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Werkstoffdaten Granta erweitert Metall-Werkstoffdatenbank

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Granta Design hat die Verfügbarkeit einer aktualisierten Bibliothek von Metalldaten für Nutzer der Granta MI- und CES Selector-Software angekündigt. Diese bisher umfangreichste Quelle für Metallkennwerte deckt mehrere Tausend Standardmetalle, Spezifikationen und Werkstoffklassen ab.

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Granta veröffentlicht die bisher umfangreichsten Metall-Werkstoffdaten für Äquivalenzuntersuchungen, Materialauswahl und Simulation
Granta veröffentlicht die bisher umfangreichsten Metall-Werkstoffdaten für Äquivalenzuntersuchungen, Materialauswahl und Simulation
(Bild: Granta)

Sie umfasst eine digitale Version der richtungsweisenden MMPDS-10 Aluminiumlegierungen für die Luftfahrt, das neueste Register europäischer Stähle und Steel-Spec-Daten (inklusive Automobil-Stähle) sowie ASME-Daten über Metalle für die Energiewirtschaft und den chemischen Anlagenbau. Die Verbesserungen betreffen unter anderem nichtlineare Werkstoffkennwerte, die sich für die Simulation eignen und erweiterte Informationen für den Vergleich internationaler Standards. Weitere Informationen werden in einem Web-Seminar Ende September zur Verfügung gestellt.

Alternativen einfach identifizieren

Der Bedarf, ähnliche oder gleichwertige Werkstoffe zu identifizieren, ist bei metallischen Materialien eine weit verbreitete Herausforderung, z. B. wenn eine lokale Werkstoffklasse für den Einsatz in einem internationalen Fertigungsstandort gefunden werden muss, weil Lieferschwierigkeiten bei bestimmten Materialien auftreten oder ein Werkstoffe veraltet ist. Solche Studien erfordern Informationen zu globalen Standards und Spezifikationen, die mit Kennwerten verknüpft sind. Außerdem werden geeignete Werkzeuge zur Analyse dieser Daten benötigt, um passende Alternativen zu identifizieren.

Riesige Sammlung von Materialdaten

Die Ingenieure brauchen darüber hinaus Zugriff auf verlässliche Daten zur Werkstoffauswahl, für das Produktdesign, die Simulation, die Qualifikation und mehr. Bei vielen der Anwendungen, wie z. B. für Crash-Simulationen, sind für ein vollständiges Verständnis der Eignung eines Werkstoffes Daten erforderlich, die sowohl nichtlineare als auch elastische Eigenschaften beschreiben.

Granta fügt eine einzigartige Sammlung von Materialdaten aus weit verbreiteten und angesehenen Quellen zentral zusammen. Unter den Kennwerten finden sich statistisch abgeleitete Konstruktionsdaten für Hochleistungslegierungen, globale Standards und Spezifikationsdaten zur Identifizierung gleichwertiger Werkstoffklassen sowie temperaturabhängige und nichtlineare Daten.

Die folgenden fünf Datenmodule wurden aktualisiert:

  • MMPDS: Version 10 der führenden Luftfahrtreferenz
  • ASME BPVC: die 2015er Version von ASME Boiler & Pressure Vessel Code
  • Stahldat SX: das neueste, komplette und aktuelle Register europäischer Stähle, darunter erweiterte mechanische Kennwerte, neue magnetische Eigenschaftsdaten und verbesserte Informationen für internationale Gleichwertigkeitsstudien.
  • Stahldat Stahlbleche: sämtliche Aktualisierungen der Stahlblechdaten mit einem Schwerpunkt auf Anwendungen in der Automobilindustrie.
  • SteelSpec: mit über 250 zusätzlichen Stahl-Spezifikationen.

Anwender des Granta MI Materialinformations-Managementsystems können umgehend auf die aktualisierten Module zugreifen und die Daten, neben ihren firmeneigenen Daten, im gleichen System verwalten und nutzen. Die Module werden darüber hinaus auch in der anstehenden neuen Version von CES Selector verfügbar sein. So wird die Nutzung der Daten mit leistungsstarken Auswahl- und Visualisierungswerkzeugen möglich, die den Anwender dabei unterstützen, Kennwerte zu vergleichen und Werkstoffentscheidungen zu treffen. Anwender beider Systeme werden von der Verfügbarkeit der Metallkennwerte neben den umfangreifen Informationen zu Kunststoffen und Verbundmaterialien profitieren, da dadurch werkstoffklassenübergreifende Vergleiche und Analysen möglich sind. (mz)

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