Oberflächenbeschichten Korrosionsschutz aus dem Baukasten
Schaeffler hat einen Korrosionsschutzbaukasten entwickelt, der abhängig von der Korrosionsart Vorschläge für die Auswahl geeigneter Gegenmaßnahmen gibt.
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Die Schaeffler Gruppe bietet bereits seit vielen Jahren Wälzlager-Lösungen für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche in Industrie, Luft- und Raumfahrt sowie Automobilbau an. Ein wirksamer Korrosionsschutz kann verwirklicht werden durch konstruktive Maßnahmen, korrosionsbeständige Werkstoffe, Beschichtungen sowie chemische Konservierungsmittel. Da unterschiedliche Korrosionsarten auch unterschiedliche Maßnahmen erfordern, hat die Schaeffler Gruppe einen Korrosionsschutzbaukasten aufgebaut, der abhängig von der jeweiligen Korrosionsart Vorschläge für die Auswahl geeigneter Gegenmaßnahmen gibt. So wird für jeden Anwendungsfall immer die optimale Kombination als Lösung gefunden.
Korrosionsbeständige Werkstoffe und konstruktive Maßnahmen
In vielen Fällen kann durch konstruktive Maßnahmen, wie z.B. die Vermeidung von schöpfenden Bereichen, in denen sich Flüssigkeit sammeln kann, oder die Abdichtung von Spalten, bereits ein einfacher Korrosionsschutz erreicht werden. Sind solche Konstruktionslösungen allerdings nicht möglich oder ausreichend, können korrosionsbeständige Werkstoffe wie Cronidur und Cronitect eingesetzt werden. Damit bietet die Schaeffler Gruppe einen sehr guten Korrosionsschutz speziell für Lagerbauteile, die im Gegensatz zu kohlenstoffhärtenden rostfreien Stählen einen erheblich besseren Korrosionsschutz auch nach der Wärmebehandlung aufweisen. Der Werkstoff Cronitect ist ein von der Schaeffler Gruppe entwickelter Hochleistungs-NIROStahl, der durch seine chemische Zusammensetzung in Kombination mit einem neuen thermochemischen Randschichtbehandlungsverfahren eine sehr hohe Härte bei höchster Korrosionsbeständigkeit erlangt. Cronitect besteht beispielsweise den Salzsprühnebeltest nach DIN 50021 SS selbst nach 600 Stunden problemlos - damit ist die Korrosionsbeständigkeit um ein Vielfaches besser als bei handelsüblichen NIRO-Wälzlagerstählen. Bei klassischen Wälzlagern können grundsätzlich zwei Konstellationen realisiert werden: Bei der Kombination von Cronitect-Lagerringen mit Keramikwälzkörpern in ungedichteten Wälzlagern läuft der Wälzkontakt trocken bzw. wird mit dem Umgebungsmedium „geschmiert“. Bei der zweiten Variante kommen für die Wälzkörper konventionelle Niro-Werkstoffe in Verbindung mit einer Lagerabdichtung zum Einsatz. In dieser Konstellation stehen die Lebensdauerverlängerung bei Mangelschmierung bzw. die Notlaufeigenschaften bei fehlendem Schmierstoff im Vordergrund.
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