Advanced Systems Engineering

Intelligente Entwicklungsprozesse auf der Hannover Messe

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das digitale Verwalten von Entwicklungsdaten über den gesamten Produktlebens-zyklus hinweg, ist ein Baustein für Advanced Systems Engineering.
Das digitale Verwalten von Entwicklungsdaten über den gesamten Produktlebens-zyklus hinweg, ist ein Baustein für Advanced Systems Engineering. (Bild: Fraunhofer IEM)

Am Gemeinschaftsstand von It‘s OWL auf der Hannover Messe zeigt das Fraunhofer IEM zusammen mit Miele und Dassault Systemes, wie das Advanced Systems Engineering intelligente Entwicklungsprozesse möglich macht.

Smart Home, autonomes Fahren, vernetzte Produktion – ohne einen intelligenten Entwicklungsprozess sind diese Innovationen künftig nicht denkbar. Advanced Systems Engineering ist ein vielversprechender Lösungsansatz, mit dem sich Industrie und Forschung derzeit beschäftigen und Thema des OWL-Gemeinschaftsstands auf der Hannover Messe.

„Die Digitalisierung wird nicht nur die Produkte von morgen verändern, sondern auch die Art und Weise, wie wir diese entwickeln. Intelligente Entwicklungsprozesse sind künftig ein wesentlicher Schlüssel“, erklärt Prof. Roman Dumitrescu, Direktor am Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik und Mechatronik (IEM) und Geschäftsführer von It’s OWL. Diese Schlüsselrolle erfüllt das Advanced Systems Engineering, kurz ASE, mit einer fachübergreifenden, technologiegestützten Entwicklung, die den Innovationsprozess von der strategischen Planung bis zum Markterfolg im Blick hat. Einen Einblick in die unterschiedlichen Aspekte des ASE geben das Fraunhofer IEM, Miele, Dassault Systèmes und der Lehrstuhl Advanced Systems Engineering der Universität Paderborn auf der Hannover Messe.

Alles, was Sie zur Hannover Messe 2019 wissen müssen

Update: Hannover Messe 2019

Alles, was Sie zur Hannover Messe 2019 wissen müssen

29.03.19 - Die digitale Vernetzung von Mensch und Maschine im Zeitalter der künstlichen Intelligenz steht im Mittelpunkt der Hannover Messe 2019. Weitere thematische Höhepunkte bieten die sechs Leitmessen. lesen

Potential für die Gestaltung von Entwicklungsprozessen

Die Digitalisierung stellt Entwickler vor Herausforderungen, gleichzeitig kann sie aber auch ihre Arbeit vereinfachen. So nutzen sie etwa Assistenzsysteme mit Künstlicher Intelligenz oder verwalten Daten durchgängig digital. Die digitale Durchgängigkeit kann die Produktentwicklung von der Idee bis zur Auslieferung und Fertigung verbessern und beschleunigen. Die 3D-Experience-Plattform von Dassault Systèmes dient dabei als zentrale Drehscheibe für modellbasiertes Systems Engineering.

Der Ansatz des Advanced Systems Engineering bietet Potenzial für die Gestaltung von Entwicklungsprozessen:

1. Kommunikation und Zusammenarbeit

Um Komplexität zu meistern, ist das Schaffen geeigneter Organisations- und Kommunikationsformen wichtig. Methoden wie Model-Based Systems Engineering (MBSE) unterstützen den fachübergreifenden Austausch. Kreativität und Innovationsgeist können ebenfalls durch entsprechende Strukturen und Arbeitsansätze gefördert werden.

2. Arbeit mit digitalen Modellen

Die Virtualisierung eines Entwicklungsprojektes bildet sämtliche Daten in einem digitalen Modell ab. Der Informationsaustausch zwischen den Fachdisziplinen und auch zum weiteren Produktlebenszyklus wird unterstützt. Verschiedene Fragestellungen, Simulationen und Tests können modellbasiert schnell und kostengünstig bearbeitet werden.

3. Digitale Durchgängigkeit

Ein digitales Werkzeug verwaltet alle Daten, die im Entwicklungsprozess entstehen auf dem stets aktuellen Stand. Abhängigkeiten und logische Zusammenhänge sind transparent, unternehmensübergreifender Austausch wird erleichtert. Digitales Datenmanagement über den gesamten Produktentstehungsprozess ermöglicht eine gegenseitige Optimierung von Produkt und Modell.

4. Technologiegestützte Assistenzsysteme

Technologien wie Virtual Reality oder Künstliche Intelligenz (KI) unterstützen sowohl körperliche als auch kreative und wissensbasierte Arbeit. In der Produktentwicklung können leicht formalisierbare Routineaufgaben maschinell durch KI-Verfahren erledigt werden. Damit entstehen Freiräume für kreative Prozesse.

Am Beispiel Miele und der 3D-Experience-Plattform können Messebesucher sehen, wie im gesamten Produktlebenszyklus modelliert, kommuniziert und technologieunterstützt optimiert wird. Darauf aufbauend lassen sich alle Fertigungsschritte virtuell simulieren und optimieren. Dank intelligenter digitaler Modelle werden Arbeitsplatzgestaltung, Montageschritte oder Robotereinsatz frühzeitig geplant und kommuniziert. Dabei können sowohl einzelne Prozesse als auch Planungsszenarien jederzeit verändert, verglichen und optimiert werden.

Hannover Messe 2019, OWL-Gemeinschaftsstand: Halle 16, Stand 04

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