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Warmarbeitsstahl

Hochfester Werkzeugstahl für effizientes Presshärten

| Redakteur: Lilli Bähr

Mit dem Warmarbeitsstahl Thermodur-2383-Supercool will DEW ein effizienteres Presshärten ermöglichen.

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Presshärtewerkzeug aus dem Spezialstahl Thermodur-2383-Supercool von DEW eignet sich für das Presshärten.
Presshärtewerkzeug aus dem Spezialstahl Thermodur-2383-Supercool von DEW eignet sich für das Presshärten.
(Bild: Deutsche Edelstahlwerke)

Die Deutschen Edelstahlwerke (DEW) haben einen neuen Warmarbeitsstahl entwickelt. Thermodur-2383-Supercool kombiniert laut Unternehmen gute mechanische Eigenschaften und eine hohe Verschleißfestigkeit mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit: Das macht ihn insbesondere für den Einsatz in Presshärtewerkzeugen interessant.

Das Presshärten ist ein spezielles Warmumformverfahren für die Herstellung hochfester Karosserieteile in der Automobilindustrie.Das Blechteil wird in einem einzigen, kombinierten Prozessschritt warmumgeformt und wärmebehandelt – Formgebung und Einstellen der mechanischen Eigenschaften finden also gleichzeitig statt.

Der Werkzeugstahl, der bei diesem Prozess eingesetzt wird, braucht neben guten mechanischen Eigenschaften wie Härte, Durchhärtbarkeit und Verschleißbeständigkeit eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Sie ist von entscheidender Bedeutung für das gleichmäßige Abschrecken und für die Taktzeit und kann somit die Kosten des gesamten Verfahrens verringern.

Hohe Wärmeleitfähigkeit, Festigkeit und Durchhärtbarkeit

Die Spezialstahllösung Thermodur-2383-Supercool (45 HRC) bietet eine Wärmeleitfähigkeit von 44 W/(mK) bei 100 ° C. Ein Werkzeugeinsatz aus diesem Spezialstahl beispielsweise kann dadurch Wärme aus einem erhitzten Blech innerhalb kurzer Zeit kontrolliert ableiten. Der Werkstoff bietet eine hohe Festigkeit und Durchhärtbarkeit, die auf dem Niveau herkömmlicher Warmarbeitsstähle liegen soll. Zudem soll er bei anhaltend hohen Temperaturen im Vergleich widerstandsfähiger sein, also keinen signifikanten Härteverlust aufweisen. Die Temperaturwechselbeständigkeit kann außerdem dazu beitragen, die Standzeit von Werkzeugen auch in anspruchsvollen Umgebungen zu verlängern.

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