Drehgeber Industrial-Ethernet-Drehgeber mit OPC-UA-Schnittstelle

Redakteur: Jan Vollmuth

Der Sensorik-Hersteller Kübler hat seine Sendix F58 Industrial Ethernet Drehgeber Familie mit der Schnittstelle OPC-UA aufgerüstet. Beide Protokolle werden gleichzeitig und durch den selben Anschluss ausgegeben. Somit kann durch einen einfachen Switch sowohl Daten an die Steuerung geschickt werden als auch an einen z. B. Webserver oder Cloud.

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(Bild: Kübler)

Auf diese Weise lassen sich Condition Monitoring Daten wie Temperatur, Fehler Meldungen, Betriebszeiten, Spannungsversorgung unkompliziert in die Cloud übertragen. Dies ermöglicht laut Kübler intelligente „predictive Maintenance“ in SCADA-Konzepten. Ebenfalls sei ein Konfigurieren des Drehgeber durch OPC-UA besonders einfach möglich, da mit jedem webfähigen Handheld wichtige Einstellungen vorgenommen werden können. Somit können Service-Techniker mit Ihrem Smartphone z. B. Preset, Arbeitsbereich, Auflösung am Geber einfach durchführen; auch aus der Ferne.

Zeit und Kosten sparen

Die optischen absoluten Singleturn- und Multiturn-EtherNet/IP-Drehgeber Sendix F58, in der Baugröße von 58 mm, sind für zeitkritische Anwendungen ausgelegt, so Kübler. Sie sollen nicht nur die Performance und Verfügbarkeit einer Anlage unterstützen, sondern auch einen großen Beitrag zur Einsparung von Zeit und Kosten leisten.

Mit dem robusten Lageraufbau im Safety-Lock-Design sollen die Drehgeber widerstandsfähig sein gegen Installationsfehler, Schock und Vibrationen. Für mehr Performance sorgt die laut Kübler fünfmal schnellere Positionswertübertragung als bei marktüblichen Gebern. Die RPI-Zeit beträgt 1 ms. Diese Eigenschaft bestätigt den Einsatz des Gebers in zeitkritischen Anwendungen bis zu 1000 Hz Update-Frequenz.

Weiteres Merkmal ist der schnelle Start des Gebers. Dieser erfolgt sofort nach Anlegen der Spannungsversorgung. Somit steht einer Erhöhung der Anlagenperformance, -verfügbarkeit und eine Reduzierung von kostensensitiven Unterbrechungen nichts im Wege. Eine schnelle und einfache Inbetriebnahme sowie Konfiguration ist dank zyklischer Dienste möglich.

Redundanz schützt vor Stillstand

Durch die Implementierung von DLR (Device Level Ring) führt ein einzelner Kabelbruch nicht zum Stillstand der Anlage, erklärt Kübler. Eine Ringredundanz ist gegeben.

Die absoluten Singleturn und Multiturn Sendix Drehgeber sind als Wellen- oder Sackloch-Hohlwellen-Variante verfügbar. Die Sackloch-Hohlwelle ist mit 15 mm ausgelegt. Durch die Schutzart IP65 und dem Temperaturbereich von -40 °C bis 80 °C sind die Drehgeber auch in rauen Umgebung einsetzbar. Durch die optische Sensorik sind die Geräte 100% magnetfeldfest. Die Gesamtauflösung beträgt 32 Bit. Die Geräte sind durch ODVA zertifiziert. (jv)

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