Linearmotor-Baukasten Lineartechnik im Miniaturformat

Redakteur: Jan Vollmuth

Der neue Mechatronik-Baukasten von Jung Antriebstechnik u. Automation bietet miniaturisierte Linearmotor-Module und -Achsen für kleine Bewegungsautomationen.

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Das Quick-Lab-Linearmotormodul QM02 von Jung Antriebstechnik u. Automation entfaltet eine Spitzenkraft von bis 27 N.
Das Quick-Lab-Linearmotormodul QM02 von Jung Antriebstechnik u. Automation entfaltet eine Spitzenkraft von bis 27 N.
(Bild: JA2 GmbH)

Jung Antriebstechnik u. Automation (JA2) hat einen neuen Mechatronik-Baukasten namens Quick Lab für die Automation entwickelt, der beispielsweise exakt abgestimmt ist auf die Anforderungen der Laborautomation. Er umfasst miniaturisierte Linearmotor-Module und -Achsen, mit denen sich einfach Ein- und Mehrachsensysteme für Bewegungsautomationen unter IP20-Umgebungsbedingungen realisieren lassen.

Dynamisch, präzise und „gefühlvoll“

Bei der Entwicklung von Quick Lab ließen sich die Ingenieure von JA2 von aktuellen Anfragen aus der Pharma-, Analyse- und Medizinal- sowie der Optikbranche leiten. Das Ergebnis: Die miniaturisierten Linearmotor-Module QM02 und die schlanken Linearmotor-Achsen QA01, mit denen sich dynamische und präzise, aber auch „gefühlvoll“ agierende Kurzhub-Anwendungen in der Labor-, in der Analysetechnik und in Testsystemen gestalten lassen. Die neuen Linearmotor-Module und -Achsen arbeiten mit miniaturisierten tubularen linearen Servoantrieben der Produktreihe Quick Shaft von Faulhaber und haben eine Spitzenkraft von 28 N.

Das Systemhaus JA2 kombiniert diese Linearmotorentechnik bereits seit fast zehn Jahren mit den Positioniercontrollern der Lin-Mot-Baureihe C1100 und C1200 und verfügt somit über ein hochdynamisches und universell einsetzbares Antriebspaket. „Den Anlagenbauern für die Laborautomation bieten wir damit eine überaus flexibel einsetzbare Komplettlösung, mit der sich rasch und unkompliziert mehrachsige Pick-and-place- und einachsige Förder- und Prüfsysteme für die Ver- und Bearbeitung und Prüfung von sensiblen Produkten verwirklichen lassen“, sagt Firmenchef Wilhelm Jung.

Den Anlagenbauern für die Laborautomation bieten wir damit eine überaus flexibel einsetzbare Komplettlösung, mit der sich rasch und unkompliziert mehrachsige Pick-and-place- und einachsige Förder- und Prüfsysteme für die Ver- und Bearbeitung und Prüfung von sensiblen Produkten verwirklichen lassen.

Firmenchef Wilhelm Jung

Direkter, aber auch steckbarer Kabelabgang

Abgesehen von ihrer schlanken Bauweise und ihrer verdrehsteifen Konstruktion bieten die neuen Quick-Lab-Module von Jung einige nach eigenen Angaben innovative Merkmale: etwa der neue direkte, aber auch steckbare Kabelabgang der Quick-Shaft-Motoren auf schlepptaugliche und bis zu 30 m lange Anschlusskabel. Er vereinfacht die Installation durch die Einkabeltechnologie und die beidseitige Vorkonfektionierung. Die Positionierwiederholgenauigkeit der Achsen liegt bei ±50 µm. Als kinematische Grenzdaten sind Verfahrgeschwindigkeiten bis zu 3 m/s und Beschleunigungen bis zu 100 m/s2 lastabhängig möglich.

Während das Linearmotormodul QM02 eine Lösung für Anwendungen mit kurzen Hüben bis 120 mm darstellt, kann die Linearmotorachse QA01 Hübe bis 220 mm verfahren. Hinsichtlich ihres Konstruktionsprinzips stellt die QA01 eine Grundachse für Pick-and-place-Systeme dar. JA2 hat alle Komponenten seines Quick-Lab-Baukastens für den Einsatz unter den Bedingungen der Schutzart IP20 ausgelegt.

Als Zubehör bietet das Unternehmen z.B. die magnetische Parkbremse Mag Stop zum stromlosen Feststellen der Module, die magnetische Konstantkraft-Feder Mag Spring, die Massen im Schwebezustand hält und ein Adapterplatten-Set für die Kombination zu Pick-and-place-Lösungen.

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