt der Flowplus die Prozesssicherheit und überwacht den Materialfluss über den aufkommenden Druck. Dabei hat der Kunde einen Druckbereich bis 16 bar zur Verfügung und wertet das Drucksignal über ein standardisiertes 0,1 V bis 10 V aus. Zudem kommt der Flowplus bereits vorkalibriert zum Endkunden und ist somit unmittelbar nach der Implementierung ins zu überwachende System einsatzbereit. (bm)

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