Gleitlager

Gleitlager als Alternative zu Wälzlager in Windgetrieben

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Kurzzeitige Spitzenlasten führen häufig zu Schuppungen an den Laufflächen (Brittle Flaking). Stillstand und Kleinstbewegungen verursachen Stillstandsmarken (False Brinelling). Diese Vorschädigungen führen schließlich unter erneuter Belastung (Drehzahl oder Last bzw. deren Kombination) zu Lagerversagen lange bevor die rechnerische Lebensdauer erreicht ist.

Gleitlager sind unempfindlich gegenüber Überlast

Hydrodynamische Gleitlager dagegen sind unempfindlich gegenüber Überlast, Stoßbelastung, Stillstand, Vibrationen und Schmutzpartikel. In Großdieselmotoren sind Gleitlager deshalb seit Jahrzehnten Stand der Technik. Jetzt setzte sich die Miba Aufgabe und Ziel diese Technologie über hydrodynamische Simulation, Lagerdesign und spezifische Prüfstandsläufe von den Motoren- auf die Windkraftanwendungen zu übertragen.

Unter Einsatz moderner Schmierfilmsimulationen kann ein vollständiger Schmierfilmaufbau auch bei Gleitgeschwindigkeiten von weniger als 0,5 m/s ebenso nachgewiesen werden wie die nicht-lineare Charakteristik des Gleitlagers. Sie bildet die Grundlage für die besondere Eignung für Über- und Stoßbelastungen. Iterationen aus Simulation und Lagerdesign bringen vielversprechende Lösungen hervor: Das Kantentragen wird selbst unter extremen Kippmomenten soweit reduziert, sodass die mögliche Mischreibung keine Gefahr für das Lagersystem darstellt.

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