Konstruktion Kisssoft stellt Update für Berechner vor

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Das aktuelle Kisssoft-Release 2021 kommt mit Neuerungen für die Berechnung von Lagern, Wellen, Schraubrädern und Funktionen, die die Benutzung erleichtern.

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Die aktuelle Version von Kisssoft hält unter anderem Neuheiten für die Lagerberechnung bereit.
Die aktuelle Version von Kisssoft hält unter anderem Neuheiten für die Lagerberechnung bereit.
(Bild: Kisssoft)

Pünktlich zum Sommer stellt der Schweizer Berechnungsexperte Kisssoft jedes Jahr das aktuelle Release seiner Software zur Auslegung, Optimierung und Nachrechnung von Maschinenelementen vor. Wir zeigen die neuen Features im Überblick:

  • Lagerberechnung: Durch eine Anbindung an die „SKF Cloud“-Lösung werden die Eingabedaten aus Kisssoft/Kisssys an das SKF-Programm zur Berechnung weitergegeben. Dort wird anhand der Eingabedaten das einzelne Wälzlager berechnet. Anschließend werden die Resultate, unter anderem die Steifigkeitsmatrix und die Lebensdauerwerte, an Kisssoft übergeben. In Kisssoft kann damit eine exaktere Berechnung der Wellen-Durchbiegung mit den aus der SKF-Cloud gewonnenen Daten durchgeführt werden.
  • Wellenberechnung: Die überarbeitete 7. Auflage der FKM-Richtlinie (2020) enthält einige Neuerungen, unter anderem: einen Schutzschichtfaktor für verzinkte Stähle, eine neue Werkstoffgruppe „Ausferritisches Gusseisen mit Kugelgraphit“ sowie einen Querschnitt der Welle mit Nabensitz (der DIN 743 angeglichen). Auch wurden alle Werkstoffwerte angepasst. Die FKM-Richtlinie ist auf dem neuesten Stand der Technik.
  • Schraubradberechnung: Auch für Achskreuzungswinkel
    ∑ ≠ 90° erfolgt nun eine Darstellung des Zahneingriffs in 2D. Außerdem kann die 2D-Darstellung neu auch in Parallelschnitten zur Mittelachsebene erfolgen. Die Option „Formkreise dFf und dFa aus der Zahnform bestimmen“ steht nun ebenfalls zur Auswahl.
  • Varianten von Modifikationen: Bei der Auslegung und Optimierung von Modifikationen werden häufig unterschiedliche Vorschläge miteinander verglichen. Damit die Daten für diese Vergleiche einfach zu verwalten sind, können verschiedene Modifikationen in Kisssoft gruppiert werden – sie bilden dann eine Variante oder einen Satz und lassen sich einzeln für eine Berechnung auswählen. So können beispielsweise die Resultate aus der Kontaktanalyse miteinander verglichen werden, um daraus die beste Variante auszuwählen. Die Modifikationen in den einzelnen Varianten können entweder aus Auslegefunktionen übernommen, vom Anwender direkt eingegeben oder aus Messdaten generiert werden.
  • Herstellbarkeitsbewertung: Eine Kollisionsprüfung stellt für die Herstellbarkeit von Zahnrädern sicher, dass das Werkzeug den Platzverhältnissen angepasst ist. Diese Möglichkeit ist zusätzlich zum Power Skiven nun auch für den Prozess des Honens implementiert worden. Zudem kann bei der Power-Skiving-Herstellbarkeitsberechnung eine Datei geschrieben werden, welche mit dem Spezialprogramm „Power Skiving“ von Gleason geöffnet und weiter analysiert werden kann.

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  • Importmöglichkeiten: Neu können die CMM-Daten aus einer taktilen Messung direkt importiert und in eine topologische Modifikation konvertiert werden. Anschließend kann der Anwender die Auswirkung der Fertigungsabweichungen auf die Verzahnungseigenschaften untersuchen. Diese Funktion ist Bestandteil des „Closed Loop“-Konzepts zur Optimierung der Verzahnungsauslegung mit Einbezug der Herstellabweichungen. Dabei werden die Messdaten mit der Auslegungssoftware verbunden, sodass Korrekturmaßnahmen schnell untersucht und durchgeführt werden können.
  • Zuverlässigkeit: In Kisssys besteht die Möglichkeit, die Zuverlässigkeit eines Systems zu berechnen und sie in einer Grafik anzeigen zu lassen. Auch die Zuverlässigkeit von einzelnen Zahnrädern, Wellen und Lagerelementen ist in Kisssoft darstellbar. Zu den Methoden von Bertsche und der VDMA 23904 ist neu auch die Berechnung nach AGMA 6006-B20 enthalten.

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