Konstruktionswettbewerb Gewinner des Engineering Newcomer 2021 gekürt

Redakteur: Marie Lücke

Am 5. Oktober 2021 wurden auf der Motek in Stuttgart die drei bestplatzierten Projekte des Engineering Newcomer 2021 offiziell ausgezeichnet. Die Ideen junger Talente waren sowohl innovativ als auch marktreif.

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Auf dem Norelem Messestand der Fachmesse Motek in Stuttgart zeichnete die Norelem Academy Zukunftsingenieure für ihre Innovationskraft aus.
Auf dem Norelem Messestand der Fachmesse Motek in Stuttgart zeichnete die Norelem Academy Zukunftsingenieure für ihre Innovationskraft aus.
(Bild: Cadenas GmbH)

Die Norelem Academy hat gemeinsam mit den Sponsoren Cadenas, Tenado, Zuken E3, Mdesign und dem Bundesarbeitskreis Fachschule für Technik die besten Konstruktionsprojekte von Studenten und Schülern ausgezeichnet.

Die Fachjury zeigte sich beeindruckt von den Leistungen und der Kreativität der teilnehmenden Teams in diesem Jahr: „Aus meiner Sicht hat der Engineering Newcomer 2021 ein neues Niveau erreicht. Die funktionsfähigen Prototypen zeigen eindrucksvoll die Qualität. Vor allem sind fast alle Projekte marktreif und haben ein hohes Marktpotenzial“, so das Jurymitglied Matthias Grywatsch vom Bundesarbeitskreis Fachschule für Technik. „Auch die Nutzung von Normalien und Standards ist in hohem Maße erfolgt beziehungsweise eine Standardisierung und Flexibilität in der Anwendung ist sehr oft berücksichtigt und möglich.“

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35 Bewerberteams aus der ganzen Welt

In diesem Jahr hatten den Angaben zufolge 35 Teams aus der ganzen Welt ihre Konstruktionsideen für den Engineering Newcomer eingereicht. Die Teilnehmer kamen unter anderem aus Deutschland, Österreich, Schweden, Italien, Großbritannien, Nigeria und der Türkei.

Die Norelem Academy sucht bereits seit 2014 den besten Engineering Newcomer, für den sich Schüler und Studenten mit ihrer Projekt- oder Abschlussarbeit im Bereich Engineering und Entwicklung bewerben können. Bewertet werden die Konstruktionen der angehenden Ingenieurinnen und Techniker durch Jurymitglieder. Belohnt werden die Gewinner-Teams mit einem attraktiven Geldpreis von insgesamt 7.500 Euro für sich sowie deren Bildungseinrichtung.

Die Gewinner

Christian Rieger greift mit seinem Hochtemperatur-3D-Drucker das immer wichtiger werdende Thema der additiven Fertigung auf.
Christian Rieger greift mit seinem Hochtemperatur-3D-Drucker das immer wichtiger werdende Thema der additiven Fertigung auf.
(Bild: Cadenas GmbH)

Den ersten Platz belegte Christian Rieger von der Technikerschule München: Er entwickelte einen Hochtemperatur-3D-Drucker mit Werkzeugwechsler. Der HTPx3 soll bei einer maximalen Extruder Temperatur von 450°C und einer maximalen Baukammertemperatur von 120°C alle derzeit gängigen Filamente, sogar PEEK-Material, problemlos und präzise drucken können. Drei individuell gesteuerte Z-Achsen ermöglichen zudem einen nicht-planaren Druck, so dass gekrümmte Teile ein glattes Finish erhalten, heißt es.

Patrick Körber, Jonas Zirlik, Michael Pröll, Thomas Hahn und Christian Roder überzeugten die Jury mit ihrem Pelletsmoker SmokeMatik.
Patrick Körber, Jonas Zirlik, Michael Pröll, Thomas Hahn und Christian Roder überzeugten die Jury mit ihrem Pelletsmoker SmokeMatik.
(Bild: Cadenas GmbH)

Auf Platz zwei kam der automatisierte Pelletsmoker SmokeMatik, den Jonas Zirlik, Michael Pröll, Patrick Körber, Thomas Hahn und Christian Roder von der Rudolf-Diesel-Fachschule in Nürnberg entwickelten. Pellet Smoker kommen neben gängigen Gas- oder Holzkohlegrills immer häufiger zum Einsatz und ermöglichen mit ihrer gleichmäßigen Hitze sowie dezenter Rauchentwicklung ein sanftes Räuchern und Garen von Grillgut. Der SmokeMatik der Nachwuchsingenieure regelt die Pellet- und Luftzufuhr selbstständig und überwacht die Temperatur in der Garkammer mithilfe von Sensoren. Das überzeugte die Fachjury.

Alexander Berkmann, Wilhelm Menke und Ilona Pollari wollen mit ihrer Eindrehvorrichtung einen Beitrag zum Umweltschutz und der Sicherung von Baumbeständen leisten.
Alexander Berkmann, Wilhelm Menke und Ilona Pollari wollen mit ihrer Eindrehvorrichtung einen Beitrag zum Umweltschutz und der Sicherung von Baumbeständen leisten.
(Bild: Cadenas GmbH)

Den dritten Platz konnten Alexander Berkmann, Wilhelm Menke und Ilona Pollari von der Technikerschule München für sich verbuchen: Sie konstruierten eine Eindrehvorrichtung durch die Bäume erhalten bleiben und ihre Standfestigkeit gewährleistet werden sollen. Sogenannte Wurzelbrücken werden verlegt, um das Wurzelwerk zu schützen. Zur effektiven Verankerung der Hauptelemente mit Fundamentschrauben im Boden wurden bislang meist ein Handgerät und zwei Arbeitskräfte benötigt. Die Eindrehvorrichtung ist eine ergonomischere und schnellere Alternative zum Handgerät.

Neben den einzelnen Teams können auch deren Bildungseinrichtungen beim Engineering Newcomer punkten, indem sie sich mit ihrem Nachwuchs einen Platz auf der Ewigenliste sichern. Denn nicht nur die Gewinner sammeln wertvolle Punkte für ihre Schulen, sondern auch jeder eingereichte Beitrag wird mit Punkten vergütet, die fortlaufend über alle Wettbewerbsjahre gesammelt werden. Die jeweils aktuell erstplatzierte Bildungseinrichtung im Gesamtranking nach Beendigung des Wettbewerbs kann sich damit zusätzlich über 500 Euro freuen. In diesem Jahr belegt zum fünften Mal in Folge die Technikerschule München den ersten Platz der Engineering Newcomer Ewigenliste.

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