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Klebestanzteile in Hörgeräten, Herzschrittmacher und Insulinpumpen
Dass man ein Klebeband verwendet, um sich nach einem Schnitt in den Finger die Wunde zu verbinden, ist allgemein bekannt. Doch klebend beschichtete Materialien sind an vielen weiteren Stellen in der Medizintechnik im Einsatz. Zum Beispiel als Polstermaterial in Schienen. Denn anders als früher gipst man heute nicht mehr so schnell ein, sondern stabilisiert das Gelenk oder den Knochen mit einer wiederverwendbaren Plastikschiene. In diese werden zur Auspolsterung Filzstoffstreifen eingeklebt, die ein Scheuern oder Wundliegen vermeiden. Und in Hunderttausenden von Hörgeräten, Herzschrittmachern oder implantierten Insulinpumpen finden sich hochwertige Klebestanzteile, die zur Isolation oder Abdichtung eingesetzt werden. Immer nutzt man dabei die Vorteile der leichten, unkomplizierten Montage eines Klebebandes gegenüber Techniken wie Schrauben, Nieten oder Verschweißen aus.
IR-reflektierende Aluminiumklebebänder schützen Motorraum
Wo es heiß hergeht haben Klebebänder nichts zu suchen? „Keinesfalls richtig“ sagt Gerald Friederici, Projektleiter bei der CMC Klebetechnik. Natürlich sind zum Beispiel handelsübliche Gewebeklebebänder aus dem Baumarkt schnell aus dem Rennen, wenn es um Temperaturen über 100°C geht. Aber Hochleistungswerkstoffe und spezialisierte Klebstoffe ermöglichen Klebebändern Einsätze bis zu 350°C. So schützen IR-reflektierende Aluminiumklebebänder auf Gewebeschläuchen darunterliegende Leitungen und Rohre im Motorraum vor allzu großer Erwärmung.
Und beim Lackieren mit Pulverlacken erreicht man die hohe Kratzfestigkeit dadurch, dass das Kunststoffpulver nach dem Lackieren bei bis zu 250°C eingebrannt wird. Abdeck-Klebebänder schützen dabei Bereiche, die nicht lackiert werden sollen und können nach dem Einbrennen sogar rückstandsfrei wieder abgelöst werden. Wenn es ganz heiß her geht, kann so ein Klebeband sogar Leben retten. Kabeldurchbrüche und Türen sind im Falle eines Brandes potentielle Feuerbrücken von einem Raum zum nächsten. Um diese Gefahrstellen sicher abzudichten gibt es Klebebänder, die mit Blähgraphit beschichtet sind. Dieser vervielfacht drastisch sein Volumen, wenn er über eine bestimmte Temperatur erhitzt wird. Er bläht sich um das 10-30-fache auf und bildet dadurch eine sauerstoffarme Strecke, die das Durchbrennen eines Wanddurchbruches wirkungsvoll verzögert.
Anspruchsvoll: Isolation von Supraleitern
Doch auch im extrem kalten Bereich sind Klebebänder im Einsatz. Wie bei der Isolation von marktgängigen Supraleitern. Nur ausgewählte Hochleistungsfolien wie das Kapton von DuPont widerstehen diesen Temperaturen unter -196°C. Analog dazu gibt es auch nur wenige Klebstoffe, die bei diesen Temperaturen eingesetzt werden können – eines der gut gehüteten Geheimnisse der CMC Klebetechnik Entwicklungsabteilung.
Wärme ableiten in der Elektronik
In der Elektronik soll alles kleiner, schneller und leistungsfähiger werden. Doch mit der Miniaturisierung einher geht das immer größer werdende Problem: die „Entsorgung“ der unweigerlich entstehenden „Abwärme“. Elektrisch isolierende und dennoch wärmeleitende Klebebänder sind hier eine häufig genutzte Möglichkeit. Sie sorgen mit dafür, dass Motorsteuerungen, Computer und anderen elektronische Geräten nicht zu heiß werden.
Heiß wird es auch bei Bremsbelägen für sportliche Autos. Doch in vielen Fällen sollen diese Bremsen nicht nur das Fahrzeug zuverlässig abbremsen, sondern sie sollen dabei auch noch gut aussehen. Damit beim Einbau solcher Bremssättel die schöne Optik nicht beschädigt wird, schützen kompliziert geformte Stanzteile die sichtbaren Flächen. Nach der Montage müssen sie leicht entfernbar sein, was bei dem engen Einbauraum gar nicht so einfach ist.
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