Werkstoffdatenbank Werkstoffinformationen innerhalb von CAD- und PLM-Systemen besser nutzen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Granta hat bekanntgegeben, dass es neue Möglichkeiten für die Unterstützung von Werkstoffinformationen innerhalb von Enterprise-CAD- und -PLM-Systemen gibt: Mit den neuen Funktionen können Fragen wie „Wo wurde der Werkstoff benutzt?“ beantwortet und Werkstoffvarianten gehandhabt werden, außerdem bietet die Aktualisierung zusätzliche Integrationsmöglichkeiten.

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Granta hat sein Werkstoff-Informationsmanagementsystem erweitert.
Granta hat sein Werkstoff-Informationsmanagementsystem erweitert.
(Bild: Granta)

Granta Design hat sein Werkstoff-Informationsmanagementsystem Granta MI mit neuen Funktionen erweitert. Diese erweitern den Werkstoffdaten Support für CAD- und PLM-Werkzeuge. Mit einer neuen Web-App wird die oft entscheidende Frage „Wo wurde das Material verwendet?“ beantwortet. CAD-Anwender können nun alternative Werkstoffe untersuchen, darüber hinaus gibt eine neue Option für die PLM Integration. Granta MI versetzt große Unternehmen in die Lage, unternehmenseigene Informationen über ihre technischen Materialinformationen zu verwalten, sie mit umfassenden Referenzdatenbibliotheken zu kombinieren und dieses Wissen im Design und der Entwicklung anzuwenden - unter anderem innerhalb ihrer CAD-, PLM- und Computer-Aided Engineering (CAE)-Systeme.

Neue App unterstützt bei der Auswahl

Die neue App „Wo wurde es benutzt“ versetzt Designer in die Lage, ein Material von ihrer Granta MI Datenbank auszuwählen und dann in ihrem PLM-System abzufragen, in welchen bereits vorhandenen Produkten oder Bauteilen der Werkstoff verwendet wurde. Wenn z. B. ein bestimmter Kunststoff für ein neues Produkt in Betracht gezogen wird, möchte der Entwicklungsingenieur wissen, wo dieser Werkstoff in früheren Anwendungen eingesetzt wurde, um so Unterstützung bei der Optimierung des Designs zu erhalten oder Probleme zu vermeiden.

Ein weiterer Anwendungsfall ist die Frage, welche Produkte gefährdet sind, wenn ein Material aufgrund neuer Regularien oder Lieferschwierigkeiten nicht mehr verfügbar ist. Die App verknüpft unternehmenseigene Material- und Produktanwendungsdaten, um diese wichtigen Fragen schnell über ein benutzerfreundliches Interface zu beantworten, für dessen Bedienung keinerlei Kenntnisse der komplexen Datenstrukturen nötig sind.

Zugriff auf unternehmenseigene Werkstoffdaten im CAD-, CAE- und PLM-System

Die Granta MI:Materials Gateway Plug-ins bieten direkten Zugriff auf unternehmenseigene Werkstoffdaten innerhalb der CAD-, CAE- und PLM-Systeme. So können z. B. CAD-Nutzer ein Material auswählen, es ihrem Modell zuweisen und danach die mit dem Werkstoff verknüpften Daten für die Analyse nutzen. Falls der Designer kein Material findet, das den Anforderungen entspricht, kann er nun eine Werkstoffvariante, basierend auf der vorliegenden Spezifikation, anfordern und die Eigenschaften, die er ändern möchte, identifizieren.

Dies könnte eine Anfrage an Werkstoffexperten auslösen, um zu prüfen, ob den neuen Spezifikationen entsprochen werden kann. So kann der Entwickler kontrolliert und konform zu den unternehmensspezifischen Materialentwicklungsprozessen verschiedene Werkstoffoptionen untersuchen. Das Werkzeug basiert auf Anfragen von Kunden und wurde für Designarbeitsabläufe aus der Praxis entwickelt.

Neue Möglichkeiten für Teamcenter-Nutzer

Unternehmen, die das neueste Teamcenter PLM System verwenden, haben nun eine weitere Methode, Werkstoffinformationen zu integrieren. Sie können Materialinformationen aus Granta MI in das Teamcenter Integrated Materials Management (IMM) Datenmodel integrieren, wo es dann von den Teamcenter Werkzeugen zugewiesen und genutzt werden kann (Werkstoffdaten Authoring). Nutzer haben Zugriff auf die volle Leistungsstärke von Granta MI, um die komplexen Lebenszyklen von Materialinformationen zu jedem Werkstoff und jeder Eigenschaft in ihrer unternehmenseigenen Knowledge-Base zu verwalten. Sie können die für ihr Produkt benötigten Daten direkt in das PLM System einladen und erhalten einen ‘Live Link’ zur Datenquelle, was Nachverfolgbarkeit und Updates ermöglicht, wenn die Daten sich ändern.

„Wir freuen uns, neue Werkzeuge und, in Partnerschaft mit Siemens PLM, eine neue Option zur Beschreibung von Werkstoffdaten in PLM anzubieten”, sagte Dr. Arthur Fairfull, Director of Materials Strategy und PLM bei Granta. „Unternehmen haben unterschiedliche Strategien, ihr Werkstoffwissen in CAD, PLM und Produktentwicklungsprozesse einzubinden. Diese Funktionen unterstützen alle Kunden in diesem Bereich, unabhängig davon, welchen Ansatz sie verfolgen.” (mz)

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