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Antriebstechnik/Fügetechnik Größeres Leistungsspektrum für Electric-Drive-Servoantriebe

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Tox Pressotechnik hat seine elektromechanischen Servoantriebe Electric Drive weiterentwickelt. Typ EQ zeichnet sich durch ein größeres Leistungsspektrum aus und ist in zwei Varianten erhältlich: eine Basis- und eine Highendversion. Zudem vergrößert das Unternehmen seine Produktions- und Montagebereiche sowie Büroflächen des Stammwerks in Weingarten, so sollen künftig ausreichend Kapazitäten bereit stehen. Das Unternehmen will nämlich zum Komponenten- auch das Systemgeschäft ausbauen.

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Beim elektromechanischen Servoantrieb TOX®-ElectricDrive line-Q, Typ EQ, wird die Druck- oder Presskraft durch die Kombination von Motor und Getriebe mit einer Kugelumlaufspindel erzeugt.
Beim elektromechanischen Servoantrieb TOX®-ElectricDrive line-Q, Typ EQ, wird die Druck- oder Presskraft durch die Kombination von Motor und Getriebe mit einer Kugelumlaufspindel erzeugt.
(Bild: Tox )

Nachdem die Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG seit mehreren Jahren erfolgreich Servoantriebe anbietet, kommt jetzt eine weiteres Antriebssystem hinzu: der Tox-Electric-Drive Typ EQ. Das Modell zeichnet sich durch ein größeres Leistungsspektrum und längere Wartungsintervalle aus und soll besonders einfach zu installieren sein.

Für reproduzierbare, präzise Fertigung geeignet

Beim elektromechanischen Servoantrieb Tox-Electric-Drive Line-Q, Typ EQ, wird die Druck- oder Presskraft durch die Kombination von Motor und Getriebe mit einer Kugelumlaufspindel erzeugt. Die kompakte Bauform mit integrierter Sensorik und standardisierten Schnittstellen soll den einfachen Einbau in Füge- und Montagemaschinen erlauben, sowie die Verwendung als Antrieb für Pressen, Zangen, Sondervorrichtungen und dergleichen mehr. Die EQ-Modelle sind in sechs Leistungsbereichen erhältlich; mit Nennkräften von 2, 5, 10, 25, 55 und 100 kN. So soll ein breiter Einsatzbereich gesichert werden. Bei Hüben von 150 bis 450 mm beträgt die Weg-Wiederholgenauigkeit ± 0,01 mm, weshalb sich diese Servoantriebe optimal für reproduzierbare Präzisionsarbeiten eignen sollen.

Hier gibt es weitere Informationen zu elektromechanischen Antrieben von Tox Pressotechnik

Tox-Electric-Drive - der elektromechanische Antrieb für Zangen und Pressen. Presskräfte stufenlos bis 400kN. Bediensoftware zur einfachen Konfiguration der Servo Spindel.

Mit dem frei parametrierbaren Servocontroller Line-X wurde für alle Tox-Electric-Drive-Antriebssysteme ein einheitliches, standardisiertes Regler-Konzept entwickelt, das einfache Programmierung und leichte sowie sichere Bedienung gewährleistet. Um die Antriebe schnell und komfortabel einsetzen zu können, wurden die Bedienung und die Visualisierung auf die Erfordernisse moderner Arbeitsprozesse hin abgestimmt. Mit der kostenlos mitgelieferten Software zum Steuern, Bedienen und Auswerten, wird eine sehr einfache Inbetriebnahme des Antriebssystems möglich.

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Tox blickt „expansiv“ in die Zukunft

Da im Stammhaus Weingarten sowohl die Büroflächen als auch die Produktions- und Montagebereiche mittlerweile an ihre Kapazitäts-Grenzen gestoßen sind, entschlossen sich die Gesellschafter zur Vorwärtsstrategie und setzen mit einem Investment in Höhe von rund 12 Mio. € ein Zeichen für den Standort Weingarten und damit Deutschland. Die Investition verteilt sich auf den Erwerb von 15.600 m² Land, das an das bestehende Fabrikgelände angrenzt, den Bau und die Ausrüstung von Gebäuden sowie schließlich benötigtes Equipment.

Nachdem noch Ende 2014 mit den Tiefbauarbeiten zur Erschließung und Vorarbeit begonnen wurde, erfolgte nun mit der Genehmigung für den Hochbau der Spatenstich für die einzelnen Bauabschnitte. Gestartet werden soll mit der Erweiterung der drei vorhandenen Produktionshallen um ca. 3000 m² Nutzfläche. Hierbei wird ein 3-geschossiger Anbau weitere Sozialbereiche beinhalten. Nach Westen entsteht der Neubau eines Bürogebäudes mit drei Geschossen und ca. 2800 m² Bruttogeschossfläche. Zur Abrundung wird das bestehende Büro- und Verwaltungsgebäude erweitert und um den Kantinenbereich ergänzt.

Mehr Platz für Versuche und Tests

Mit den Neu-, Um- und Ausbauten geht eine Optimierung der Materialfluss- und Logistik-Abläufe einher. Hauptsächlich jedoch sollen es die neuen Büroflächen erlauben, die räumliche Zusammenführung von auftragsbezogen interdisziplinär arbeitenden Fachbereichen zu realisieren. Auch das Tox-Technikum erhält für Versuche und Tests mehr Raum zur Verfügung, ebenso die Endabnahme der Maschinen durch die Kunden. Die Neugestaltung der Kantine und der Sozial-/Umkleidebereiche kommt der stetig steigenden Mitarbeiterzahl zu Gute. Auch die Anzahl an Parkplätzen für Mitarbeiter und Kunden wird erhöht.

Für die Realisierung des gesamten Vorhabens ist ein Zeitrahmen von rund 18 Monaten vorgesehen, beginnend mit der Erschließung des Geländes im Herbst 2014 und voraussichtlich endend im Sommer 2016.

Vom Komponentenhersteller zum Systempartner

So ist Tox Pressotechnik räumlich aber auch vom Portfolio her für die Erweiterung des Systemgeschäftes gerüstet. Am Beispiel von Tox-Roboterzangen zeigt Elmar Locher, Leiter Key Account und Projektmanagement wie das Unternehmen mit der Nachfrage nach Systemlösungen umgeht. Beispielsweise hat Tox einen Roboter-Baukasten-System entwickelt, das Antriebe (Kraftpaket sowie Electric-Drive) in Clinch- und Nietvariante, unterschiedliche Setzköpfe sowie Bügel mit standardisierten Schnittstellen für Antriebe, Werkzeug und Anbauteile enthält. So bietet Tox zusammen mit Steuerung und Prozessüberwachung ein breites Portfolio für individuelle Systemlösungen, die größtenteils einfach dem Tox-Standardprogramm entnommen werden können. (sh)

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