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Frequenzumrichter der Serie bauen aufeinander auf
Die „Drive-based Safety“ ist aber nur ein Beispiel dafür, wie sich durch Einsatz der Inverter Drives 8400 die Effizienz der Gesamtlösung steigern lässt. Funktionen und Ausstattung der Umrichter sind klar abgestuft und bauen mit steigender Ausführung konsequent aufeinander auf. Zugleich hat Lenze besonderes Augenmerk auf die Durchgängigkeit der Eigenschaften gelegt.
So sind alle Ausführungen bei gleichen Umgebungsbedingungen einsetzbar, werden über die gleiche Diagnose-Schnittstelle parametriert und nutzen die gleiche Parametrierungssoftware. Das erleichtert die Handhabung im Engineering, bei der Inbetriebnahme und im Service erheblich: Einfache Handhabung, darum geht es.
So stand auch beim Industriedesign der Inverter Drives 8400 die Usability im Zentrum. Es ermöglicht eine saubere Verdrahtung und besticht durch klare Bezugskanten und gerade Linien für den aufgeräumten Schaltschrankbau. Gute Usability setzt sich bei der Parametrierung und Programmierung mit der durchgängigen Engineering-Software L-force Engineer fort und senkt beispielsweise den Schulungs- und Projektierungsaufwand.
Die drei Umrichtervarianten im Überblick:
- 8400 BaseLine: Dieses Basismodell der Reihe bietet sich für einfache Applikationen an. Über das integrierte Tastenfeld mit vierstelliger Sieben-Segment-Anzeige ist eine schnelle Diagnose und Parametrierung möglich – auch während des Betriebs. Die integrierte Diagnoseschnittstelle lässt sich zum Anschluss des Umrichters an den PC nutzen, u.a. zur Parametrierung. Neben Funktionen wie sensorlose Vectorregelung oder i²t-Motorüberwachung bietet das Gerät Eigenschaften, über die auch die anderen Mitglieder der 8400er-Reihe verfügen.
- 8400 StateLine: Die funktionalen Eigenschaften des Basismodells sind im 8400 StateLine vollständig enthalten und durch weitere Funktionen erweitert. In puncto Antriebsperformance bietet der 8400 StateLine beispielsweise serienmäßig sanfte Beschleunigungsrampen, eine neuartige Fangschaltung für das ruckfreie Einfangen trudelnder Motoren in beiden Richtungen, das Bremsenhandling zur Ansteuerung von Betriebsbremsen sowie die Anschlussmöglichkeit eines HTL-Encoders. Typische Anwendungen sind Extruder, Linien- und Fahrantriebe, Hochgeschwindigkeitsrolltore, einfache Hubtische oder Verstellantriebe.
- 8400 HighLine: Dieser Umrichter verfügt zusätzlich über eine integrierte Tabellenpositionierung (Indexing). Dabei überwacht die SPS als Master die Positioniervorgänge, wird jedoch selbst von der Verwaltung der Positionstabelle und Umrechnung der Absolutwerte auf Encoderpositionen befreit. Damit empfehlen sich diese Geräte als effiziente Antriebe für Anwendungen, die eine Vielzahl fest definierter Positionen anfahren müssen. Beispiele sind Rundschalttische, Drehverteiler, Füllsysteme und taktgesteuerte Positioniersysteme.
In den vergangenen Jahren gab es eine Reihe von Innovationen im Bereich der Frequenzumrichter – etwa die Nutzung von Feldbussystemen sowie die Implementierung von weiterführender Funktionalität in der Bewegungsführung. Die damit erzielte Flexibilität ließ die Grenzen zur Servo-Welt verwischen. Mit der Integration der funktionalen Sicherheit bieten sich heute weitere Möglichkeiten um die Lebenszykluskosten zu senken. Dabei werden die in Normen manifestierten Anforderungen an die Sicherheitstechnik weiter wachsen – und letztlich dafür sorgen, dass in Frequenzumrichtern künftig Sicherheitsfunktionen zur Verfügung stehen, die über „Safe Torque Off“ hinaus gehen.
* Dipl.-Ing. Martin Grosser, Produktmanagement Sicherheitstechnik, Lenze AG in Hameln
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