Energieeffizienz

IE3-Motoren: Wie der Markt auf die gesetzlichen Bestimmungen reagieren sollte

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Da in vielen Fällen die höhere Energieeffizienz mit dem gleichen Gehäuse bei höherem Motorgewicht erzielt wird, muss deshalb die mechanische Konstruktion der Maschine häufig nicht geändert werden.

Energieverbrauch im Fokus

Systemintegratoren stehen vor einer Reihe von Herausforderungen. Mittlerweile sollten sie bei Schwerlastanwendungen vorzugsweise IE3-Motoren einsetzen. Auf diese Weise können sie zukünftig sicherstellen, dass ihre Konstruktionen den neuen Bestimmungen entsprechen.

Für Systemintegratoren wird es sinnvoll sein, ihr Augenmerk verstärkt auf den Energieverbrauch zu richten. So verwenden sie beispielsweise Motorstarter bei Anwendungen mit fester Drehzahl, konstanter Last oder leichten Einsatzbedingungen, wenn dies die effektivste Lösung verspricht. Frequenzumrichterantriebe sollten in Anwendungen eingesetzt werden, wo sie einen zusätzliche Nutzen bringen, wie z. B. niedrigere Betriebs- oder Wartungskosten oder eine erhebliche Energieeinsparung. Weitere wichtige Aspekte für den Endnutzer sind die Strategien für das betriebswirtschaftliche Management beim Einsatz der Motoren. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, diese Strategien zu evaluieren, besonders dann, wenn dies in den letzten drei Jahren versäumt wurde.

Bei der Beschaffungsstrategie muss sichergestellt werden, dass alle neuen Motoren mindestens die IE3-Anforderungen erfüllen. Motoren, die jährlich 7.000 bis 8.000 h laufen, sollten besonders beachtet werden. Sie sind am teuersten und müssen eventuell ausgetauscht werden, deshalb sind sie die idealen Kandidaten für einen Austausch gegen IE3-Motoren.

Wichtig ist auch, den Ersatzteilbestand zu überprüfen. Es wäre nicht ratsam, einen ausgefallen Motor durch einen Motor mit geringer Effizienz zu ersetzen. Bei der Neuwicklung eines Motors ist dies zu bedenken. Es ist außerdem sicherzustellen, dass die Reparatur nach Best-Practice-Prinzipien durchgeführt wird. Bei kritischen Komponenten sollte vorausschauend agiert werden, anstatt zu reagieren. Es sollte eine Lösung parat sein, wenn eine solche Komponente ausfällt.

Mit dem Zulieferer zusammenarbeiten

Wichtig ist, dass alle Beteiligten mit ihren Zulieferern Kontakt aufnehmen und überlegen müssen, in welchem Maße sie die neuen Bestimmungen betreffen und welche Einkaufsstrategie die beste ist. Die neuen Vorgaben sind bereits in Kraft, d. h. es ist nicht länger möglich, diese wichtigen Entscheidungen aufzuschieben.

Viele große Unternehmen beziehen die benötigten Komponenten direkt von den Herstellern und nicht über Händler. Obwohl es die Verpflichtung der Hersteller ist, rechtzeitig die richtigen Motoren auf den Markt zu bringen, sollte man dies nicht „als ein Problem der Anderen“ betrachten. Große Hersteller verfügen bereits über ein umfangreiches Angebot an IE3-Motoren. Viele kleinere Hersteller werden dennoch weiterhin IE2-Motoren mit einem drehzahlgeregelten Antrieb verwenden, um die geforderten Normen zu erfüllen.

Die Zusammenarbeit mit einem Motorenhersteller oder seinen Vertriebspartnern ist entscheidend, wenn es um die richtige Lösung geht. Renommierte Hersteller möchten nicht als Lieferanten von Gebrauchsgütern betrachtet werden und ermutigen ihre Kunden deshalb, sie schon in einer frühen Projektphase in die Entscheidungsfindung miteinzubeziehen. Es gibt unendlich viele innovative Ideen. Damit der Endnutzer davon jedoch profitieren kann, muss er gleich zu Projektbeginn seinen Partner miteinbeziehen. (ud)

Ökodesign - ABB beantwortet häufig gestellte Fragen

Wie Sie den ersten Schritt in eine energieeffiziente Zukunft machen – Antworten von Siemens

(ID:43241352)