Gleichstromkabel

Kunststoffisolierte Gleichstromkabel für Spannungen bis 525 kV

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Die mehr als 2000 km Neubaustrecken in HGÜ-Technologie verlaufen dabei in vielen Fällen auch durch sensible Umweltbereiche oder passieren Wohnbebauung in geringer Entfernung. Wo dies möglich ist, ziehen die Übertragungsnetzbetreiber in ihre Planung auch alternative Routen ein, in denen diese Bereiche großräumig umgangen werden. Dort wo dies nicht oder nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand möglich ist, ist vom Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen worden, Teilstrecken mit Erdkabeln zu realisieren.

Kunstoffisoliertes Kabelsystem bis 525 kV

Bisher werden solche Kabelabschnitte mit klassischen Öl-Papier isolierten Kabeln (sogenannte MI, das heißt „masse-imprägnierte“ Kabel) realisiert, da für die angedachten Übertragungsspannungen von 400 kV bis 500 kV im Gleichstrombereich bisher keine modernen kunststoffisolierten Kabel zur Verfügung standen. Je HGÜ-Korridor mit 2 GW Übertragungsleistung wird dabei mit zwei Kabelsystemen, das heißt insgesamt vier Einleiter-Kabeln geplant, so dass durch die Trassenbreite von 40 m relativ hohe Tiefbaukosten anfallen. Der interne Bleimantel und eine äußere Stahlarmierung machen die MI-Kabel schwer, wodurch bei der Verlegung auch das Logistikkonzept für Schwertransporte wichtig ist. Auf eine Kabeltrommel passen standardmäßig jeweils etwa 500 m, wobei die einzelnen Kabelabschnitte mit vor Ort gefertigten Muffen verbunden werden müssen. Das Anbringen dieser Muffen ist bei MI-Kabeln aufwändig und erfordert jeweils etwa eine Woche.

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