Linearmotor

Industrielle Linearmotoren ersetzen Pneumatik

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Vor allem bei kurzen Taktzeiten gewinnt die präzise Vorgabe des Bewegungsprofils an Bedeutung. Denn was nutzt eine hohe Verfahrgeschwindigkeit, wenn die Beschleunigung nicht kontrollierbar ist und das Produkt bei jedem Startvorgang vom Greifer fällt? "Slip-Stick" Effekte, wie sie beim Auslösen der Bewegung bei Pneumatikzylindern auftreten, führen zu unkontrollierbaren Beschleunigungen. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, müssen die Bewegungen der Pneumatikzylinder mit Hilfe von Dämpfern zusätzlich verlangsamt werden.

Bewegungsprofile industrieller Linearmotoren lassen sich nach beliebigen Kriterien definieren. Zudem unterliegen die einmal definierten Bewegungsabläufe keinen Veränderungen im Betrieb und bleiben über die ganze Lebensdauer stabil.

Hohe Maschinenleistung führt zwangsweise zu einer höheren Zykluszahl. Dies führt jedoch zu einer Verkürzung der Lebensdauer der Maschine, falls die Lebensdauer der einzelnen Antriebselemente nicht erhöht wird. Da bei Linearmotoren weder Getriebe, Riemen, Spindeln zur mechanische Kraftübertragung noch Verschleißteile wie Dichtungen gibt, liegt die Lebensdauer um Größenordnungen höher als bei pneumatischen Antrieben.

Linearmotoren übernehmen manuelle Montageaufgaben

Viele Montageaufgaben werden auch heute noch manuell erledigt, da für die benötigten Abläufe das Tasten und das Fühlen der menschlichen Hand gebraucht werden. Linearmotoren können solche Aufgaben auf einfache Weise wahrnehmen. Da beim Linearmotor das bewegte Teil sowohl für die Positionierung wie auch für die Krafterzeugung verantwortlich ist, können die Informationen über die Ist-Position und die aktuelle ausgeübte Kraft für die Steuerung von Abläufen verwendet werden.

Mit Linearmotoren lassen sich Formteile mit definierter Kraft gefühlvoll ineinander fügen. Eine Rückmeldung der Endposition und der benötigten Kraft ermöglicht dabei die Kontrolle, ob der Fügeprozess erfolgreich abgeschlossen wurde.

Pneumatik zu ersetzen zahlt sich auch bei einfachen Bewegungen aus

Wenn mehr als zwei Positionen benötigt werden, synchron zu einer Königswelle gefahren werden muss oder die Dynamik bzw. die Lebensdauer eines Pneumatikzylinders nicht mehr ausreichen, greift der Konstrukteur seit Jahren zu den linearen Direktantrieben von LinMot.

Aufgrund der hohen Betriebskosten der Pneumatik zahlt sich der Einsatz von industriellen Linearmotoren in zunehmendem Maße auch bei einfachen Punkt-zu-Punkt Bewegungen mit lediglich zwei Endpositionen aus: vor allem dann, wenn die Bewegungen im zyklischen Betrieb regelmäßig ausgeführt werden und Pneumatikzylinder aufgrund der Geschwindigkeits- und Lastverhältnisse großzügig dimensioniert werden müssen. Dann übersteigen die Energie- und Wartungskosten die Investitionskosten innerhalb weniger Wochen.

(Teil 3: Vergleich der Kosten zwischen pneumatischer Lösung und Linearmotor)

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