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Additive Fertigung Heraeus präsentiert größtes Bauteil aus amorphem Metall

| Redakteur: Dorothee Quitter

Auf der Automate 2019 in Chicago zeigt Heraeus ein additiv gefertigtes Zahnrad aus amorphem Metall. Dieser Größen-Weltrekord eröffnet neue Möglichkeiten im Design für unterschiedlichste Industriebereiche: von Automatisierungslösungen und Robotik über Luftfahrt, Medizintechnik bis hin zur Automobilindustrie.

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Das additiv gefertigtes Zahnrad wurde auf einer Standard-SLM-Anlage mit amorphen Metallen aus dem Hause Heraeus gedruckt.
Das additiv gefertigtes Zahnrad wurde auf einer Standard-SLM-Anlage mit amorphen Metallen aus dem Hause Heraeus gedruckt.
(Bild: Heraeus)

2 kg bringt das additiv gefertigte kompakte Bauteil auf die Waage. Bisher waren aufgrund der erforderlichen hohen Abkühlraten von meist über 1.000 K/s nur kleine Teile aus amorphen Metallen herstellbar. 50 % Material- und damit Gewichtseinsparung erreichen die Material- und Prozessexperten dadurch, dass sie bei der Entwicklung des amorphen Zahnrads gleichzeitig seine Topologie optimiert haben.

Amorphe Metalle weisen eine ungeordnete, nicht kristalline Struktur auf, anders als reine Metalle und klassische Legierungen. Sie vereinen Eigenschaften in einem Material, die sich üblicherweise ausschließen: extreme Härte und Druckfestigkeit bei gleichermaßen hoher Elastizität. Sie zeichnen sich entsprechend durch eine gute Korrosionsbeständigkeit, hervorragende Verschleißfestigkeit und eine hohe Streckgrenze in Kombination mit der Elastizität von Polymeren aus. Zudem besitzen sie weichmagnetische Eigenschaften und sind deshalb leicht zu magnetisieren und entmagnetisieren. Mit dieser Kombination von Eigenschaften sind amorphe Metalle Stahl, Titan und vielen anderen Werkstoffen überlegen. (qui)

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