Suchen

Mobile Automatisierung Individuell anpassbare Steuerung für mobile Applikationen

| Autor / Redakteur: Andreas Leu* / Jan Vollmuth

Eine neue modulare und frei konfigurierbare Steuerung für mobile Anwendungen ermöglicht individuelle, kostengünstige Automatisierungslösungen.

Firmen zum Thema

Die neue modulare Steuerung von Jetter eignet sich besonders für die Automatisierung von Maschinen im Agrarbereich.
Die neue modulare Steuerung von Jetter eignet sich besonders für die Automatisierung von Maschinen im Agrarbereich.
(Bild: Jetter)

Im Markt der Automatisierungssysteme für mobile Anwendungen wird üblicherweise eine Steuerung entwickelt welche die Anforderungen der Arbeitsmaschine genau abdeckt. Dies geschieht aufgrund der höheren Stückzahlen und tieferen Kosten bei der Serienfertigung. Eine Entwicklung für kundenspezifische Steuerungen dauert deshalb eine gewisse Zeit. Liegt dann der Prototyp vor, wird mit der Entwicklung der Software begonnen. Diese momentan noch übliche Vorgehensweise verzögert die Marktreife des Endproduktes jedoch beträchtlich.

Time-to-Market ist heutzutage nebst hoher Innovationskraft ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für die Hersteller von Fahrzeugen und mobilen Arbeitsgeräten. Sich diesbezüglich zu verbessern bedeutet für die Unternehmen, dass auch die Entwicklungszeit für ein Automatisierungssystem reduziert werden muss, ohne Kompromisse bezüglich Qualität oder Sicherheit des Systems einzugehen.

Bildergalerie

Wünschenswert wäre deshalb eine frei konfigurierbare und modulare Steuerung nach dem Vorbild der industriellen Automation. Hier setzt Jetter mit einer neuen modularen Steuerung speziell für mobile Anwendungen an. Das System erfüllt die harten Anforderungen für den Außeneinsatz. Die Steuerung empfiehlt sich zudem für kleine Stückzahlen, bei denen sich eine maßgeschneiderte Lösung nicht rechnet.

Aufgrund der steigenden Vielfalt an Modellen und Optionen innerhalb einer Maschinenreihe hat sich im Bereich der mobilen Automation gezeigt, dass flexiblere Steuerungslösungen gefordert sind als heute am Markt verfügbar. Diese Anforderung steht im Widerspruch zu den herrschenden Umgebungsbedingungen im Außenbereich. Schaltschränke und Klimageräte kommen an Fahrzeugen und mobilen Arbeitsgeräten in der Regel nicht zum Einsatz. Deshalb muss ein Automatisierungssystem Schutzklassen bis IP69K genügen und extremste Anforderungen bezüglich Schockresistenz, Vibrationsfestigkeit und Umgebungstemperaturen von minus -40° C bis 85° C oder darüber erfüllen.

Aktuelle Steuerungssysteme versuchen dem gerecht zu werden, indem einzelne Pins am Steckverbinder mehrfach genutzt und per Software passend zur jeweiligen Anwendung konfiguriert werden können. Damit ist eine gewisse Flexibilität gegeben, die jedoch bei weitem nicht den Ansprüchen moderner Maschinen genügt.

Flexibel den Maschinenanforderungen anpassen

Aus Platzgründen ist die Verwendung eines Schaltschrankes unmöglich, in dem vergleichbar Industriesteuerungen verschiedene Module aneinandergereiht werden können. Deshalb muss die Hardware in einem robusten und geschützten Gehäuse möglichst flexibel und kostengünstig den Maschinenanforderungen angepasst werden.

Jetter antwortet auf diese Herausforderungen mit einer neuen modularen Steuerung für mobile Anwendungen. Das Gerät setzt besteht grundlegend aus einem Basisboard und einem oder mehreren Erweiterungsboards, den sogenannten MX-Boards. Sie werden auf die freien Steckplätze des jeweiligen Basisboards gesteckt. Dank dieser MX-Boards lassen sich schnell und einfach Sonderlösungen entwickeln und bauen.

Angeboten werden zwei Ausführungsvarianten mit verschiedenen Basisboards. Der Unterschied besteht im Wesentlichen in der Anzahl der Steckplätze für MX-Boards (Mobile Extension Boards). Bei der Variante JCM-521 lassen sich bis zu sechs MX-Module stecken, beim Typ JCM-522 können es bis zu fünfzehn solcher Module sein. Die MX-Boards sind ebenfalls in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Dank dieser Modularität kann dem Anwender ein System angeboten werden, das genau auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Steuerung verfügt über einen leistungsstarken ARM11-Prozessor

Die Steuerung enthält einen leistungsstarken, mit 500 MHz getakteten ARM11-Prozessor, 128 MByte Speicher für das Anwenderprogramm, 128 KByte permanenten Datenspeicher und eine 512-MByte-Flash-Disk.

Die Spannungsversorgung kann 8 V bis 32 Volt Gleichspannung betragen. Sie wird überwacht, damit bei einem zu starkem Absinken geeignete Maßnahmen vom Applikationsprogramm aus eingeleitet werden können. Alle Ein- und Ausgangssignale sowie die Bussysteme sind von außen steckbar.

Für die Kommunikation sind stehen folgende Schnittstellen und Bussysteme zur Verfügung:

  • 2 CAN-Bus-Anschlüsse
  • 1 RS-232-Schnittstelle
  • 1 USB-Interface
  • 1 Ethernet-TCP/IP-Anschluss

Die CAN-Bus-Interfaces sind als CAN2.0B nach ISO-11898 ausgeführt und unterstützen verschiedene Baudraten von 5 KBit/s bis 1 MBit/s. Dazu sind verschiedene Protokolle verfügbar wie CANopen, ISOBUS nach ISO 11783 oder SAE J1939.

(ID:38288450)