Suchen

Werkstoffverbund Hybrider Leichtbau aus Sachsen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Hybridwerkstoffe ermöglichen die Herstellung von Produkten mit neuen Eigenschaften und Funktionen. Dresden ist hier einer der wichtigsten Forschungsstandorte Deutschlands.

Firmen zum Thema

Vorstudien zum Funktionalisieren von FKV-Hohlprofilen im Spritzgießprozess.
Vorstudien zum Funktionalisieren von FKV-Hohlprofilen im Spritzgießprozess.
(Bild: ILK)

Ob neuartige metallische Strukturen, hybride Werkstoffe, Verbundwerkstoffe aus Faserkeramik oder Materialien mit hoher Temperaturbeständigkeit – der technologische Fortschritt hängt wesentlich von Neuen Materialien ab.

In Dresden ist Deutschlands größtes Leichtbau-Cluster ansässig. So gibt es in der Region ein einzigartiges Netzwerk von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in diesem Bereich. Mehr als 2000 Werkstoffforscher arbeiten in 19 Forschungseinrichtungen an neuen Werkstoffen, so an der Exzellenzuniversität TU Dresden, an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden sowie an Instituten der Fraunhofer-, Leibniz- und Helmholtz-Gesellschaft.

Ausgehend von der TU Dresden hat sich ein leistungsstarker Leichtbau-Campus gebildet. Kernstück ist das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK). Rund 240 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen, lehren und arbeiten am ILK in der Grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung bis hin zur konkreten Innovationsentwicklung für Industriepartner. Die Arbeit am Institut ist geprägt vom Dresdner Modell des „Funktionsintegrativen Systemleichtbaus in Multi-Material-Design“, das bereits 1995 vom Institutsgründer Professor Werner Hufenbach entwickelt wurde.

20 Jahre Erfahrung waren für das Bundesforschungsministerium Grund genug, dem ILK mit dem Projekt FOREL die Koordination einer national übergreifenden, offenen Forschungsplattform zur Entwicklung von Hightech-Leichtbausystemlösungen in Multi-Material-Design für E-Fahrzeuge der Zukunft zu übertragen. FOREL ist ein Zusammenschluss namhafter deutscher Entwicklungs- und Forschungszentren mit der Industrie. Ziel des Projektes ist es, Lücken in vorhandenen Entwicklungs- und Prozessketten der Elektromobilität zu schließen. Der funktionsintegrative Systemleichtbau in Multi-Material-Design bildet die Grundlage für das Projekt.

(ID:43579894)