Werkzeugtechnik 4.0

Wälzschälen Gear Skiving mit prozesssicherer Simulation

Redakteur: Jan Vollmuth

Für das Wälzschälen liefert Verzahnungsspezialist LMT Fette leistungsstarke und prozesssichere Werkzeuge, die dank ihrer Kombination aus Schneidkantenpräparation und individueller Prozesssimulation hohe Leistung bei der Fertigung von Innen- und Außenverzahnungen garantieren.

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Die Wälzschälräder von LMT Fette setzen Maßstäbe hinsichtlich Bearbeitungszeit, Fertigungskosten, Bauteilqualität, Werkzeugstandzeit und Prozesssicherheit.
Die Wälzschälräder von LMT Fette setzen Maßstäbe hinsichtlich Bearbeitungszeit, Fertigungskosten, Bauteilqualität, Werkzeugstandzeit und Prozesssicherheit.
(Bild: LMT Tools)

Beim Wälzschälen (engl. Gear Skiving) steht das Werkzeug schräg zur Achse des zu bearbeitenden Werkstücks. Durch diesen sogenannten Achskreuzwinkel in Verbindung mit einer synchronen Bewegung zwischen Werkzeug- und Werkstückachse sowie einem axialen Vorschub wird die Verzahnung ausgebildet. Es ist ein sehr präzises und schnelles Verfahren, stellt aber hohe Anforderungen an die eingesetzten Werkzeuge. Sind diese nicht optimal ausgelegt, kommt es verfahrensbedingt sehr schnell zum Verschleiß.

Eigens entwickelte Simulationssoftware

Als ein führender Spezialist für Verzahnungswerkzeuge treibt LMT Fette jetzt die Entwicklung leistungsstarker Lösungen voran. Eine eigens entwickelte Simulationssoftware unterstützt dabei den Weg von der Kundenzeichnung bis zum sicheren und erfolgreichen Werkzeugeinsatz.

Die verfahrenstypischen komplexen Mehrschnittstrategien führen häufig zu einem aufwendigen Weg bis zum finalen Gutteil. Die Software erlaubt bereits in der Designphase eine detaillierte Beurteilung der relevanten Prozesskennwerte unter Berücksichtigung der jeweiligen Kundenanforderungen. So können alle Schwierigkeiten im Vorfeld beseitigt und schon im Simulationsprozess das ideale Werkzeug entwickelt und entworfen werden. Das schafft Sicherheit, sowohl für den Werkzeughersteller als auch für den Kunden, und führt zu leistungsfähigeren Werkzeug- und Prozesslayouts.

Makro- und Mikrogeometrie ideal abgestimmt

Das Wälzschälen erfordert besonders haltbare und gleichzeitig leistungsfähige Schneiden, denn die kontinuierlich wechselnden Eingriffsbedingungen führen zu sehr hohen Belastungen an der Werkzeugschneide. LMT Fette setzt daher beim Wälzschälen auf ein innovatives Verfahren für die Schneidkantenpräparation: Eine gezielte Verrundung sorgt für eine höhere Schnittfreudigkeit und wirkt sich zudem positiv auf das Verschleißverhalten und damit die Standzeit aus. In Kombination mit einer speziell ausgelegten Schneidengeometrie, einer schützenden Hartstoffbeschichtung sowie einem Substrat aus pulvermetallurgischem Stahl überzeugen die maßgeschneiderten Werkzeuglösungen mit hoher Effizienz und Bearbeitungssicherheit.

Mit seiner Performancestärke und Anwendungsbreite bietet das Wälzschälen großes Potenzial für die Fertigung von Innen- sowie Außenverzahnungen und ist herkömmlichen Fertigungsverfahren in vielen Fällen klar überlegen. So ermöglicht es schnellere Bearbeitungszeiten als das Wälzstoßen, bietet breitere Einsatzmöglichkeiten als das Wälzfräsen und ist dank geringerer Werkzeugkosten sowie dem Wegfall von Sondermaschinen auch gegenüber dem Räumen im Vorteil.

LMT Fette fertigt alle Wälzschälräder im Closed-Loop-Verfahren (Schleifprozess, Messung, Berechnung der Korrekturwerte). Das Ergebnis ist ein hochpräzises Schneidrad, das passgenau auf den kundenspezifischen Prozess abgestimmt ist und höchste Anforderungen an Qualität, Wirtschaftlichkeit und Prozesssicherheit erfüllt. (jv)

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