Klebeband

Klebebänder, alles andere als langweilig

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Polyurethan-Klebebänder schützen Flügel von Windkrafträdern

Leicht entfernbar sollen auch Polyurethan-Klebebänder an den Flügeln von Windkrafträdern sein. Sie schützen die Vorderkante der Spitzen vor Erosion, denn die rotieren mit bis zu 300 km/h. Bei diesen Geschwindigkeiten wirken Wassertropfen wie Schmirgel. Die Polyurethan-Klebebänder schützen durch ihre Zähigkeit diese gefährdeten Bereiche. Doch auch sie werden irgendwann abgetragen und müssen ersetzt werden. Dann sollen sie nach Jahren, in denen sie Wind und Wetter ausgesetzt waren, möglichst einfach und rückstandsfrei wieder abgezogen werden können. Eine Aufgabe, die nur mit entsprechend designten Acrylatklebstoffen zu schaffen ist. Dazu braucht es jahrelange Erfahrung und eine gute Kenntnis, welche Klebstoffe am Markt verfügbar sind.

Immer vorne mit dabei: Klebebänder in Brennstoffzellen

Auch andere alternative Energiequellen profitieren von der Klebetechnik von CMC: Brennstoffzellen sind heute in zunehmendem Maße marktgängig. Die ersten Serienanwendungen im industriellen und privaten Bereich sind etabliert, die Brennstoffzelle als zusätzliche Energiequelle in Elektrofahrzeugen ist in der Diskussion. Ein zentrales Element üblicher Brennstoffzellen ist die sogenannte PEM (protonenleitende Membrane), also der Ort, wo Protonen und Elektronen getrennt werden und die „kalte Verbrennung“ stattfindet. Da eine einzelne Zelle nur eine kleine Spannung erzeugt, werden viele dieser Membranen zu einem sogenannten Stack zusammengefasst. Klebende Stanzteile helfen dabei, die empfindliche Membran zwischen den Befestigungspunkten aufzuspannen und zu fixieren.

Klebebänder verhelfen zu einem besseren Klang

Selbst wenn wir unser mobiles Telefon ans Ohr halten, ist ein Klebeband von CMC im Spiel. Denn die Lautsprechermembranen sind aus einem Laminat mehrerer Folien und Klebeschichten hergestellt. Sie ergeben zusammen ein ausgewogenes, klares Klangbild mit hohen und tiefen Tönen – ideal für die modernen Smartphones.

Fussballfans aus aller Welt kennen das futuristische Fußballstadion in München. Zur Eröffnung 2005 noch ein Exot sind solche Gebäude aus aufgeblasenen ETFE-Folienkissen heute Gestaltungsmittel für Architekten überall in der Welt. Besonders Vögel sind ein natürlicher Feind dieser filigranen Bauwerke, denn die nur 0,2 - 0,3 mm dicken Folien werden oft Opfer von „Pickattacken“. Klebebänder aus ETFE-Folien verschließen dauerhaft diese Löcher – und das unsichtbar über bis zu drei Jahrzehnte.

Ideen für alternative Energie für die Dritte Welt

Doch aus ETFE-Folien kann man noch mehr als Gebäudehüllen herstellen. Ein Schweizer Unternehmen bietet aufblasbare Rinnenkraftwerke für strukturschwache Gebiete in Entwicklungsländern an. Im Prinzip handelt es sich um einen langen Schlauch, in dessen Mitte eine Glasröhre mit einem Thermoöl entlang läuft. Die eine Hälfte des Schlauches ist verspiegelt und konzentriert die Sonnenstrahlen auf den Thermoöl-Strang, die andere Seite ist transparent. Klebebänder aus ETFE dichten diese Konstruktion ab und machen Reparaturen auch in abgelegenen Gegenden möglich.

Kaum eine Anwendung ist zu exotisch für die Beschichtungsanlagen und das Entwicklungslabor bei CMC Klebetechnik. So wurde vor einigen Jahren damit experimentiert, Heißdampf als „Treibstoff“ für Ballone zu verwenden. Denn solch ein Heißdampf hat eine wesentlich höhere Auftriebskraft wie heiße Luft und dementsprechend können Ballone kleiner ausfallen. Doch wie diesen weit über 100°C heißen Dampf zuverlässig im „Behältnis“ halten? Zusammen mit einem internationalen Folienhersteller und der Universität Berlin wurde eine reißfeste, isolierende und dennoch sehr leichte Hülle entwickelt, die ihre Belastbarkeit in etlichen Flugversuchen auch bewiesen hat.

Teuerste Klebeband für Zahnimplantate

Und das vermutlich teuerste Klebeband der Welt kommt auch aus dem Hause CMC. Eine 0,1 mm dicke Goldfolie, die für Zahnimplantate verwendet wird, wurde mit Kleber ausgerüstet. Geschätzter Preis pro Quadratmeter: 42.000 Euro.

Die Natur gibt immer wieder neue Vorlage für neue Lösungen, wie Miesmuscheln mit ihren Haftklebfäden, filigrane Spinnennetze und die klebrigen Blätter von fleischfressenden Pflanzen wie dem Sonnentau sind nur einige der Vorlagen. (jup)

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