Forschungsprojekt Grüner Wasserstoff für neuartige Ackerfahrzeuge

Redakteur: Katharina Juschkat

Ein Forschungsprojekt entwickelt ein neuartiges Fahrzeugkonzept für die Landwirtschaft. Der Antrieb basiert auf grünem Wasserstoff und soll als Vorreiter für den Einsatz von Wasserstoff in der Landwirtschaft sein.

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Übergabe des Förderbescheids für das Projekt „NeXaT2H2 - Demonstration eines wasserstoffbetriebenen Ackerfahrzeugs“ (v.l.): Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram (links), Landrätin Anna Kebschull, Prof. Hans-Jürgen Pfisterer, Hochschule Osnabrück, Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung, Klemens Kalverkamp, Geschäftsführer vom Maschinenbau-Unternehmen Kalverkamp, Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz,
Übergabe des Förderbescheids für das Projekt „NeXaT2H2 - Demonstration eines wasserstoffbetriebenen Ackerfahrzeugs“ (v.l.): Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram (links), Landrätin Anna Kebschull, Prof. Hans-Jürgen Pfisterer, Hochschule Osnabrück, Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung, Klemens Kalverkamp, Geschäftsführer vom Maschinenbau-Unternehmen Kalverkamp, Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz,
(Bild: Hochschule Osnabrück)

Wasserstofffahrzeuge für die Landwirtschaft – wie das aussehen könnte, zeigt die Hochschule Osnabrück zusammen mit der Firma Kalverkamp mit seinem Prototypen „NeXaT2H2“, einem komplett wasserstoffbetriebenen Ackerfahrzeugs. Das vollständig neuartige Fahrzeugkonzept wurde von vornherein für die Wasserstoffnutzung konzipiert.

Das Gefährt bewegt sich auf vier einzeln ansteuerbaren Bandlaufwerken ähnlich einem Hallenkran über die Ackerflächen auf schmalen Feldwegen. Mit dem „Wide Span Konzept“ deckt es dabei ein Breite von bis zu 18 Metern ab. Bisher wird dieser hybrid-elektrische Prototyp des NeXaT-Fahrzeugs allerdings mit Diesel betrieben. Genau das soll sich dank der Forschungskooperation mit der Hochschule Osnabrück ändern. Dafür hat das Projekt jetzt 3,6 Millionen Euro Fördergelder erhalten.

Im Verbundforschungsprojekt wird ein Digitaler Zwilling des Brennstoffzellensystems, der Leistungselektronik, der elektrischen Maschinen und der Mess-, Steuer- und Regelungssysteme erstellt. So ist es möglich, das elektrische Antriebssystem auszulegen und zu optimieren. Mit diesem ersten Projekt wollen die Forscher eine technologische Basis für den breiten Einsatz von grünem Wasserstoff in der Landtechnik setzen.

„Das Ziel ist es, im Zuge des Projektes einen Wasserstoffantrieb für das Fahrzeug zu entwickeln und zu integrieren“, sagt Hans-Jürgen Pfisterer von der Hochschule Osnabrück. Um das tun zu können, greift das Forschungsteam um Pfisterer auf innovative Vorarbeiten zurück. „2020 ist es uns erstmals gelungen, elektrische Antriebssysteme mit einer sehr hohen Modellgenauigkeit in Echtzeit zu simulieren“, erklärt der Professor für Elektrische Antriebe und Grundlagen. Das ermöglicht den Forschern sowohl die Optimierung des Gesamtsystems als auch jeder einzelnen Komponente. „Wir können die virtuelle und die reale Welt im Prüflabor koppeln, da Simulation und Versuch synchron durchgeführt werden können.“

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