Energieeffizienz

Ganzheitliche Vorgehensweise in der Antriebstechnik

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Im Vergleich zu mechanischen Regelverfahren können mit energieeffizienter Antriebstechnik bis zu 60 Prozent, in Extremfällen sogar bis zu 70 Prozent Energiekosten eingespart werden. Hinzu kommt: Drehzahlveränderbare Antriebe reduzieren nicht nur die Kosten für Energie, sondern auch für Wartung und Instandhaltung. Sie verbessern die Prozessqualität und erhöhen die Produktivität. Unangenehme Stromspitzen beim Hochlauf des Motors und Momentenstöße gehören der Vergangenheit an, Druckwellen im Rohrleitungssystem, Kavitation oder Schwingungen werden minimiert. Der sanfte An- und Auslauf entlastet die Mechanik und sorgt für eine wesentlich längere Lebensdauer des gesamten Antriebsstranges.

Immer mehr Betreiber schätzen dies ebenso ein: Während in älteren verfahrenstechnischen Produktionsanlagen nur etwa sieben Prozent der Antriebe regelbar ausgeführt sind, werden bei neueren Produktionen heute bis zu 25 Prozent der Antriebe mit einem Frequenzumrichter ausgerüstet.

Ganzheitliche Vorgehensweise in der Antriebstechnik empfehlenswert

Mit seinem Energiesparkonzept Effidrive bietet SEW-Eurodrive dem Betreiber an, alle in Frage kommenden Energiesparpotenziale ganzheitlich zu prüfen und konsequent umzusetzen. Grundgedanke ist, dass erst durch die intelligente und sinnvolle Kombination aus Motor, Getriebe, Frequenzumrichter und Steuerung aus einzelnen energieeffizienten Antriebskomponenten umfassende Energiesparlösungen werden.

Das Konzept setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem Energiesparbaukasten, der Energieberatung und energieeffizienten Applikationen. Zum Energiesparbaukasten gehören u.a. Bausteine wie das mechatronische Antriebssystem Movigear, der neue DR-Motorbaukasten sowie die Movidrive-Frequenzumrichter.

Die Energiespareigenschaften der Komponenten werden bereits in der Entwicklungsphase entsprechend den spezifischen Anforderungen der Applikation berücksichtigt. Bei der Bestimmung einer energieeffizienten Applikationslösung sei stets zu beachten, dass eine Pauschallösung zum Energiesparen in der Antriebstechnik nicht existiere, denn je nach Anwendung variierten die optimalen Lösungen. Energiesparen mit System aus dem Baukasten führe somit zu wesentlich besseren Ergebnissen als nur die Optimierung von Einzelwirkungsgraden, so das Unternehmen.

Nur ganzheitlicher Ansatz schöpft alle Einsparpotentiale aus

Das sieht man auch bei Lenze so: Erst ein ganzheitlicher Ansatz, der sich an der Antriebsanwendung orientiere und alle Antriebskomponenten einschließe, schöpfe alle Einsparungspotenziale aus. Stellt der Antrieb durch passgenaue Dimensionierung – gegebenenfalls in Kombination mit einem Frequenzumrichter – die richtige Energiemenge bereit, kann seine Energieeffizienz durch den Einsatz von Komponenten mit hohem Wirkungsgrad zusätzlich gesteigert werden. Durch die Verwendung optimierter Asynchronmotoren bzw. bei geregelten Antrieben durch den Einsatz prinzipbedingt energieeffizienterer Synchronmotoren lasse sich der Gesamtwirkungsgrad des Antriebs ebenso verbessern wie durch den Einsatz energieeffizienter Getriebevarianten (z.B. Stirnrad- und Kegelradgetriebe), so Lenze.

(ID:287105)