Fahrantrieb Liebherr präsentiert neue Fahrantriebe

Redakteur: Ute Drescher

Liebherr hat eine Serienbaureihe von Fahrantreiben (FAT) entwickelt, die elf Varianten in unterschiedlicher Baugröße umfasst. Damit bietet das Unternehmen eine kostengünstige und standardisierte Möglichkeit an, die koaxialen Fahrantriebe flexibel in Raupenfahrzeugen jeder Art einzusetzen.

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Die Serienbaureihe der Fahrantriebe umfasst insgesamt elf Baugrößen vom FAT 325 bis zum FAT 1600.
Die Serienbaureihe der Fahrantriebe umfasst insgesamt elf Baugrößen vom FAT 325 bis zum FAT 1600.
(Bild: Liebherr)

Liebherr-Fahrantriebe sind robust und haben sich u.a. in Raupenbaggern und anderen Erdbewegungsmaschinen, Raupenkranen, Bau- und Sonderkranen sowie Mininggeräten mit Raupenfahrwerk bewährt. Auch in der Agrar- und Forstwirtschaft können die Fahrantriebe in Raupenfahrzeugen aller Art zum Einsatz kommen, so beispielsweise in Holzvollerntern, Spezial-Fäll-, oder Rodungsmaschinen, Schneefräsen, Mähdreschern oder auch Raupenschleppern.

Die neue Serienbaureihe beinhaltet insgesamt elf Getriebegrößen der Typen FAT 325 bis FAT 1600. Die koaxialen Planetengetriebe werden in sehr hohen Stückzahlen produziert und können drei- oder vierstufig in unterschiedlichsten Übersetzungen von i=59 bis i=497 ausgeführt werden. Je nach Anwendungsfall und den zugrunde gelegten Lastkollektiven liegt das maximale dynamische Abtriebsdrehmoment bei bis zu 3.450 kNm.

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Hohe Leistungsdichte gewährleistet

Die Getriebe zeichnen sich durch eine auf wenige Bauteile optimierte und durchdachte Konstruktion aus, wodurch ein gleichmäßiger Lastausgleich der einzelnen Stufen und damit eine hohe Leistungsdichte der Getriebe gewährleistet werden. Die Hauptlagerung ist in integraler Bauweise ausgeführt. Dadurch können trotz einer reduzierten Zahl von Einzelteilen optimierte Tragzahlen für die einzelnen Anwendungen erzielt werden.

Die in den Fahrantrieben verbauten Sonnen- und Planetenräder sind einsatzgehärtet und geschliffen und werden aus hochfestem Vergütungsstahl hergestellt, der auch bei der Produktion der geschmiedeten Planetenträger verwendet wird. Alle drehmomentführenden Getriebeteile werden aus hochwertigen Einsatz- und Vergütungsstählen hergestellt, die nach den Liebherr-Werksnormen zertifiziert sind und ein 3.1-Materialzeugnis nach DIN EN 10204 beinhalten.

Moderne Entwicklungs- und Berechnungsverfahren

Liebherr-Fahrantriebe werden unter Verwendung modernster Entwicklungs- und Berechnungsverfahren ausgelegt und auf Basis der gängigen Normen konstruiert. Zur Bauteilauslegung ziehen die Konstrukteure ergänzend auch Messungen der eigenen Hochfrequenzpulsator- und FZG-Verspannungsprüfstande heran.

Dauerhafte, im Einsatz erprobte Dichtungssysteme schützen das Getriebe zuverlässig vor Schmutz. Dadurch bewähren sich diese auch unter anspruchsvollsten Einsatzbedingungen. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch hohe Lebensdauer und Wartungsfreundlichkeit aus.

Hohe Fertigungstiefe

Seit etwa 40 Jahren entwickelt, konstruiert und fertigt Liebherr robuste, leistungsfähige Fahrantriebe, die sich durch herausragende Qualität und Zuverlässigkeit auszeichnen. Die Planetengetriebe werden in den Liebherr-Werken in Biberach / Riss, Deutschland, und in Dalian, China, produziert und bewähren sich im harten Einsatz in den Maschinen und Geräten von Kunden innerhalb und außerhalb der Firmengruppe Liebherr.

Seit der Gründung des Unternehmens verfolgt Liebherr die Strategie einer hohen Fertigungstiefe. So bietet Liebherr für die Antriebe auch passende Hydraulik- und Elektromotoren aus eigener Entwicklung und Produktion. Die Fahrantriebe bilden mit diesen Motoren eine besonders kompakte Einheit mit optimiertem Wirkungsgrad. (ud)

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