Intec, Z und GrindTec Leipziger Messetrio bietet Sonderschau und Fachforum zur additiven Fertigung

Quelle: Pressemitteilung Leipziger Messe

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Vom 7. bis 10. März 2023 findet in Leipzig das bewährte Messeduo Z und Intec statt. Parallel dazu wird jetzt auch die Grindtec ausgerichtet. Zusammen präsentieren sie eine Sonderschau und ein Fachforum zur additiven Fertigung.

Aus Reststoffen, die in Industrie und Landwirtschaft anfallen, neue Produkte additiv herstellen – daran arbeiten Teams der Technischen Universitäten Freiberg, Chemnitz und Dresden im Reallabor SAMSax. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen sehen die Forschenden Chancen für neue Geschäftsfelder.
Aus Reststoffen, die in Industrie und Landwirtschaft anfallen, neue Produkte additiv herstellen – daran arbeiten Teams der Technischen Universitäten Freiberg, Chemnitz und Dresden im Reallabor SAMSax. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen sehen die Forschenden Chancen für neue Geschäftsfelder.
(Bild: Crispin Mokry)

Die Intec ist eine Messe für die Metallbearbeitung in Europa. Sowohl global agierende Marktführer als auch kleine und mittelständische Unternehmen nutzen die Messe als effizienten Marktplatz. Kernbereiche sind Werkzeugmaschinen, Systeme für die automatisierte Produktion und Präzisionswerkzeuge. Die Z ist eine europäische Zuliefermesse. Sie fokussiert auf Teile, Komponenten, Module sowie Technologien. Parallel dazu findet ab diesem Jahr die internationale Fachmesse für Werkzeugbearbeitung und Werkzeugschleifen GrindTec statt. Sie präsentiert als eigenständige Leistungsschau Produkte und Dienstleistungen rund um Werkzeugbearbeitungssysteme.

Der additiven Fertigung wird Rechnung getragen

Ein verbindendes Thema der drei Messen ist die additive Fertigung. Mit der Sonderschau und dem Fachforum „Additive Fertigung – Evolution einer modernen Technologie“ will der Messeveranstalter der wachsenden Bedeutung dieser Schlüsseltechnologie Rechnung tragen. Dabei stehen aktuelle Anwendungen sowie zukunftsträchtige Ideen und Lösungsansätze für die Aufgaben von morgen im Mittelpunkt. Vorgestellt werden sie von Anwendern, Entwicklern sowie Forschern aus Konzernen, mittelständischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Inhaltlich konzentrieren sich die Vorträge und Exponate auf die Anforderungen, die die Nutzer additiver Technologien ganz besonders im Blick haben: Flexibilität, Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Fünf Vortrags-Highlights im Fachforum

Dr. Blanka Szost-Ouk, Head of Additive Manufacturing, Predevelopment & Planning bei der BMW Group, wird in ihrer Keynote zum Auftakt des Fachforums über die erfolgreiche Industrialisierung des metallischen 3D-Drucks im Projekt IDAM (Industrialisierung und Digitalisierung von Additive Manufacturing) sprechen. Den zwölf Partnern in diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten sowie von BMW geführten Projekt ist es gelungen, digital vernetzte und vollautomatisierte 3D-Druck-Fertigungslinien aufzubauen und erstmals für die automobile Serienproduktion von Metallkomponenten vorzubereiten.

Die additive Fertigung spielt ihre Vorteile ebenso aus, wenn es um die Herstellung einzelner Werkstücke oder von Kleinserien geht. Unter welchen Voraussetzungen dies sinnvoll ist, beleuchtet Hans-Werner Theobald, Gründer und Inhaber von 3D-Metall Theobald e. K. Leipzig, in seinem Vortrag „Metall-3D-Druck für KMU: Widerspruch oder perfekte Ergänzung?“ Er wird einige Anwendungsbeispiele sowohl in seinem Vortrag als auch in der Sonderschau vorstellen.

Mit dem 3D-Drucktisch für die serielle Textilproduktion können verschiedene Applikationen wie partielle Verstärkungen, Design- oder Funktionselemente auftragen werden.
Mit dem 3D-Drucktisch für die serielle Textilproduktion können verschiedene Applikationen wie partielle Verstärkungen, Design- oder Funktionselemente auftragen werden.
(Bild: Karl Mayer)

Völlig neue Produktionslösungen ermöglicht die additive Fertigung auch in der Textilindustrie. Eine Innovation aus diesem Bereich stellt Michael Kieren, Manager Geschäftsentwicklung beim Textilmaschinenhersteller Karl Mayer, vor. In Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld hat das Unternehmen einen 3D-Drucktisch realisiert, der sich in die textile Serienfertigung direkt integrieren lässt. Dabei kann ein Inline-Druckkopf schnell an jede textile Fertigungsposition gebracht werden und verschiedene Applikationen wie partielle Verstärkungen, Design- oder Funktionselemente auftragen.

Unternehmen, die 3D-Druck-Lösungen in ihrer Fertigung nutzen möchten, stehen oft vor der Frage, welche Technik sie wählen sollen. Antworten darauf will Florian Grabs von der IGO3D GmbH Hannover mit seinem Vortrag „Desktop- oder Industriemaschine? Eine Entscheidungshilfe mit Best-Practice Beispielen aus den Unternehmen“ geben. IGO3D berät und begleitet sowohl Großunternehmen als auch kleine und mittelständische Betriebe bei der Integration von additiven Technologien.

Nachhaltigkeit streben die Partner im Projekt SAMSax (Sustainable Additive Manufacturing in Saxony) an. Ziel ist hier, Reststoffe aus Industrie und Landwirtschaft für die additive Fertigung aufzubereiten und daraus neue Produkte herzustellen. Dr. Lisa Kühnel von der Professur für Additive Fertigung der TU Bergakademie Freiberg wird in ihrem Vortrag erste Ergebnisse aufzeigen. So wurden unter anderem schon Elemente zur Schall- und Wärmedämmung aus Miscanthus-Schilf gefertigt. Ebenso können zu Pulver zermahlene Brechsande additiv genutzt werden.

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