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Hydraulikventil Hochdynamisches Ventil ermöglicht präzises Stellverhalten

| Redakteur: Dorothee Quitter

Das Voith Servoventil DECV (Direct Electronic Copy Valve) ist eine Weiterentwicklung der Voith Kopierventile, die sich bereits in zahlreichen hydraulischen Regelungen bewährt haben.

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Servoventil DECV (Direct Electronic Copy Valve) von Voith
Servoventil DECV (Direct Electronic Copy Valve) von Voith
(Bild: Voith)

Es verbindet deren exzellentes Betriebsverhalten und Robustheit mit einer innovativen Ventiltechnik und der dazugehörigen elektronischen Steuerung. Die einstufige, direkte Ansteuerung ermöglicht präzises Stellverhalten: Durch Impulsantwort und Genauigkeit eignet sich das Servoventil DECV für anspruchsvolle Antriebsaufgaben. Mit einer Sprungantwort von nur sieben Millisekunden gehört das DECV zur Klasse der hochdynamischen Ventile. Dank der direkten Ansteuerung wird zudem eine Hysterese von deutlich unter einem Prozent erreicht.

Für hohe Belastungen ausgelegt

Bei der Entwicklung des DECV Ventils standen Anwendungen mit hohen mechanischen Belastungen im Fokus. Auch der raue Maschinenalltag außerhalb von Laborbedingungen bestätigt die außerordentlichen Parameter des DECV: Beispielsweise hat sich das Servoventil bereits in Stanz-/Nibbelmaschinen unter zyklischen Schocks von mehreren Hundert g (> 2000 m/s²) bewährt.

Kostensenkung durch einfache Ölfilterung

Das Voith DECV Ventil reagiert kaum auf Verunreinigungen des Öls und kann mit Öl der Reinheitsklasse 19/17/14 nach ISO 4406 betrieben werden. Diese Ölqualität ist mit einer üblichen Nebenstromfilterung zu erreichen. Vergleichbare Servoventile fordern oft höhere Reinheitsgrade, deren Erreichung dann den Einsatz teurer Druckfilter nach sich zieht. Das Voith DECV verringert daher die Betriebskosten der Anlage.

Einfache Integration und Fernwartung

Die programmierbare Steuerelektronik des DECV bietet alle gängigen Schnittstellen, was die Einbindung in bestehende Anlagen vereinfacht. Die beim DECV Ventil eingesetzte HS4-SV2-Steuerung beinhaltet neben dem Leistungsverstärker zur Ansteuerung auch eine parametrierbare PLC/CNC. Häufig vorkommende Anwenderzyklen sind bereits integriert und können über Feldbusse problemlos spezifischen Anforderungen angepasst werden. Über das zur HS4-Steuerung gehörende Software-Tool „PunchMaster“ lassen sich Diagnosedaten über Ethernet von jedem Ort der Welt aus abrufen. Das ermöglicht das Erkennen fehlerhafter Zyklen und die produktionsbegleitende Qualitätssicherung. Ein integrierter Sensor misst den Druck direkt am Prozessanschluss und ermöglicht so eine sehr genaue und dynamische Prozessüberwachung und -regelung. Das vermeidet Stillstandzeiten, wodurch Kosten für Reparatur und Serviceeinsätze sinken. (qui)

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