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Smart Engineering Day In fünf Schritten zum Digitalen Zwilling

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Die technische Produktentwicklung wandelt sich immer weiter hin zu modellbasierten Ansätzen. Zuletzt hat sich im Zuge dessen der Begriff "Digitaler Zwilling" etabliert und weiterentwickelt. Auf dem Smart Engineering Day zeigt die TU München ihre Lösung für die Konzeptionierung und Einführung Digitaler Zwillinge.

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Wie Unternehmen den zunehmden Datenschatz heben und dank Digitalen Zwillingen daraus einen Mehrwert generieren können ist Thema des Smart Engineering Day der konstruktionspraxis.
Wie Unternehmen den zunehmden Datenschatz heben und dank Digitalen Zwillingen daraus einen Mehrwert generieren können ist Thema des Smart Engineering Day der konstruktionspraxis.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Am 7. Mai 2020 veranstaltet konstruktionspraxis den Smart Engineering Day. Im Fokus stehen smarte Methoden und Tools für die Produktentwicklung der Zukunft. Ein Thema sind Digitale Zwillinge und wie sie Schritt für Schritt zielführend eingeführt werden können. Jakob Trauer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Produktentwicklung und Leichtbau der TU München wird das Vorgehensmodell, das in Kooperation mit Unternehmen aus der Industrie entwickelt wurde, vorstellen.

Die Eckdaten

Smart Engineering Day

Datum: 07. Mai 2020
Uhrzeit: 9 bis 17 Uhr
Frühbucher-Rabatt: Bis 31. März 2020
Ort: Vogel Convention Center, Würzburg
Zum Programm

Virtuelle Modelle auf dem Vormarsch

Hintergrund ist, dass es in einer zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt für Unternehmen unerlässlich ist, kosten- und zeiteffizient sowie vor allem kundenorientiert zu entwickeln, um den Erfolg ihrer Produkte sicherzustellen. Durch die zunehmende Digitalisierung heutiger Produkte existieren neben dem physischen Produkt auch immer mehr virtuelle Modelle verschiedenster Ausprägung. Deren immer größere Datenmengen weisen zudem oft eine hohe Vernetzung auf und erzeugen wiederum Vernetzungen mit anderen Produkten bzw. deren Modellen.

Das Ziel: Potenziale der Datenmengen heben

Um das Potenzial dieser Daten zu nutzen, kann ein sogenannter Digitaler Zwilling genutzt werden. Unter einem Digitalen Zwilling wird hier ein virtuelles, dynamisches Abbild eines physischen Systems verstanden, welches mit diesem über den gesamten Lebenszyklus zum bidirektionalen Datenaustausch verbunden ist. Somit wird ein stetiger, konsistenter Abgleich zwischen dem realen Verhalten physischer Produkte und dem virtuellen Abbild gewährleistet. Digitale Zwillinge können dabei entlang des gesamten Produktlebenszyklus und in verschiedensten Anwendungsfällen genutzt werden, um den „Datenschatz“ effektiv und effizient zu bergen.

Schritt für Schritt zum Digitalen Zwilling

Am Lehrstuhl für Produktentwicklung und Leichtbau der TU München wurde zunächst eine konsistente Definition für Digitale Zwillinge entwickelt. Im Rahmen einer industriellen Fallstudie mit einem Heizungsunternehmen wurde ein generisches Vorgehensmodell für die Konzeption und Implementierung eines Digitalen Zwillings entwickelt. Das Modell besteht aus fünf Schritten - Projektinitiierung und Zieldefinition, Situationsanalyse, Zielkonzeption, Analyse der Implementierungspartner sowie der Implementierungsbegleitung. Daraus ergeben sich ein Zielkonzept sowie Anforderungen an die Implementierung. Um die Anwendbarkeit des Modells zu unterstützen, wurde eine Vorlage erstellt, die durch sämtliche Schritte führt. Diese Vorlage stellt unser Referent Jakob Trauer auf dem Smart Engineering Day am 7. Mai in Würzburg vor.

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