Sensoren Frühzeitige Eiserkennung für mehr Sicherheit

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Beim diesjährigen „Heimspiel“ auf der Wind Energy Hamburg präsentiert Leine Linde Systems erstmalig ein effizientes Eiserkennungssystem für Windenergieanlagen, das neue Maßstäbe setzen soll: Während herkömmliche Eissensoren vor Eis warnen, wenn es sich bereits gebildet hat, setzt IPMS auf ein präventives System.

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IMPS installiert auf einer 3 MW Anlage.
IMPS installiert auf einer 3 MW Anlage.
(Bild: Leine-Linde)

Temperaturen um den Gefrierpunkt in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit, Nebel oder Regen können Eisbildung an den Rotorblättern von Windenergieanlagen (WEA) und/oder auf dem Maschinenhaus bewirken. Und das hat weitreichende Folgen wie z.B. Gefahren für Menschen, Fahrzeuge und Gebäude durch Eisabwurf. Hinzu kommt: Leistungsverluste durch eine schlechtere Aerodynamik an den Rotorblättern, eine notwendige Abschaltung der Anlage und häufig tagelanges Warten auf bessere Wetterbedingungen führen zu einer Ertragsminderung.

Mit IPMS von Leine Linde Systems profitieren Betreiber von Windenergieanlagen von einem hocheffizienten Eiserkennungssystem. Dieses erkennt drohende Eisbildung frühzeitig und verhindert durch eine situationsgerechte Reaktion der Windenergieanlage eine vermehrte Eisbildung an den Rotorblättern. So können längerfristige Produktionsausfälle, Gefahren für Menschen und Gebäude sowie das Auftreten von Materialermüdung auf ein Minimum reduziert werden. Ein weiterer Vorteil: Kaum oder gar nicht vereiste Windenergieanlagen können wesentlich früher wieder eingeschaltet werden und Erträge produzieren.

Dauerhafte Überwachung, benutzerdefinierte Abschaltung

Als konsequente Weiterentwicklung des in Windenergieanlagen bereits bewährten EE33- Feuchte-/Temperatur-Messsystems überwacht das IPMS-Eiserkennungssystem Witterungsbedingungen auf der Grundlage mehrerer Parameter. Das integrierte Sensorsystem erkennt am Installationsort frostbildende Umgebungsbedingungen und aktiviert umgehend eine entsprechende Warnung „Eisbildung“ per E-Mail inklusive Reporting.

Nun kann der Eigentümer oder Betriebsführer via Smartphone oder Computer eine Fernsichtprüfung über die vor Ort angeschlossene klimatisierte Netzwerk-Kamera durchführen – dank Scheinwerfer zu jeder Tages- und Nachtzeit. Der Betreiber kann die Windenergieanlage umgehend abschalten oder lässt sie aufgrund einer zuvor festgelegten Alarmstufe automatisch stoppen. Sobald ein sicherer Betrieb wieder möglich erscheint, erfolgt automatisch durch das IPMS eine entsprechende Benachrichtigung. Die WEA kann – z. B. nach erneuter Sichtprüfung per Kamera aus der Ferne – wieder gestartet werden.

Eiserkennung und Frühwarnung sind auch bei Stillstand des Rotors oder Windstille möglich. Individuell konfigurierbare Parameter sorgen dafür, dass das System an den WEA-Standort angepasst werden kann und die WEA aufgrund einer Eiswarnung weder zu früh noch zu spät abgeschaltet wird.

Montage im Werk oder nachträglich am Standort

Das IPMS kann auf dem Maschinenhausdach/Wettermast einer Windenergieanlage sowohl durch den WEA-Hersteller erfolgen als auch durch einen Servicedienstleister am Standort nachgerüstet werden. Je nach Windpark-Layout kann ein Windpark durch ein oder mehrere IPMS gesteuert werden. Zahlreiche optionale Features geben WEA-Betreibern die Möglichkeit, das System auf ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Möglich ist u.a. die Erkennung von Eisregen durch einen Regensensor oder das Beschichten der Messsensoren für Offshore-Einsatz sowie in industrieller Umgebung. Zum IPMS gehören neben dem EE33-Feuchte-/Temperatur-Messsystem u.a. eine 360° schwenkbare Netzwerk-Dome-Kamera mit Zoom-Funktion, ein Scheinwerfer für den Nachtbetrieb, ein Kompakt-Schaltschrank inkl. 5,7“ Touchscreen, ein DUAL-LAN-Router, eine SD-Karte für die Datenaufzeichnung sowie die notwendige Software zur Fernwartung, Bedienung und Konfiguration.

IPMS auf der Wind Energy Hamburg

Das IPMS-Eiserkennungssystem bietet WEA-Betreibern mehr Sicherheit, höhere Verfügbarkeiten und optimierte Energieerträge. Leine Linde Systems gibt Kunden und Interessenten aus der Windkraftbranchedie Gelegenheit, das neue Produkt live zu erleben: erstmalig auf der diesjährigen Wind Energy Hamburg vom 23. bis 26. September 2014. Auf der internationalen Leitmesse für Windenergie präsentiert das Unternehmen in Halle B6, Stand 454 zahlreiche weitere Lösungen in und an der Windenergieanlage. (br)

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