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Rückspeiseeinheit Lenze zeigt wie sich Bremsenergie sinnvoll nutzen lässt

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Mit der neuen Smart Energy Recovery r700 will Lenze Energierückspeisung wirtschaftlich attraktiv, sinnvoll und vor allem einfach machen. Die Rückspeiseeinheit ist in zwei Leistungsstufen mit 12/24 kW und 26/48 kW auf dem Markt. Das Besondere: Durch die Trennung von Einspeise- und Rückspeisepfad können beide Zweige separat ausgelegt werden, was eine exakte Dimensionierung nach Bedarf der Anlage ermöglichen soll.

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Bremsenergie effektiv genutzt – Lenze will Netzrückspeisung attraktiver machen.
Bremsenergie effektiv genutzt – Lenze will Netzrückspeisung attraktiver machen.
(Bild: Lenze SE / Ralf Böttcher)

Die Rückspeisung von Energie mit herkömmlichen Konzepten rechnet sich in vielen Fällen nicht, da die Geräte schwer einzubauen, zu kompliziert in der Handhabung und vor allem die Investitionskosten im Verhältnis zu der eingesparten Energie zu hoch sind. Mit der neuen Smart Recovery Unit von Lenze soll die Netzrückspeisung jetzt auch in Anwendungen sinnvoll sein, in denen sich das bisher nicht rechnete.

Einspeisung und Netzrückspeisung entkoppeln

Besonderer Vorteil: Die Rückspeiseschaltung wird direkt an einen beliebig großen Zwischenkreis angeschlossen, die generatorische Leistung über einen eigenen Netzstromrichter autark ins versorgende Netz eingespeist. Die Rückspeisefunktion ist so geregelt, dass nur dann ins Netz zurückgespeist wird, wenn tatsächlich zu viel Energie im Zwischenkreis vorhanden ist. Durch diese Entkopplung von Einspeisung und Netzrückspeisung kann der ungesteuerte Brückengleichrichter des Frequenzumrichters unverändert bestehen bleiben und die Rückspeiseschaltung sowie die erforderlichen EMV-Maßnahmen brauchen nur auf die tatsächlich notwendige Rückspeiseleistung ausgelegt zu werden. Durch die technologisch bedingte Einsparung externer Filterkomponenten sollen die Geräte zudem deutlich kompakter sein und deutlich weniger Platz benötigen als herkömmliche Lösungen. Die Rückspeiseeinheit ist laut Lenze darüber hinaus mühelos zu handhaben: Der Nutzer muss nichts einstellen, die Geräte können ohne Parametrierung direkt zum Einsatz kommen. Eine Nachrüstung in bestehende Anlagen ist möglich. Je nach Menge der zurückzuspeisenden Energie soll die Amortisationszeit bei rund einem Jahr liegen.

Typische Einsatzgebiete sind Regalbediengeräte oder andere Hubwerke, bei denen während des Senkens der Last zeitweise relativ viel Energie anfällt, oder auch Prüfstände, bei denen prinzipbedingt dauerhaft die Energie des Prüflings abgeführt werden muss. Eine Umwandlung der Bremsenergie in Wärme ist in solchen Anwendungen ebenso unmöglich, wie eine Speicherung der Energie in der Anlage. (sh)

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