Anschlusstechnik IO-Baugruppen leicht verdrahten

Anhand der 25 mm breiten IO-Baugruppen der Controller-Familie Simatic S7-1500 zeigt Siemens einige Features zur einfachen Verdrahtung miniaturisierter Automatisierungskomponenten.

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Der 1:1-Vergleich der 35-mm-Baugruppe von Siemens mit der neuen 25 mm breiten Version vom Typ ET 200MP zeigt die Platzersparnis bei einem typischen Stationsausbau mit 12 IO-Modulen.
Der 1:1-Vergleich der 35-mm-Baugruppe von Siemens mit der neuen 25 mm breiten Version vom Typ ET 200MP zeigt die Platzersparnis bei einem typischen Stationsausbau mit 12 IO-Modulen.
(Bild: Siemens)

Die Arbeit eines Konstrukteurs oder Anlagenplaners ist umso schwieriger, je weniger Platz für Automatisierungskomponenten zur Verfügung steht. Platzmangel herrscht beispielsweise in klimatisierten Reinräumen für die Halbleiterherstellung oder auf Schiffen und Bohrinseln. In der Investitionsgüterindustrie kostet Platz ebenfalls viel Geld. Daher gilt auch in der Automatisierungstechnik der Trend einer fortschreitenden Miniaturisierung der Geräte. Dem gehen die Entwicklungsingenieure von Siemens bei dem neuen Peripheriesystem ET 200MP nach. Die IO-Baugruppen wenden sich mit ihrer geringen Breite von 25 mm an Applikationen mit beschränkten Platzverhältnissen. Höhe und Tiefe sind identisch mit den Abmaßen der 35 mm breiten Baugruppe.

Siemens erweitert damit das IO-Spektrum der S7-1500. Die Baugruppen können entweder zentral im Zusammenspiel mit einer S7-1500 CPU betrieben werden oder aber dezentral mit einer ET-200MP-Kopfbaugruppe, welche die Anbindung an Profinet und Profibus ermöglicht. Neben je einer 16- bzw. 32-kanaligen digitalen Ein- bzw. Ausgabebaugruppe steht zusätzlich eine digitale Mischbaugruppe mit 16 Eingängen und 16 Ausgängen zur Verfügung.

Gleiche Teile, moderne Klemmtechnik

Aufgrund der reduzierten Breite ist es möglich, dass auf eine 830 mm breiten Profilschiene eine ET 200MP im Vollausbau montiert werden kann, bestehend aus der Kopfbaugruppe (IM), einer Systemstromversorgung (PS) und bis zu 30 IO-Baugruppen. Das bedeutet eine Kanaldichte von 960 digitalen IO-Punkten. Die 25 mm breiten Versionen sind beliebig mit den 35 mm breiten Baugruppen innerhalb einer Station kombinierbar. Dafür sorgt ein ausgeklügeltes Gleichteile- und Ersatzteilkonzept. So können z.B. die S7-1500-Hutprofilschiene und die U-Verbinder weiter verwendet werden.

Die schmale Bauform lässt sich vor allem durch die Nutzung moderner Klemmtechnik realisieren: die bewährte Push-in-Technik. Diese erlaubt 40 Klemmen auf kleinstem Raum. Die Verdrahtung erfolgt ohne Werkzeug.

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