Verbrennungsmotoren Für sparsamere und sauberere Ottomotoren

Redakteur: Stefanie Michel

Für Ottomotoren bietet Delphi neue Produkte an, die den Motor noch effizienter machen sollen: zum einen eine neue Generation von Injektoren für die direkte Einspritzung, zum anderen die elektrisch verstellbare Nockenwelle mit dreimal so schnellen Verstellzeiten wie bei der herkömmliche hydraulischen Verstelleinheit.

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Injektoren für die direkte geschichtete Einspritzung: bei den aktuellen Produkten ist keine Überarbeitung der Motorsteuerung nötig. (Bild: Delphi)
Injektoren für die direkte geschichtete Einspritzung: bei den aktuellen Produkten ist keine Überarbeitung der Motorsteuerung nötig. (Bild: Delphi)

Delphi bietet eine neue Generation von Injektoren für die direkte Einspritzung bei Ottomotoren an. Sie unterstützen den Übergang von der homogenen zur geschichteten direkten Einspritzung ohne Modifikationen in der Motorsteuerung. Sie sind so gestaltet, dass im Vergleich zur bisherigen homogenen direkten Einspritzung keine Überarbeitung der Motorsteuerung erforderlich ist. Der Injektor Multec 12 verfügt über eine Mehrloch-Düse und soll durch geringe Geräuschentwicklung überzeugt. Delphi entwickelt weiterhin einen Multec 20-Injektor mit einer nach außen öffnenden Düsennadel. Bei homogener Einspritzung kann der Motor nach Angaben des Herstellers mit diesem Injektor sogar die Partikelgrenzwerte der EU6-Abgasnorm unterbieten.

Mit elektrischem Nockenwellenversteller Kraftstoff einsparen

Der E-Phaser von Delphi, eine durch einen elektrischen Aktuator verstellbare Nockenwelle, soll mit dreimal schnelleren Verstellzeiten wie herkömmliche hydraulische Nockenwellenversteller überzeugen. Er könnte die Basis für die Realisierung neuer Verbrennungskonzepte sein. Damit rückt die Umsetzung fortschrittliche Verbrennungsstrategien, wie die homogene Kompressionszündung (Homogeneous Charge Compression Ignition, HCCI), in greifbare Nähe, da ein schneller Wechsel der einzelnen Verbrennungszustände möglich würde.

Mit einem elektrisch angetriebenen Aktuator lässt sich auch die Förderleistung der Ölpumpe verringern, was bis zu zwei Prozent Kraftstoff sparen kann. Außerdem unterliegt die elektrische Verstelleinheit nicht den Einflüssen unterschiedlicher Ölkonditionen während der Startphase des Motors. Delphi hat die Serienproduktion von Komponenten für die direkte Einspritzung des Ottokraftstoffs schon begonnen. Erste Fahrzeuge mit diesen Teilen werden in Kürze auf den Markt kommen.

Trotz der Diskussion um das Elektroauto geht die Entwicklung der Verbrennungsmotoren unvermindert weiter, denn auch weiterhin, so die Experten, wird ein Großteil der Kraftfahrzeuge von Verbrennungsmotoren angetrieben werden. "Allerdings werden die Aggregate kleiner, komplexer, sparsamer und abgasärmer sein", erläutert Dr. Sebastian Schilling, Entwicklungsleiter Benzin-Einspritzsysteme bei Delphi. Auch den Ottomotoren wird eine große Zukunft prophezeit, da bei ihnen erstens die Abgasnachbehandlung deutlich einfacher ist als bei Dieselmotoren. Zweitens sind die Basiskosten beim Ottomotor deutlich geringer. Der Ottomotor ist somit für Hybridantriebe sehr gut geeignet. (mi)

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