Oberflächen Herstellung funktionaler Oberflächen

Redakteur: Juliana Schulze

Die VolkswagenStiftung hat rund vier Millionen Euro für sechs Vorhaben für ihre Förderinitiative „Innovative Methoden zur Herstellung funktionaler Oberflächen“ bewilligt.

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In dem Verbundprojekt „RibletSkin“ an der RWTH Aachen werden technische Oberflächen so strukturiert, dass sich der Reibungswiderstand von turbulenten Strömungen verringert.
In dem Verbundprojekt „RibletSkin“ an der RWTH Aachen werden technische Oberflächen so strukturiert, dass sich der Reibungswiderstand von turbulenten Strömungen verringert.
( Foto: RWTH Aachen )

Autos, die nicht rosten; Fensterscheiben, die ohne Mühe sauber bleiben; Gefäß-Stents, die keine bösen Ablagerungen zulassen - schon diese drei Beispiele deuten an, wie breit das Spektrum für die Herstellung intelligenter Oberflächen ist. Bereits heute gibt es Beispiele etwa für Beschichtungen, die in der Lage sind, entweder aus sich selbst heraus oder gezielt von außen gesteuert ihre Eigenschaften an Umweltbedingungen anzupassen. Doch häufig fehlt es noch an den geeigneten Methoden, funktionale Flächen effektiv und kostensparend herzustellen. Die VolkswagenStiftung hat seit 2003 in ihrer Förderinitiative „Innovative Methoden zur Herstellung funktionaler Oberflächen“ 17 Verbundprojekte mit 11,8 Millionen Euro gefördert. Nun werden noch einmal sechs Projekte mit insgesamt rund vier Millionen Euro unterstützt.

Riblet-Strukturen verringern Reibungswiderstand von turbulenten Strömungen

Fortgesetzt wird beispielsweise das aussichtsreichste Verbundprojekt „RibletSkin“ an der RWTH Aachen, in dem technische Oberflächen so strukturiert werden, dass sich der Reibungswiderstand von turbulenten Strömungen verringert. Diese so genannten Riblet-Strukturen ähneln der Haifischhaut, und ihre Erzeugung auf metallischen Bauteilen kann für eine Reihe von Prozessen wichtig werden. Neu hinzu kommt unter anderem ein Verbundprojekt der Universitäten Freiburg und Münster in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut in Freiburg. Hier sollen großflächige, strukturierte Oberflächen mit definierten Nanostrukturen entstehen; als erste mögliche Anwendung wird ein Gassensor mit extrem hoher Sensitivität entwickelt, der mehrere Spurengase gleichzeitig erkennt.

  • Zu den sechs Verbundprojekten der Förderinitiative „Innovative Methoden zur Herstellung funktionaler Oberflächen“ gehören die RWTH Aachen; die Ruhr-Universität Bochum zusammen mit dem Institute for Product and Service Engineering und der TU Braunschweig; die Technische Universität Braunschweig; das Bremer Institut für Angewandte Strahltechnik gemeinsam mit dem IWT; die Universität Münster zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik und der Universität Freiburg; sowie die Universität Stuttgart zusammen mit den Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung.

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